Aktualisiert am 25. Juli 2026
Roadtrip Norwegen auf Traumstraßen: Welche Straßen solltest Du in Skandinavien nicht verpassen? Wo ist es in Norwegen schön? Hier stelle ich Dir meine 8 Lieblingsstraßen für eine Rundreise in Deinem Norwegen-Urlaub vor. Es sind echte Traumstraßen. Du kannst die Routenvorschläge mit dem Auto oder Wohnmobil nutzen.
Zu den schönsten Straßen in Norwegen gehören der Trollstigen, die Atlantikstraße und die Adlerstraße im Süden sowie die einsamen Landschaftsrouten Andøya, Varanger und Havøysund im hohen Norden – alle mit Auto und Wohnmobil befahrbar. Mit in meiner Auswahl sind bewusst auch Routen im Norden, die viele übersehen, wie Andøya oder Havøysund, obwohl sie zu den schönsten Straßen Norwegens gehören.
Eine Kombination bildet eine ideale Wohnmobil-Norwegen-Route für 4 Wochen und ist sehr gut als Basis für eine individuelle Tour durch Norwegen mit dem Wohnmobil oder Auto zu nutzen.
8 der schönsten Traumstraßen Norwegens im Überblick
- Trollstigen – enge Serpentinen bei Åndalsnes (vorausschauend fahren, geht aber, hier fahren auch Busse – im Winter geschlossen, Status prüfen)
- Adlerstraße (Ørnevegen) – Serpentinen über dem Geirangerfjord (ganzjährig geöffnet)
- Gamle Strynefjellsvegen – historische Bergstraße (schmal, unbefestigt, gesperrt für über 3,5 Tonnen)
- Atlantikstraße – die „Straße im Meer“ (gut fahrbar, mautfrei)
- Andøya – Meer, Licht und Landschaft
- Havøysund – arktische Landschaftsroute nahe Nordkap
- Varanger – Eismeer und Vogelwelt
- Kirkenes / russische Grenze – der äußerste Nordosten (teils schlechter Zustand, teils unbefestigt, Stellplatz)
Auf diesen Traumstraßen erlebst Du die Vielfalt Norwegens am besten
Faszination Skandinavien bedeutet für mich Faszination für die Landschaft und Natur. Besonders Norwegen hat wunderschöne Landschaften, die mich in ihren Bann gezogen haben. Dabei sind der Norden und der Süden total unterschiedlich. Wo es am schönsten in Norwegen für eine Rundreise ist, ist schwer zu sagen. Aber es gibt sehr schöne Straßen in Norwegen, die ich Dir für Deinen Norwegen-Roadtrip empfehlen möchte.
Schönste Straßen Norwegens von Süd nach Nord
Das sind meine schönsten Straßen in Norwegen – acht Traumstraßen, die ich selbst mit dem Wohnmobil gefahren bin.
| Name | Was | Länge | geöffnet | Anfang | Ende | Eigenschaften |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gamle Strynefjellsvegen | hist. Straße, spektakuläre Landschaft | 27 km | Mai–Okt. | Grotli | Videsæter | schmal, unbefestigt, nicht für große und schwere Fahrzeuge |
| Geiranger/Trollstigen mit Adlerstraße | Kurven und Ausblicke | 104 km | Mai–Okt. | Sogge bru | Langvatnet | Vorausschauend fahren, für lange Gespanne verboten |
| Atlantikstraße Atlanterhavsvegen | Straße über dem Meer, Brücken | 36 km | ganzjährig | Kårvåg | Bud | Gut ausgebaut, Vorsicht bei Sturm |
| Andøya | Straße entlang der Küste | 58 km | ganzjährig | Andenes | Bjørnskinn | gut ausgebaut |
| Grense Jakobselv | entlang der russischen Grenze zum Nordmeer | 42 km | Mai–Nov. | Grenzübergang bei Kirkenes | Grense Jakobselv | Schlechter Straßenzustand, ein Teil Wellblechpiste |
| Varanger | Durch spektakuläre arktische Landschaft | 160 km | Mai–Nov. | Varangerbotn | Hamningberg | Das letzte Stück ist sehr schmal und nur bis 3,5 Tonnen zugelassen. |
| Havøysund | Arktis erleben | 67 km | ganzjährig | Kokelv | Havøysund | Gut ausgebaute Straße. Auch für große Wohnmobile geeignet. |
So kannst Du Norwegen mit dem Auto oder Wohnmobil intensiv erleben. Sie führen durch spektakuläre Berge, entlang von magischen Fjorden, wildem Meer und über wunderschöne Hochebenen in ganz Norwegen. Es sind Landschaftsrouten und andere Strecken. Nach meiner Meinung sind diese Routenvorschläge echte Traumstraßen mit Wohnmobil und Auto im Norwegen-Urlaub, Fahrspaß garantiert.
