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Norwegen mit Wohnmobil 2: Erlebnisreicher Tag in Hammerfest (inkl. Wohnmobil-Stellplatz)

Meridianbogen in Hammerfest, Norwegen

Aktualisiert am 5. Mai 2023

Hammerfest, Norwegen, ist ein weiterer Höhepunkt unserer Tour vom Nordkap durch Norwegen mit Wohnmobil – nicht richtig schön, aber ein Erlebnis. Hier erfährst Du, warum sich aus unserer Meinung ein Besuch in Hammerfest lohnt.

In der Stadt erfahren wir im Wiederaufbaumuseum mehr über die Region Finnmark im Zweiten Weltkrieg und warum die Häuser hier in Nord-Norwegen fast alle gleich aussehen. Du kannst in Hammerfest Mitglied im Eisbärenclub werden. Und es gibt in Hammerfest einen Wohnmobil-Stellplatz direkt am Wasser am Hafen.

Mit dem Wohnmobil in Norwegen – Hammerfest

Kastenwagen von Hin-Fahren am Nordmeer vor Hammerfest
Stellplatz unterwegs an der R94 nach Hammerfest

Nach den Erlebnissen und der Mitternachtssonne mit Camper am Nordkap, unserem eindrucksvollen Abstecher auf der Landschaftsroute nach Havøysund und einer ruhigen Nacht auf einem Rastplatz direkt am Wasser an der R94 fahren wir mit unserem Camper entlang der norwegischen Küste nach Hammerfest.

Nützlich für Deine Reise ist auch meine Wohnmobil-Packliste.

Hammerfest mit Camper – interessante Stadt ganz im Norden von Norwegen

Wie mehrere Städte in der Finnmark, bezeichnet sich auch das in Nord-Norwegen gelegene Hammerfest als die nördlichste Stadt der Welt. Das klingt spannend.

Die Reiseroute nach Hammerfest, Norwegen, ist einfach. Es führt von der E6 eine gut ausgebaute und ausgeschilderte Straße zum Ziel, die wir nach dem Stadtbesuch in Hammerfest mit dem Wohnmobil auch wieder zurückfahren.

Hammerfest, Norwegen: Zentrum für Gas und Industrie

Blick aus dem Wohnmobil in Hammerfest: Rotes Versorgungsschiff Skandi Gamma
Das Versorgungsschiff Skandi Gamma ist gerade in Hammerfest

Nach Ruhe und Einsamkeit im norwegischen Norden, ist das Industriegebiet vor Hammerfest, durch das wir bei der Anfahrt kommen, eine richtige Überraschung für uns.

Das riesige Versorgungsschiff Skandi Gamma, liegt gerade in Hammerfest im Hafen und zieht mit seiner Größe, Form und durch seine rote Farbe unsere Blicke auf sich. Es ist wirklich gewaltig und fast 100 Meter lang. Mit den bunten Häusern von Hammerfest im Hintergrund ergibt sich ein schönes Bild.

Als Nächstes fallen uns in Hammerfest große Industrieanlagen ins Auge. Das Gas-Terminal auf der vor Hammerfest gelegenen Insel Melkøya ist groß und nimmt die ganze Fläche der Insel ein.

Laut meiner Internetrecherche ist in Norwegen und Hammerfest die größte Anlage dieser Art in Europa. Hier wird das Gas des fünftgrößten norwegischen Gasfeldes zu Flüssiggas verarbeitet. Es kommt über eine Pipeline an und wird dann später von Hammerfest mit Schiffen weiter transportiert.

Die vorgelagerte Insel ist durch einen Tunnel unter dem Meer zu erreichen, erklärt uns später eine Einheimische.

Hammerfest, Wohnmobil-Stellplatz und Besichtigung

Hammerfest: Blick über die Dächer aufs Meer und das Schiff der Hurtigruten
Blick aus dem Museumsfenster in Hammerfest auf das Schiff der Hurtigruten

Dann aber sind wir wirklich an unserem Tagesziel Hammerfest angekommen.

Schon gewusst? Wegen der Dunkelheit der langen Winternächte entstand hier an dieser Stelle in Norwegen 1891 eine der ersten Straßenbeleuchtungen der Welt. Dass die Stadt damals so fortschrittlich war, sehen wir Hammerfest heute nicht mehr an. Eine Stadt in Nordnorwegen sieht eben ganz anders aus als eine Stadt bei uns.

Am ersten Kreisel fahren wir links und immer am Wasser entlang ins Zentrum. Heute ist Sonntag und entsprechend nichts los. Auch regnet es heftig. Schade, wir wollten eigentlich die schöne Aussicht oberhalb von Hammerfest besuchen.

