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Nordkap mit Wohnmobil 8: Norwegen – Tana-Fluss und Trollholmen

Auf der E6 fahren wir direkt am Porsanger-Fjord entlang

Trollholmen, die skurrile Steinformation, & den Tana-Fluss solltest Du auf dem Weg mit Wohnmobil zum Nordkap auf keinen Fall verpassen! Wir sind mit dem Wohnmobil unterwegs durch Nord-Norwegen. Die letzten Kilometer vor dem Nordkap, entlang des Tana-Flusses, am Porsangerfjord, zu den Steinen von Trollholmen und über die Nordkap-Halbinsel, sind gespickt mit Erlebnissen und Impressionen. Es erwartet uns und Dich eine spektakuläre Fahrt durch wilde ursprüngliche Landschaften.

Roadtrip mit Wohnmobil zum Nordkap – Tana-Fluss und Trolle von Trollholmen

Die norwegische Finnmark gefällt uns sehr gut. Die Fahrt mit unserem Wohnmobil entlang der russischen Grenze im absoluten Norden von Norwegen bei Kirkenes und über die Varanger-Halbinsel war spektakulär. Jetzt wollen wir noch mehr von der Region in Nord-Norwegen mit unserem Wohnmobil sehen und fahren weiter in Richtung Nordkap.


Wo wir leckere Königskrabben gegessen haben und warum sich auf dem Weg zum Nordkap der Abstecher nach Varanger unbedingt lohnt erfährst Du hier.


In Tana Bru, der größten Gemeinde der Region mit Tankstelle und Supermarkt, gibt es mehrere Varianten zur Weiterfahrt.

  • Mehr von der spektakulären Halbinsel Varanger erlebst Du, wenn Du auf der 890 bis nach Berlevag fährst, Dir dafür viel Zeit nimmst und dann wieder nach Tana Bru zurück kommst, denn von dort geht es nicht weiter.
  • Eigentlich wollten wir danach den Tana hinauf zur Mündung fahren und die E98 nehmen, die auch als „Eismeerstraße“ bezeichnet wird, und von dieser Abstecher machen. In Lakselv wollten wir dann wieder auf die E6 treffen.
  • Mehrere Tage hatten wir für diese Abstecher eingeplant und uns riesig auf diese Tour gefreut.

Leider ist Sturm, das Wohnmobil wird kräftig durchgeschüttelt und der Wetterbericht für das Nordkap kündigt dort ebenfalls schlechtes Wetter an (und das im Juni). Deshalb entschließen wir uns schweren Herzens auf die Entdeckung der anderen Seite der Varanger-Halbinsel und den Besuch des nördlichsten Leuchtturms der Welt in Gamvik zu verzichten.

Es war die richtige Entscheidung, erfahren wir später von anderen Wohnmobil-Fahrern, die gezwungen waren wegen des Wetters im Inneren des Landes Schutz zu suchen und gar nicht bis zu den von uns angepeilten Reisezielen am norwegischen Eismeer durchkamen.

Wenn Du aber die Möglichkeit hast, dann plane diesen Teil von Nordnorwegen mit auf Deine Reiseroute zum Nordkap ein.

Falls Du länger in dieser Region bleibst. Übernachten in Tana Bru kannst Du auf dem Campingplatz direkt am Fluss, der zum Hotel gehört.

Campingplatz Tana Bru

Auf der E6 in Norwegen am Tana-Fluss entlang

  • Die Alternative ist die E6 nach Karasjok.
  • Das sind etwa 180 Kilometer entlang des Flusses Tana, auf den wir ebenfalls neugierig sind.
  • Auf der breiten Straße am Fluss entlang, die auf der norwegischen Seite fast schnurgerade verläuft, lässt es sich mit Wohnmobilen jeder Größe zügig fahren.
  • Es sind zwar mehr Kilometer, aber diese sind gut zu bewältigen.
  • Hier ist eine ganz andere Landschaft, als am Meer.
  • Entlang des mächtigen Flusses Tana blüht in Norwegen die Landwirtschaft und erscheint manchmal regelrecht „sanft“.
  • Wie müssen sich die Samen gefühlt haben, die hierher aus den an Russland gefallenen Gebieten am Meer umgesiedelt wurden?

Mal verläuft der Grenzfluss Tana, Tanaelva auf Norwegisch und Tenojoki auf Finnisch, sanft und hat weite Sandstrände am Ufer. Dann gibt es schroffe Felsen oder er fließt dramatisch mit reißenden Stromschnellen.