Mehrere meiner Traumstraßen (Atlantikstraße, Trollstigen, Gamle Strynefjellsvegen, Andøya, Havøysund und Varanger) sind offizielle „Nasjonale turistveger“. Das sind die 18 staatlich ausgewiesenen norwegischen Landschaftsrouten mit eigens gestalteten Rastplätzen und Aussichtspunkten. Für ihre Gestaltung wurden über 50 Architekten, Landschaftsarchitekten und Künstler engagiert. Offizielle Seite mit dem Überblick über die Norwegischen Landschaftsrouten.
Was sind norwegische Landschaftsrouten?
Die norwegischen Landschaftsrouten sind 18 offiziell ausgezeichnete Touristenstraßen, die von der staatlichen Straßenverwaltung durch die schönsten Regionen des Landes gelegt und mit architektonischen Aussichtspunkten gestaltet wurden.
Die ausgezeichneten Touristenstraßen bieten hervorragende Möglichkeiten, das große Land, seine Ursprünglichkeit, Faszination und Vielfalt zu erleben. Sie lassen sich für einen Norwegen-Roadtrip mit Auto und Wohnmobil als Routen miteinander kombinieren. Dabei musst Du aber das Wetter und die Jahreszeit im Blick haben, denn die Straßen sind nicht in allen Monaten geöffnet.
Verantwortlich für die Entwicklung der besonderen Touristenattraktion für Autofahrer in Norwegen ist die staatliche norwegische Straßenverwaltung. Sie hat die schönsten Regionen in Norwegen ausgewählt und die hindurchführenden Straßen und Routen gestaltet. Neben der spektakulären Landschaft Norwegens gibt es auf den 18 ausgezeichneten Landschaftsrouten herausragende architektonische Highlights. Sie sind als schönste Straßen Norwegens besonders gestaltet.
Die Architektur soll die norwegische Natur erlebbar machen und gleichzeitig selbst eine Attraktion sein. Um dies zu verwirklichen, wurden mehr als 50 junge Architekten, Landschaftsarchitekten, Designer und Künstler engagiert. Die meisten von ihnen kommen aus Norwegen. Entstanden sind einzigartige Rastplätze und Aussichtspunkte an den schönsten Orten in Skandinavien.
Du kannst mehrere Routen kombinieren und dann einen Norwegen-Roadtrip als Wohnmobil-Tour oder Auto-Reise in zwei bis drei Wochen machen oder sie als Nordkap- und Norwegen-Rundreise in vier Wochen zusammenfassen und durch ganz Norwegen unterwegs sein.
Nützlich für Deine Reise ist auch meine Wohnmobil-Packliste.
Im Shop findest Du immer aktuelle Angebote und Empfehlungen zur Ausstattung.
1. Traumstraße für Deine Wohnmobil-Route durch Norwegen: Trollstigen
Die Fahrt über den Trollstigen ist ein Teil der Norwegischen Landschaftsroute Geiranger-Trollstigen, die zwischen Langevatn und Sogge Bru auf einer Länge von 104 Kilometern verläuft.
Die „Trollleiter“ ist als eine der beliebtesten Autorouten und schönsten Straßen in Norwegen ein echtes Fahrerlebnis, auch mit dem Wohnmobil, mit dem Auto sowieso. Durch elf enge Haarnadelkurven und über einen gewaltigen Wasserfall geht es je nach Fahrtrichtung hinauf oder hinunter. Hier verlief früher ein alter Bergpfad. 1916 wurde dann mit dem Bau der Trollstigen begonnen. An manchen Stellen ist die enge Straße direkt in den Fels gehauen, an anderen ist sie mit Natursteinen aufgemauert. Teile des ursprünglichen Saumpfads sind noch immer zu sehen und zu Fuß begehbar.
Mit dem Wohnmobil musst Du vorausschauend fahren. Manchmal kann es eng werden, besonders wenn Dir ein Bus oder ein anderes Wohnmobil am Trollstigen entgegenkommt. Gespanne ab einer gewissen Länge sind verboten.