Wohnmobil-Stellplatz Hammerfest

Norwegentour: In Hammerfest liegt der Wohnmobil-Stellplatz in der Nähe des Hafens
Mit Blick aufs Meer und direkt neben der Stadt: Wohnmobilstellplatz in Hammerfest

Nach einer Runde über den erstaunlich gut besuchten Wohnmobil-Stellplatz Hammerfest, der direkt in der Nähe des Ortes am Wasser liegt, suchen wir uns einen alternativen Parkplatz für unseren Camper. (Vorsicht: Alle Parkplätze im Ort sind gebührenpflichtig).

Der offizielle Wohnmobil-Stellplatz von Hammerfest sieht sehr gut aus. Die Wohnmobile stehen auf befestigtem Untergrund mit Blick aufs Wasser. Es gibt Strom und eine großzügige Entsorgung. Auch eine Dusche und Toilette in einem Hotel kann in der Nähe genutzt werden.

Sehenswert: Kirche Hammerfest

Blick ins Innere der Kirche in Hammerfest
Die moderne Kirche von Hammerfest ist architektonisch den Trockengestellen für Fische nachempfunden

Gemeinsam mit den Reisenden der Hurtigruten, deren Schiff in dieser Minute im Hafen angelegt hat, werfen wir einen Blick in die moderne Kirche von Hammerfest mit dem hohen Glockenturm. Sie liegt ein wenig oberhalb des Stadtzentrums und ist architektonisch den traditionellen Trockengestellen für Fische nachempfunden, die wir unterwegs auch schon einmal gesehen haben.

Wir haben Glück, gerade ist der Gottesdienst vorbei und die Vorbereitungen für eine Taufe laufen.

Also können wir uns die Kirche anschauen. Besonders schön sind die bunten Glasfenster und die farbige Einrichtung.

Mein Tipp: Besuch im Wiederaufbaumuseum Hammerfest

Norwegen im Zweiten Weltkrieg: Einfachste Bedingungen in einer der Höhlen
Die Menschen der Region versteckten sich in Höhlen, um der Evakuierung zu entgehen

Aber das ist nur eine der möglichen Aktivitäten in Hammerfest. Um die Ecke der Kirche ist das Wiederaufbaumuseum für die Provinzen Finnmark und Nord-Troms. Da es immer noch regnet, entschieden wir uns spontan für den Besuch.

Das Museum thematisiert die dramatischen Ereignisse des 2. Weltkrieges und Zwangsevakuierung, Zerstörung und Wiederaufbau hier im Norden von Norwegen eindrucksvoll und anschaulich. Der Besuch lohnt sich (nicht nur bei Regen). Besonders die Ausstellung zu den Ereignissen in der Region im und nach dem 2. Weltkrieg, ist sehr gut aufbereitet.

Das Schicksal der Bevölkerung in Nordnorwegen steht im Museum Hammerfest im Mittelpunkt.

Norwegen und besonders die Finnmark waren während des Zweiten Weltkrieges hart umkämpft. Ab 1941 wurde die norwegische Finnmark von den deutschen Besatzern als strategisch wichtiges Gebiet angesehen. In keiner anderen Provinz waren so viele deutsche Soldaten stationiert wie hier. Die Orte der Region wurden deshalb durch die Alliierten regelmäßig bombardiert.

Evakuierung und Zerstörung prägt Nordnorwegen. Es kam noch schlimmer. Am 28. Oktober 1944 befahl Adolf Hitler die Evakuierung der Zivilbevölkerung aus der Finnmark und die Anwendung der „Taktik der verbrannten Erde“! Doch die Bevölkerung widersetzte sich. Eine der Höhlen, in der sich die Menschen zu Ende des Krieges versteckten, als die Deutschen die große Evakuierung einleiteten, ist im Museum nachgebaut.

Hier in Hammerfest im Museum wird besonders deutlich, unter welchen Bedingungen die Menschen am Ende des Krieges in der Region lebten. Etwa 25.000 Frauen, Männer und Kinder flüchteten in die Berge. Sie wollten ihr Land nicht verlassen, nahmen schwierigste Bedingungen auf sich und litten unter ständiger Angst, Kälte und Hunger.

Viele Menschen in Nord-Norwegen starben in dieser Zeit. Der Winter 1944/1945 bedeutete für die Region Finnmark die totale Vernichtung. Originale Gegenstände und Möbel aus dieser Zeit, sind im Museum in Hammerfest zu sehen. Sie wurden vergraben, um sie zu retten. Diese Gegenstände sprechen eine deutliche Sprache. Nur wenige Einwohner fanden nach dem Krieg ihr Eigentum wieder.