TIPP: Wenn Du lieber noch näher am Fluss entlang fahren möchtest, musst Du an der Straßenkreuzung Skiippagurra nach links abbiegen und die 895 fahren. Auf dieser Strecke fährst Du später auf der 970 durch Finnland und bist auf der schmalen Straße immer sehr nahe am Tana-Fluss.


Seit Jahrhunderten werden hier von den Bewohnern Lachse gefangen. An einigen Stellen erhaschen wir von der Straße aus Blicke auf den Fluss und die Stromschnellen. Auf der anderen Uferseite ist Finnland – der Fluss Tana bildet die Grenze. Die Straße auf der anderen Seite des Flusses sehen wir nur, wenn wir danach suchen.

Der Tana ist Grenzfluss und an einigen Stellen sehr wild
Stromschnellen im Fluss Tana
  • Über eine riesige Brücke und an neuen Zollanlagen vorbei, fahren wir mit unserem Wohnmobil auf die andere Seite des Tana nach Finnland in den kleinen Ort Utsjoki.
  • Die Sápmi Brücke findest Du hier auf Google-Maps.
  • Unser Plan, im finnischen Utsjoki „günstigen“ Diesel zu tanken, misslingt aber leider. Die Dieselsäule ist geschlossen.
  • Für einen Mittagslunch sind wir wegen der Zeitumstellung auch zu spät.
  • Der Ort erscheint uns bei der Durchfahrt wie ausgestorben, aber das liegt wohl an der Uhrzeit und dem nicht ansprechenden Wetter.

Wenn Du einen Übernachtungsplatz suchst, hier in Finnland gibt es den relativ gut ausgestatteten Campingplatz Camping Lapinkylä Utsjoki Oy.

Wir wollen aber lieber weiter in Richtung Nordkap fahren.

  • Also doch wieder ohne Pause zurück über die Brücke nach Norwegen und weiter die E6 entlang.
  • Es geht durch nördliche Wälder und auf hohe Berge zu, die sich in Wolken verstecken.
  • In Karasjok, einem der Hauptzentren der norwegischen Samen, tanken wir unser Wohnmobil für 1.370 Kronen voll, fast 145 Euro. Der Liter Diesel kostet hier oben im Norden über 1,70 Euro.
Mit dem Wohnmobil durch Norwegen: E6 bei Karasjok
Wir fahren auf der E6 durch arktische Landschaften auf ein Gebirge zu

Zwischenstopp auf einem Campingplatz am See

Nach den vielen Eindrücken in Schweden, Finnland, am Eismeer und in der Finnmark brauchen wir jetzt erst einmal eine Pause und eine warme Dusche. Die Beschreibungen der Campingplätze in der Region um Skoganvarre sind nicht so besonders prickelnd.

Aber dann finden wir doch ein geöffnetes Fischercamp unterhalb des Porsangermoen fast neben der Durchgangsstraße, wo wir unser Wohnmobil auf einer Wiese einparken. Der Platz ist fast leer, nur einige der Hütten sind bewohnt. Die Sanitäranlagen der Männer werden gerade renoviert. Die Frauenwaschräume und Toiletten sind noch alt, aber sehr sauber und es kommt ganz viel warmes Wasser aus den Duschen. Gemeinsame Nutzung ist angesagt. Es ist ja noch nichts los, da geht das schon.

Wohnmobil auf dem Campingplatz in Nordnorwegen
Zwischenstopp auf dem Campingplatz

Das Beste am Platz ist aber die Sonne, die uns hier am späten Abend etwas wärmt. Wir können sogar draußen kochen. Super ist auch das starke W-LAN (im Preis inbegriffen), das erlaubt, erste Eindrücke unserer Reise zum Nordkap mit Wohnmobil ins Netz zu stellen. Nachts scheint wieder die Sonne und es ist taghell.

Falls Du auch hier anhalten willst, der Campingplatz Skoganvarre Villmark liegt in einem Tal zwischen Hochebenen, am Ufer des naturschönen Øvrevatn-Sees und nicht weit weg von der E6. Es gibt Hütten, eine Wiese für Wohnmobile und Wohnwagen und ein Restaurant.

Frisch gestärkt starten wir am nächsten Morgen die letzte Reise-Etappe mit Wohnmobil zum Nordkap. Vom Campingplatz sind es noch 26 Kilometer nach Lakselv und 218 Kilometer bis zum Nordkap, dafür brauchen wir mehr als einen halben Tag, denn überall gibt es etwas zu sehen.