Vom Parkplatz oberhalb des Trollstigen erreichst Du über Wege und Treppen mehrere Aussichtspunkte. Die größte Aussichtsplattform schwebt regelrecht 200 Meter über der norwegischen Traumstraße, die sich in Serpentinen den Berg entlangschlängelt.
Ich finde, die Fahrt auf der Trollstigen mit dem Wohnmobil oder Auto ist ein echtes Erlebnis. Weil es so schön war, haben wir das gleich mehrfach nach oben und nach unten gemacht. Und wir haben als Tageszeit bewusst die Abendstunden gewählt. Dadurch waren nur noch wenige Fahrzeuge auf der Trollstigen unterwegs und vor allem keine Touristenbusse. Da wir im Juni unterwegs waren, war das kein Problem, denn es war sehr lange hell. Bei der Zufahrt zur Trollstigen liegt auf der rechten Hand ein sehr gepflegter Campingplatz (Trollstigen Camping*), auf dem Du auch Hütten mieten kannst. Er ist ideal für die Erkundung der Region.
Aktueller Hinweis zu Trollstigen: Die berühmte Serpentinenstraße war 2024 und 2025 wegen mehrerer Steinschläge gesperrt. 2026 wurde sie bereits im April wiedereröffnet. Prüfe vor der Fahrt unbedingt den aktuellen Status (z. B. auf fjordnorway.com oder bei der norwegischen Straßenbehörde). Das Trollstigen-Plateau ist über die Rückseite von Valldal oft auch dann erreichbar, wenn die Passstraße gesperrt ist. Der Trollstigen ist im Winter wegen Schnee geschlossen.
2. Panoramastraße für Deine Wohnmobil-Route durch Norwegen: Adlerstraße
Die Adlerstraße ist ebenfalls Teil der Norwegischen Landschaftsroute Geiranger–Trollstigen und ein touristisch sehr beliebter Straßenabschnitt der Reichsstraße 63. Du erreichst sie, indem Du vom Trollstigen-Plateau in Richtung Geiranger weiterfährst.
Elf Haarnadelkurven schlängeln sich den steilen Berghang zwischen Geiranger und Eidsdal vom Meeresniveau auf 620 Meter hinauf. Dieser Straßenabschnitt ist rund acht Kilometer lang und hat eine Steigung von etwa zehn Prozent. Die Fahrt ist ein echtes Erlebnis in Deinem Norwegen-Urlaub. Die Adlerstraße gehört zu den schönsten Strecken in Norwegen mit dem Auto oder Wohnmobil.
Die Straße wurde 1954 gebaut und am 15. September 1955 geöffnet, um den touristisch immer beliebteren Ort Geiranger erreichbar zu machen. Die Straßenverbindung ist auch im Winter geöffnet (das kann ich kaum glauben).
Sagenhaft ist der Blick vom Aussichtspunkt Ørnesvingen, neben der „Adlerkurve“. Von der hier angelegten Plattform siehst Du den Geirangerfjord, den Ort Geiranger, steile Berghänge, die Wasserfälle „sieben Schwestern“ und, wenn Du genau hinsiehst, auch den Bergbauernhof Knivsflå.
Wenn Du von oben kommst, kostet es schon ein wenig Überwindung, die Straße den Berg hinunterzufahren, und volle Konzentration. Anhalten mit dem Wohnmobil und sogar mit dem Auto ist nicht einfach, denn es gibt nur wenige Parkplätze und die Touristenbusse mit den Kreuzfahrern halten oft mitten auf der engen Straße. Dann ist es eine echte Herausforderung, inmitten der vielen Menschen den Ausblick zu genießen. Du solltest aber unbedingt anhalten.
Wir haben gewartet und haben dann doch noch einen Parkplatz für unser Wohnmobil auf der norwegischen Traumstraße erwischt. Dadurch hatten wir dann genügend Zeit für einen ausgiebigen Blick auf den Geirangerfjord und die Kreuzfahrtschiffe, bevor wir uns in Geiranger einen Platz auf dem Campingplatz gesucht haben (Camping Geiranger*). Auch der Campingplatz, den Du am Ende der Adlerstraße erreichst (Geirangerfjorden Feriesenter*), ist sehr empfehlenswert. Er hat Stellplätze direkt am Fjord und einige gepflegte Hütten. Mit dazu gehört ein Hotel. Wenn sonst alles voll ist, kannst Du auch sehr gut auf dem Vinje Camping Geiranger* unterkommen.