Im ganzen Norden von Norwegen hinterließ die deutsche Armee beim Rückzug vor den sowjetischen Soldaten nur Zerstörung.

  • Häuser, Straßen, Brücken, Fähren, alles wurde dem Erdboden gleich gemacht.
  • Auch Hammerfest wurde zwangsevakuiert und völlig zerstört, um den anrückenden Sowjetsoldaten keine Infrastruktur zu hinterlassen.

Finnmark: Schwieriger Wiederaufbau nach dem Krieg

Museum Hammerfest: Ofen und Einrichtung in einer der Baracken
Blick in eine der Baracken, die in Hammerfest bis 1970 bewohnt wurden

Doch auch nach Kriegsende blieb die Situation für die Menschen in Nord-Norwegen schwierig.

Nach dem Krieg gab es in Norwegen 22.000 zerstörte Häuser. Vor allem die aus dem Norden Evakuierten waren Flüchtlinge im eigenen Land. Obwohl ihnen die Rückkehr von der Regierung verboten wurde, kehrten viele zurück in ihre Heimat und damit in ein total zerstörtes Land.

In Etappen ging dann langsam von 1945 bis 1960 der Wiederaufbau hier in Nordnorwegen voran. Überall fehlte Baumaterial. Besondere Herausforderung für den Wiederaufbau in Nord-Norwegen war die Bürokratie. Die Regierung von Norwegen wollte den kompletten Aufbau zentral steuern, was aber auf heftigen Widerstand der gemischten Bevölkerung der Finnmark traf. Denn alle hatten andere Wünsche, wie sie wohnen wollten.

Im Wiederaufbaumuseum Hammerfest ist eine der Baracken nachgebaut, die bis 1970 bewohnt wurde. So bekommen wir ein Bild vom Leben der Bevölkerung nach dem Krieg. Immer wieder fallen uns später in Hammerfest und den anderen Orten in Nordnorwegen Gebäude auf, die nach ihrer Form früher solche Baracken gewesen sein könnten.

Eine wichtige Rolle in dieser Zeit spielten die Distriktarchitekten. Sie arbeiteten unter schwierigen Bedingungen auf engstem Raum. In diesen Räumen schliefen sie auch. Ein solches „provisorisches Büro“ ist im Museum in Hammerfest aufgebaut. Die meisten Architekten waren jung, frisch ausgebildet und kamen von weit her, um in der Finnmark zu helfen. Sie planten Häuser für tausende Menschen. Respekt vor dieser Leistung.

Museum Hammerfest: Bett und Arbeitsplatz der Architekten der Wiederaufbauhäuser
Ausstellung im Museum Hammerfest: Die Architekten arbeiteten und wohnten auf engstem Raum

Die sozialistische Regierung Norwegens setzte auf Gleichheit und gab für Hygiene und Einrichtung feste Standards vor. Die in dieser Zeit entstandenen „Wiederaufbauhäuser“ wurden „wie von der Stange“ und nach fast gleichen Plänen gebaut.

Nicht immer kam dies bei der aus verschiedenen Kulturen zusammengesetzten Bevölkerung der Finnmark an. Menschen, mit norwegischen, finnischen und samischen Wurzeln, hatten verschiedene Bedürfnisse. Traditionen der Vergangenheit sollten auch in ihren Häusern bewahrt werden. Das war so kaum möglich.

Ausstellung im Wiederaufbaumuseum in Hammerfest
Geschichte zum Anfassen: Die Wiederaufbauhäuser wurden alle nach dem gleichen Muster gebaut und eingerichtet

Fazit Museumsbesuch Hammerfest

Das Wiederaufbaumuseum ist wirklich gut gemacht. Die vielen Informationen sind anschaulich zum Fühlen und Erleben verarbeitet. Etwas Besonderes ist es, dass Besucher in die Räume und Häuser hineingehen können.

Wir haben in diesem Museum 2 Stunden verbracht und noch nicht alles gesehen. Wer die Menschen hier im Norden von Norwegen besser verstehen möchte, der findet hier wichtige Informationen. Die anderen Museen, die ich Dir empfehlen kann, sind das Museum Arktikum in Rovaniemi und das Siida am Inari-See.