3. Magische Traumstraße in Norwegen: Gamle Strynefjellsvegen
Die Gamle Strynefjellsvegen verläuft zwischen Grotli und Videsæter und hat eine Länge von 27 km. Von Geiranger fährst Du in Richtung Aussichtspunkt Dalsnibba (dessen Besuch ich Dir auch unbedingt empfehlen kann) und biegst kurz danach rechts ab. Hier ist eine der Landschaftsrouten in Norwegen, die mir am besten gefallen hat.
Achtung, die Straße ist für große und schwere Wohnmobile nicht geeignet und sie ist in großen Teilen unbefestigt. An manchen Stellen kann es auch ziemlich eng werden. Dafür bist Du mit der grandiosen Natur fast alleine.
Die Fahrt über die alte unbefestigte Reichsstraße 258 über die Hochebene des Strynefjell ist ein besonderes Erlebnis. Um sie zu befahren, musst Du aber in der richtigen Jahreszeit unterwegs sein, denn die Strecke ist in der Regel wegen des Schnees nur zwischen Mai und September für den Verkehr freigegeben. Der höchste Punkt liegt auf 1.139 Metern.
Schon die Straße, die unter Denkmalschutz steht, ist eine Sehenswürdigkeit. Sie wurde 1894 nach zwölfjähriger Bauzeit, in der die Straße in den schneefreien Monaten des Sommers in Handarbeit aus dem Fels gehackt und gesprengt wurde, eingeweiht. Erst 1978 löste eine neue Straße den Gamle Strynefjellsvegen als Hauptverkehrsweg ab.
Einspurig geht die Fahrt auf der Gamle Strynefjellsvegen von Ost nach West oder umgekehrt. Alte Steinmauern und lange Reihen aus Prellsteinen vermitteln ein Gefühl, als wäre man in die Vergangenheit zurückversetzt. Nur ab und an begegnet Dir ein Fahrzeug (oft ein anderes Wohnmobil oder ein Tourist mit einem Mietauto). Wenn Du genau hinsiehst, kannst Du noch die Spuren der Pickel vom Bau der Straße erkennen.
Die Gebirgslandschaft, die Du auf der Straße mit dem Camper durchquerst, wurde durch die Eiszeit geschaffen. Lange halten sich auf der Strecke über das Fjell große Schneefelder. Dazu kommen große türkis gefärbte Gebirgsseen. Es sind viele Dinge, warum die Fahrt über die einspurige Schotterstrecke mit immer wechselnden Blicken auf die karge Landschaft zu den Höhepunkten unserer Norwegen-Reise mit dem Wohnmobil gehört. Für die Weiterfahrt kannst Du ab der Skistation die enge und kurvenreiche steile Straße nach unten nehmen oder einfach wieder zurückfahren.
Nach der Fahrt kannst Du unter anderem auf dem kleinen und sehr schön gelegenen Nygård Camping* unterkommen oder weiter zum Camping Strynsvatn* fahren. Dieser ist in Terrassen angelegt und so hast Du vom Stellplatz einen herrlichen Blick.
4. Wohnmobil-Route Norwegen: Atlantikstraße – Schweben über dem Meer
Zwischen Wasser und Himmel ist die Atlantikstraße, die sich mit ihren Brücken zwischen Holmen und Schären entlangschlängelt, ein extremes Erlebnis. Sie ist eine der bekanntesten Landschaftsrouten in Norwegen. Du kannst die Fahrt sehr gut mit einem Besuch der Trollstigen kombinieren. Die Entfernung ist nicht zu groß. Allerdings sind die Eindrücke total unterschiedlich.
Die Atlantikstraße, die auch „Straße im Meer“ genannt wird, verläuft entlang der rauen Küste der Hustadvika, die seit jeher eine Herausforderung für die Schifffahrt ist. Sie wird auch als die „beste Autostrecke der Welt“ bezeichnet. Die meisten kennen die spektakulären Luftaufnahmen. Ich finde, die Fahrt über die Atlantikstraße mit dem Wohnmobil (und natürlich auch mit dem Auto) ist ein Erlebnis.
Die Atlanterhavsvegen verläuft zwischen Kårvåg und Bud und hat eine Länge von 36 Kilometern. Das bekannteste Stück sind die geschwungenen Brücken, die Inseln, Holmen und Schären verbinden. 8.274 Meter lang ist das 1989 fertiggestellte Teil, das im Gestein der Küstenlandschaft fest verankert wurde.
Norwegen: Fahrt über die Atlantikstraße – inklusive vieler Tipps zur Übernachtung.
Du solltest die Straße aber bei Deiner Wohnmobil-Tour oder Auto-Norwegen-Rundreise komplett abfahren und Dich nicht nur auf das bekannteste Stück beschränken. An einer Stelle fährst Du dabei fast durch einen Vorgarten, ein anderes Stück direkt am Meer entlang und durch alte Kulturlandschaften. In den kleinen Ort Bud wären wir sonst nie gekommen.
Übernachten kannst Du unter anderem auf dem Campingplatz in Molde (Kviltorp Camping*) oder auf dem Bud Camping*.
5. Wohnmobil-Route Norwegen: Andoya – Meer, Landschaft und Licht
Die Straße auf der Insel nördlich der Lofoten führt spektakulär über einen Felsvorsprung zwischen offenem Meer und steilen Bergen und ist ein Highlight Deiner Wohnmobil-Tour im Norwegen-Urlaub. Aber auch mit dem Auto kann ich Dir diese Region nur empfehlen. Die norwegische Landschaftsroute Andøya verläuft zwischen Bjørnskinn und Andenes an der Küstenseite der Insel entlang und hat eine Länge von 58 Kilometern. Sie ist eine echte Wohnmobil-Traumstraße und gemeinsam mit der Landschaftsroute Senja eine am Meer entlangführende Alternative zur norwegischen Hauptstrecke E6.
Schon der Einstieg in die Landschaftsroute ist spektakulär. Bei Andenes hast Du die Möglichkeit, das ganze Jahr über Wale zu beobachten. Die Landschaft, das Licht und die wogende See sind magisch. Immer wieder gibt es vom Wohnmobil oder vom Auto aus neue Ausblicke auf das Meer und die Berge. Karge Natur, Bäume und Farben wechseln sich ab.
Im Fischerort Bleik gibt es einen riesigen weißen Strand und türkisblaues Meer. Auf dem Vogelfelsen Bleiksøya vor dem Ort brüten zwischen dem 14. April und dem 10. August über 40.000 Papageientaucher (andere Quellen sprechen sogar von über 80.000 Brutpaaren) und eine große Seeadlerkolonie. Von Bleik aus kannst Du eine Bootstour machen.
Es ist eine außergewöhnliche Norwegen-Route. Die Fahrt geht mit dem Wohnmobil entlang der Küste der Vesterålen . Nicht viel weiter erreichen wir den Rastplatz Bukkekjerka. Von hieraus hast Du einen weiten Blick aufs Wasser, die Felsen und die Berge von Andøya. Über einen Trampelpfad und Betonstege erreichst Du die beiden unbemannten Leuchtfeuer auf der Landzunge Børhella. Zum Rastplatz gehört eine überaus moderne und saubere Toilette, eine Sehenswürdigkeit für sich.
Am Anfang der Route kann man gut auf dem Andenes Camping* übernachten. Noch etwas besser gefällt mir die Lage des Midnattsol Camping Bleik*.
Ich verstehe nicht, warum diese Straße auf den Vesterålen in den Reiseempfehlungen anderer Norwegenfahrer fast gar nicht vorkommt. Die Fahrt mit Wohnmobil oder Auto über diese Landschaftsroute lohnt sich auf jeden Fall.
Mehr über unsere Erlebnisse in der Region erfährst Du hier.
Wale beobachten im Juni bei Andenes in Norwegen
Unterwegs auf der Landschaftsroute Andøya
6. Nördlichste Landschaftsroute Norwegens: Havoysund – den Norden erleben
Die norwegische Landschaftsroute Havøysund (Straße 889) verläuft zwischen Kokelv und Havøysund und hat eine Länge von 67 Kilometern.
Wenige Kilometer vor Olderfjord, das an der direkten Zufahrt zum Nordkap liegt, zweigt die Straße nach Havøysund ab. Bis zur Siedlung Kokelv geht die Fahrt mit dem Auto oder Wohnmobil zügig voran. Dann beginnt die nördlichste Touristenstraße in Norwegen am Eismeer entlang. Die Straße führt dicht am Fjord entlang und schwingt sich immer wieder den Berg hinauf. An manchen Stellen hast Du das Gefühl, über ein Hochgebirge zu fahren. Die Landschaft ist rau und dramatisch.