Meridiansäule Hammerfest: Vermessung der Welt am Struve Meridianbogen

Erinnerung an Leistung Norwegens bei der Vermessung der Welt: Meridiansäule in Hammerfest
Der Struve Meridianbogen wurde durch Winkelmessung mit einer Kette von Dreiecken ermittelt. Ein Ende ist im Vorort von Hammerfest.

Die Meridiansäule im Vorort von Hammerfest Forsøl in Fuglenes wollen wir als Nächstes sehen. Sie erinnert an die Vermessung des Erdballs.

  • 1844 wurde von Hammerfest im Norden bis zum Schwarzen Meer im Süden (2821.853 Meter) der Erdball vermessen.
  • Daraus wurde dann der Weltumfang berechnet.
  • Der Deutschbalte Friedrich Georg Wilhelm Struve war im Auftrag von Russland für das große Projekt zuständig und damit von 1816 bis 1855 beschäftigt.
  • Norwegen beteiligte sich ab 1845.
  • Durch Winkelmessung mit einer Kette von Dreiecken, wurde der Weltumfang ermittelt, steht auf der Informationstafel vor Ort. Wirklich außergewöhnlich, was hier geleistet wurde.
  • In der Finnmark gibt es vier Messpunkte des Projektes, erfahren wir. Am bekanntesten ist die Meridiansäule in Hammerfest.
  • Der Struve Meridianbogen wurde als erstes technisch-wissenschaftliches Objekt in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Fazit Besuch in Hammerfest

Lohnt sich ein Besuch in Hammerfest? Ich finde ein Besuch in Hammerfest gehört zu einer Rundreise mit dem Wohnmobil durch Norwegen oder einem Roadtrip zum Nordkap dazu. Die Stadt im hohen Norden ist ganz anders als unsere Vorstellungen von einer Stadt, darauf muss man sich einlassen. Angeboten werden verschiedene Aktivitäten. Es gibt auch mehrere außergewöhnliche Ziele in Hammerfest, wie das Wiederaufbaumuseum oder die Meridiansäule Hammerfest. Dazu kommt ein Wohnmobil-Stellplatz direkt am Wasser.

Nützlich für Deine Reise ist auch meine Wohnmobil-Packliste.

Weiterfahrt durch Norwegen von Hammerfest nach Süden

Die Straße durch Norwegen zieht sich wie ein Band durch das Land
Fahrt durch Norwegen mit Wohnmobil auf der Hochebene zwischen Skaidi und Alta

Auf einen Aufstieg über die Treppen auf den Hausberg von Hammerfest (in der Nähe des Wiederaufbaumuseums) und zum Aussichtspunkt Salen verzichten wir. Der Regen ist einfach zu heftig. Bei gutem Wetter gibt es von oben einen herrlichen Blick auf die Stadt, den Hafen und das Meer. Mit dem Auto kann der Aussichtspunkt Salen über Umwege ebenfalls erreicht werden, aber leider hat sich alles zugezogen.

Den Eisbärenclub in der Touristeninformation lassen wir ebenfalls aus. Er hat am Wochenende geschlossen.

Heute ist leider wirkliches „Mistwetter“, deshalb setzen wir unsere Wohnmobiltour durch Norwegen weiter in Richtung Alta fort. Es geht dafür zuerst zurück nach Skaidi, dann an einem Fluss entlang und weiter über eine faszinierende Hochebene. Auf den Bergen liegt auch jetzt im Juni Schnee.


Am Tag vorher waren wir nach dem Besuch am Nordkap mit Camper in Honningsvåg und auf der Landschaftsroute Havøysund. Weiter geht unsere Fahrt mit Wohnmobil nach Alta, wo wir die Felsritzungen besichtigen, die zum Weltkulturerbe gehören. Auch einen Tipp für einen Freistehplatz mit dem Wohnmobil gibt es dazu.


Herzlichen Dank an die Verantwortlichen des Wiederaufbaumuseums für den freundlichen Empfang und die Erlaubnis zu fotografieren und zu filmen.


Mit Wohnmobil in Norwegen: Hammerfest

Hammerfest Sehenswürdigkeiten

  • Kirche: Kirkegata 21, 9600 Hammerefest.
  • Wiederaufbaumuseum: Kirkegata, 9600 Hammerefest.
  • Eisbärclub (Isbjørnklubben), Strandgata 29, 9600 Hammerfest: Achtung, die königliche und alte Eisbär-Gesellschaft ist umgezogen (Samstag/Sonntag geschlossen)
  • Aussicht über Hammerfest vom Aussichtspunkt Salen
  • Wanderung zum „Storfjellet“
  • Meridiansäule Hammerfest

Ausführliche Tipps zu Aktivitäten in Hammerfest, Sehenswürdigkeiten und Essen & Trinken und tolle Fotos gibt es auf der Homepage des Fremdenverkehrsbüros Hammerfest.