Es ist eine Fahrt durch eine Landschaft, die ganz von der Natur geprägt ist. Teile der nördlichsten Landschaftsroute verlaufen entlang des arktischen Meeres und durch eine karge Klippenlandschaft. Unterwegs beobachten wir direkt aus dem Wohnmobil heraus viele Tiere. Herden von Rentieren grasen neben der Straße und auch ein Fischotter streckt seinen Kopf aus dem Wasser. Bei der Fahrt muss man sich auf die Landschaft einlassen und sich Zeit lassen (die Straße ist sehr gut ausgebaut und verführt zum zügigen Fahren).
In Havøysund (übrigens nicht weit weg vom Nordkap) gibt es wunderbare Blicke auf das arktische Meer und einen Stellplatz für Wohnmobile. Hier erleben wir Nordnorwegen und die Finnmark pur.
Die Landschaftsroute zweigt von der Route zum Nordkap ab. Dennoch nehmen sich wenige Besucher der norwegischen Touristenattraktion die Zeit, bis nach Havøysund zu fahren. Sie verpassen dabei intensive Erlebnisse.
Guter Ausgangspunkt für den Abstecher auf der Landschaftsroute oder auch für die Weiterfahrt zum Nordkap ist der Campingplatz in Olderfjord, das Olderfjord Turistsenter*.
Norwegen: Unterwegs auf der Landschaftsroute Havøysund – Erlebnisse und Landschaft
7. Meine schönste Straße Norwegens: Varanger – Eismeer und mehr
Es ist eine Fahrt in wechselndem Licht entlang von Birkenwäldern, Moorlandschaften und zerklüfteten Klippen und eine echte Wohnmobil-Traumstraße im Norwegen-Urlaub. Immer wieder gibt es dabei neue Blicke auf den Varangerfjord, die Varanger-Halbinsel und die Küste der Barentssee.
Die norwegische Landschaftsroute Varanger (E 75) verläuft zwischen Varangerbotn und Hamningberg und hat eine Länge von 160 Kilometern. Du hast die Möglichkeit, die einzigartige arktische Landschaft intensiv zu erleben, denn Du fährst die Strecke auch wieder zurück. Du passierst aber auch eine alte Kulturlandschaft. Auf Varanger lebten die unterschiedlichsten Völker und Kulturen zusammen. Im 19. Jahrhundert zogen beispielsweise Finnen und Nordschweden in die Region.
Hier auf Varanger findest Du aber auch Vogelarten, die Du an keinem anderen Ort der Welt sehen kannst. Einige von ihnen kannst Du vielleicht schon von der Straße entdecken. Immer wieder stehen Fahrzeuge am Straßenrand, aus denen dicke Kameraobjektive ragen. Auch wir haben hier Seeadler direkt aus unserem Wohnmobil beobachtet. Zusätzlich gibt es mehrere Vogelbeobachtungsstationen.
Einen Abstecher durch den Tunnel unter dem Meer hindurch nach Vardø, solltest Du auch unternehmen. Das Steilneset-Memorial, ein außergewöhnliches Monument oberhalb der Bucht, das an die Opfer der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert erinnert, ist unbedingt einen Besuch wert. Und es gibt noch eine zweite Attraktion. Nicht weit entfernt liegt am Ortsrand Vardøhus Festung, die nördlichste Festung der Welt. Der erste Vorläufer wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet.
Das letzte Stück der Landschaftsroute Varanger ist einfach spektakulär. Die Straße wird immer enger und windet sich durch zerklüftete Felsen und Landschaften wie auf dem Mond – immer entlang der Barentssee. Die letzten 40 Kilometer zum verlassenen Fischerdorf Hamningberg sind sehr vielseitig. Die Straße verlangt dem Wohnmobil- oder PKW-Fahrer aber auch volle Konzentration ab. Ausweichstellen gibt es nämlich nicht sehr viele und an manchen Stellen ist es hier am Ende von Varanger (oder der Welt?) wirklich eng. Im Winter ist das letzte Stück Straße gesperrt.
Die Fahrt über Varanger war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis, das ich Dir für den Norwegen-Urlaub sehr empfehlen kann. Durch die abgelegene Lage ist die Region absolut nicht überlaufen.
Der Campingplatz am Abzweig in Tana (Tana Camping*) und der Vestre Jakobselv Camping* liegen an der Strecke.
Norwegen: Arktis mit dem Wohnmobil erleben – auf der Landschaftsroute Varanger
8. Ein Highlight unseres Norwegen-Roadtrips: Entlang der russischen Grenze bei Kirkenes
Sie ist keine Landschaftsroute, aber diese Strecke entlang der russischen Grenze bei Kirkenes nach Grense Jakobselv ist ein Erlebnis. Diese Straße habe ich mit dazu genommen, weil die Fahrt mit zu den schönsten Erinnerungen unserer Norwegen- und Nordkaptour mit Wohnmobil gehört.
Dabei ist die Strecke nichts für „Weicheier“. Die Straße ist wirklich schlecht. Die letzten Kilometer geht es über eine Wellblechpiste, diese ist je nach Jahreszeit in recht gutem oder sehr schlechtem Zustand. Wir folgen von Kirkenes der sehr gut ausgebauten Straße in Richtung Murmansk/Russland. Am Grenzübergang biegen wir ab. Rund eineinhalb Stunden brauchen wir für die nächsten 50 Kilometer bis zum Meer. Die hier noch geteerte Straße hat sehr viele Bodenwellen und windet sich stark. Die Landschaft und Felsformationen sind grandios.
Die letzten acht Kilometer zum Ziel geht es mit dem Wohnmobil über Piste genau an der Grenze von Norwegen und Russland entlang! Dabei wird der Camper ganz schön durchgerüttelt. Gelbe Grenzposten mit schwarzer Spitze markieren den Verlauf auf der norwegischen Seite, rote mit verziertem Kopf stehen auf der russischen. Dazwischen liegt nur ein Fluss. Kein Zaun trennt Dich von diesem großen, geheimnisvollen Land. Für mich war dies ein großartiges Gefühl, Russland so nahe zu sein.
Am Ende der Strecke erwarten Dich eine einfache Toilette, eine Picknickbank und eine besondere Kirche. Und dann bist Du am Ziel, am Eismeer und vielleicht am Ende der Welt. Mit dem Wohnmobil kannst Du bei einem verlassenen Dorf in einer kleinen Bucht stehen und den Blick aufs Meer genießen. Und mit etwas Glück beobachtest Du dabei vom Land aus Beluga-Wale, die hier leben.
Es ist eine anstrengende Fahrt durch eine karge Landschaft. Die Strecke ganz im Norden von Norwegen ist nicht spektakulär, aber gemeinsam mit dem Zielort und der direkten Nähe zu Russland ein intensives Erlebnis. Camper können hier übernachten, wer ein Hotel oder eine Hütte braucht, muss wieder nach Kirkenes zurückfahren.
Norwegen: Unterwegs entlang der russischen Grenze
Weitere Norwegen-Traumstraßen
- Außer meinen hier vorgestellten Traumstraßen lohnt sich auf jeden Fall auch die Fahrt auf den anderen Norwegen-Landschaftsrouten.
- Die Fahrt über die Landschaftsroute Helgelandskysten ist besonders malerisch. Leider hatten wir nicht genügend Zeit dafür.
- Ein besonderes Erlebnis ist auch die Hardangervidda.
- Bei Timo von Fjordwelten findest du mit tollen Fotos die nationale Landschaftsroute Aurlandsfjellet.
- Corinna & Markus empfehlen vier ihrer Traumstraßen durch Norwegen.
Was ist Deine Traumstraße durch Norwegen?
Noch mehr Routen zur Vorbereitung Deines Norwegen-Roadtrips
Für die Planung Deiner Norwegen-Reise findest Du auf hin-fahren.de noch viele weitere Informationen, egal ob Du mit Wohnmobil oder Auto unterwegs bist oder einen anderen Norwegen-Urlaub planst. Du willst Urlaub in Norwegen mit dem Auto machen oder planst einen Roadtrip mit dem Camper? Hier stelle ich Dir als Entscheidungshilfe meine Vorschläge für Deine Nordkap- und Norwegen-Rundreise vor.
Diese Routenvorschläge kannst Du mit Auto oder Camper nutzen. Mit dabei sind auch Regionen, an die Du vielleicht nicht gedacht hast, denn viele denken bei einer Rundreise immer nur an Fjordnorwegen. Dabei ist auch der Norden wunderschön. Dabei findest Du zusätzlich Empfehlungen für Campingplätze. Diese sind nicht nur für Camper interessant. Alle verfügen auch über Hütten, in denen Du günstig unterkommen kannst, wenn Du mit dem eigenen Auto unterwegs bist.