Wohnmobilstellplatz Hammerfest / Camping Hammerfest

In Hammerfest selbst gibt es keinen Campingplatz. Aber mit dem Camper kannst Du dennoch hier übernachten.

Hammerfest, Norwegen, im Winter

Wohnmobil-Reiseführer Nord-Norwegen

Rundfahrt durch Norwegen mit Wohnmobil: Ein Tag in Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt. Besuch im Wiederaufbaumuseum, bei der Meridiansäule, Check Wohnmobilstellplatz #Norwegen #hinfahren #Wohnmobiltour #Museum

Viel Spaß in der Finnmark und in Hammerfest, Norwegen, es ist eine wunderbare Region. Inzwischen wird im Hafen von Hammerfest auch immer wieder ein Beluga-Wal gesehen. Unsere nächste Fahrt nach Norwegen führt sicher wieder in die Finnmark und nach Hammerfest. Ich hoffe, dann den Wal vom Wohnmobil-Stellplatz aus zu sehen.


Unsere Reise durch Norwegen setzen wir von Hammerfest nach Süden und mit einem Besuch der Felsritzungen Alta fort, die zum Weltkulturerbe gehören und wo wir auch mit dem Wohnmobil übernachten.

Wichtige Fragen zum Urlaub in Hammerfest

Lohnt sich Hammerfest?

Lohnt sich ein Besuch in Hammerfest in Norwegen? Das zu beantworten, ist gar nicht so leicht. Wenn Du sowieso in der Region bist (zum Beispiel bei der Rückfahrt vom Nordkap), solltest Du vorbeifahren. Der Abstecher von der E6 ist nicht zu weit (55 Kilometer) und führt über die R94, die sich sehr gut fahren lässt. Die Fahrt dauert rund eine Stunde. Hammerfest hat keinen malerischen Stadtkern, aber der Besuch ist dennoch interessant. Besonders lohnenswert ist es, wenn der Belugawal im Hafen von Hammerfest zu Besuch ist. Ich fand das Wiederaufbaumuseum sehr sehenswert. Du kannst in Hammerfest auch Mitglied im Eisbärenclub werden.

Was sind mögliche Aktivitäten in Hammerfest?

Was Du in Hammerfest unternehmen kannst, hängt von der Jahreszeit und vom Wetter ab. Im Winter ist Hammerfest ein idealer Ort zur Beobachtung von Polarlichtern, im Sommer siehst Du hier gut die Mitternachtssonne. Angeboten werden Bootstouren zum Fischen oder zur Vogelbeobachtung, verschiedene Ausflüge und Begegnungen mit Sami oder Rentieren. In Hammerfest selbst lohnt sich der Besuch im Wiederaufbaumuseum, der Aufstieg zum Aussichtspunkt Salen und ein Stopp an der Meridiansäule Hammerfest.

Wohin im Urlaub in Hammerfest, Norwegen

Wenn Du in Hammerfest Urlaub machst, kannst Du verschiedene außergewöhnliche Dinge in der Stadt besuchen. Lohnenswert sind verschiedene Ausflüge mit dem Boot. Unbedingt solltest Du mit dem Auto auch die Landschaftsroute Havoysund fahren.

Gibt es in Hammerfest einen Campingplatz?

Nein, in Hammerfest gibt es keinen Campingplatz. Der nächste Campingplatz befindet sich in Russenes (Laatste camping) etwa 80 Kilometer entfernt in Richtung Nordkap. Aber Du kannst dennoch mit dem Camper in Hammerfest übernachten, denn es gibt zwei Wohnmobilstellplätze.

Wo liegt Hammerfest?

Hammerfest befindet sich ganz im Norden von Norwegen an der Küste. Rund 200 Kilometer sind es von Hammerfest zum Nordkap. Die nächste Stadt nach Süden ist Alta, das rund 140 Kilometer entfernt ist.

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Autor

Ich bin Journalistin, Autorin und seit über 50 Jahren leidenschaftliche Camperin. Mit meinem Kastenwagen-Wohnmobil bin ich in ganz Europa unterwegs, zwischen Südspanien und Nordkap. Hier zeige ich die schönsten Reiseziele im Camper, Routen zum Nachfahren und gebe Hilfe und Beratung zu Camping und Wohnmobil. Viele Tipps bekommst Du auch in meinen Wohnmobil-Reiseführern.