4 Wochen Norwegen, diese Highlights, Regionen und Orte solltest Du nicht verpassen!
Nordkap-Reise mit
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Tipps Lofoten
Norwegen-Tour mit
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- Besuch in Hanningsvag und Landschaftsroute Havoysund
- Hammerfest (inkl. Wohnmobil-Stellplatz)
- Weltkulturerbe Alta
- Tromsø (inkl. Campingplatz)
- Polarpark & Stellplatz
- Walbeobachtung Andenes
- Landschaftsroute Andøya
- Lofoten & Saltstraumen
- Polarkreis Norwegen und weiter auf der E6
- Trondheim (inkl. Stellplätze)
- Magische Atlantikstraße
Reiseführer Norwegen zum Träumen
FAQ Traumstraßen durch Norwegen
Gibt es Straßen, die ich in Norwegen unbedingt fahren sollte?
Ja, die norwegischen Landschaftsrouten führen durch die schönsten Landschaften von Norwegen. Die Traumstraßen liegen auch auf meiner 4-Wochen-Route.
Was sind die Landschaftsrouten in Norwegen?
Die Landschaftsrouten sind 18 offiziell ausgezeichnete Touristenstraßen, die von der staatlichen Straßenverwaltung durch die schönsten Regionen Norwegens gelegt wurden. Sie sind mit architektonisch gestalteten Rastplätzen und Aussichtspunkten ausgestattet, für die über 50 Künstler und Architekten engagiert wurden.
Welche Traumstraßen in Norwegen sind auch für große Wohnmobile geeignet?
Die meisten Routen wie Trollstigen, Atlantikstraße, Andøya oder Varanger sind mit dem Wohnmobil gut befahrbar. Dort fahren ja auch Busse. Man muss nur vorausschauend fahren. Nicht geeignet für große und schwere Fahrzeuge sind die enge, unbefestigte Gamle Strynefjellsvegen und das letzte Stück auf Varanger. Gespanne ab einer gewissen Länge sind am Trollstigen verboten.
Kann ich Norwegens Traumstraßen auch mit dem Auto fahren?
Ja, alle vorgestellten Routen kannst Du genauso gut mit dem Auto fahren. Die empfohlenen Campingplätze haben fast alle Hütten, in denen Du günstig übernachten kannst, wenn Du ohne Wohnmobil unterwegs bist.
Was kosten die Traumstraßen / gibt es Maut?
Die Straßen selbst sind mautfrei. Aber es kann sein, dass Zufahrtsstraßen mautpflichtig sind. Schlagbäume oder Mautstationen musst Du aber nicht erwarten, in Norwegen wird die Maut automatisch über das Kennzeichen abgerechnet.
Wie lange sollte ich für eine Norwegen-Rundreise einplanen?
Für Südnorwegen mit den Fjord-Traumstraßen reichen zwei bis drei Wochen. Wer die Routen im Süden und Norden kombinieren und bis zum Nordkap fahren will, sollte rund vier Wochen einplanen.
Wann ist die beste Zeit für die Bergstraßen?
Die Bergstraßen sind von Juni bis September gut befahrbar. Viele der Passstraßen sind im Winter/Frühjahr gesperrt, denn sie werden nicht vom Schnee geräumt.
Was ist die beste Reisezeit für einen Norwegen-Roadtrip?
Die beste Reisezeit ist der Sommer, etwa Juni bis September. Viele der schönsten Straßen wie der Trollstigen oder die Gamle Strynefjellsvegen sind nur in den schneefreien Monaten geöffnet. Im Juni ist es im Norden fast rund um die Uhr hell. Das ist ideal, um Routen abends fast alleine zu fahren.
Sind die norwegischen Traumstraßen für Wohnmobile geeignet?
Meist ja. Beim Trollstigen und auf der Adlerstraße muss man vorausschauend fahren, denn sie sind steil mit engen Kurven. Gamle Strynefjellsvegen ist schmal und nicht geteert, deshalb nicht für große Fahrzeuge und Gespanne geeignet.
Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade „Faszination Skandinavien“ teil.
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Hier schreibt Katja Hein – Journalistin und seit über 50 Jahren begeisterte Camperin. Mit meinen ausführlichen Wohnmobil-Reiseberichten, Camping-Erfahrungen und Routen zum Nachfahren entdeckst Du neue Reiseziele für den Urlaub mit Wohnmobil zwischen Südspanien & Nordkap. Dazu bekommst Du Unterstützung bei der Suche nach Deinem Traumfahrzeug.