Der schnellste Weg zum Nordkap mit dem Wohnmobil
Bald geschafft: Noch 181 Kilometer zum Nordkap

Trolle von Trollholmen am Porsangerfjord: Unbedingt am dem Weg zum Nordkap anschauen

  • In Lakselv treffen wir auf unsere ursprünglich geplante Reiseroute zum Nordkap wieder. Hier wären wir nach unserem Abstecher zum Leuchtturm von Gamvik angekommen.
  • Ab hier führt die E6 in Richtung Nordkap direkt am Porsangerfjord entlang, dem wir mit unserem Wohnmobil folgen.
  • Es ist Ebbe, Himmel und Wolken spiegeln sich im Wasser.
  • Immer wieder gibt es schöne Blicke auf den Fjord, das Wasser und die Berge.
Norwegen: Blick von der E6 auf den Fjord
Die Straße zum Nordkap führt immer am Fjord entlang
Wohnmobile in Nordnorwegen ab der E6
Parkplatz an der E6 mit Blick auf den Porsangerfjord

Ein Abstecher steht noch an. Im Internet habe ich den Hinweis auf besondere Steinformationen gefunden, die wir suchen wollen. Der Abzweig zu den Steinformationen Trollholmen ist mit Kolvik / Trollholmsund beschildert. Hier verlassen wir die E6. Ein kleiner Abstecher, der sich schon wegen der vielen schönen Fotomotive am Wegesrand und vor allem am Ziel lohnt und den ich Dir unbedingt empfehle.

  • Die schmale Straße windet sich entlang kleiner Buchten mit glasklaren Wasser in verschiedenen Blau- und Grüntönen.
  • Felsen und bunte Häuschen laden immer wieder zum Anhalten und Schauen ein.
  • Etwa fünf Kilometer sind es bis zum Parkplatz, von dem wir nach einer kleinen Wanderung die „Trolle von Trollholmen“ erreichen.
  • Hier ist genügend Platz für das Wohnmobil und auch Übernachten möglich. Und auch eine neue Toilette wurde installiert. (Das Foto zeigt den Parkplatz vor dem Umbau)
  • Nebenan sind nur ein Haus und ein Bauernhof.
  • Parkplatz Trollholmsund auf Google Maps
Parkplatz am Trollholmen
Von hier startet die Wanderung zu den Trollen. Auf dem Parkplatz ist auch Übernachten möglich
  • Mit etwas Suchen finden wir den Einstieg in die Trollholmen-Wanderung.
  • Der Weg ist mit Holzpfosten markiert und geht um den Bauernhof am Ende des Zufahrtsweges herum über Wiesen und Anhöhen.
  • Die Ausblicke auf den Fjord sind wunderschön.
  • Es ist kühl, aber immer wieder glitzert das Meer in der Sonne.
  • Auf der anderen Seite des Porsanger regnet oder schneit es.
Fjord mit Bucht und Insel in Nordnorwegen
Blick auf den Porsangerfjord

Die „Trolle“ von Trollholmen sind von Wind, Wasser und Frost gestaltete Pfeiler aus Dolomitgestein. 700 Millionen Jahre alt sind dieser Formationen. Mit etwas Phantasie kannst Du die Gestalt der Trolle in den hohen Säulen erkennen. Die Gesteinsformationen sind richtig hoch, dazwischen kommen wir uns klein vor, überraschend.

Hier findest Du die Trolle von Trollholmen auf Google-Maps.

Mehr Infos zur Region findest Du auf dieser norwegischen Homepage, für die es auch eine deutsche Übersetzung gibt.

Trollholmen: Nach der Legende sollen Trolle versucht haben, über das Meer einen Schatz in Sicherheit zu bringen. Sie haben es nicht mehr geschafft und wurden von der Sonne zu Stein verwandelt. Jetzt stehen sie hier an der Spitze der Halbinsel als Formation im Halbrund.

Einfach nur schön ist es hier.

Wir verbringen fast eine Stunde in Trollholmen und genießen die wechselnden Ausblicke.

Steinformationen am Trollholmsund in Norwegen
Nach einer kleinen Wanderung sehen wir die sagenhaften zu Stein gewordenen Trolle
Trolle von Trollholmen am Porsangerfjord
Nach der Sage hat die Sonne die Trolle am Trollholmen in Stein verwandelt
Trolle von Trollholmen in Norwegen
Die mächtigen Steinformationen Trollholmen wurden von Wasser, Wind und Frost geformt
Die Bucht am Trollholmsund in Norwegen
Der Blick auf den Fjord ist einfach magisch

Unbedingt anhalten!!! Der Abstecher zum Parkplatz am Trollholmen ist nur fünf Kilometer, die kleine Wanderung dauert keine zehn Minuten.

Die Trolle von Trollholmen sind ein echtes Highlight auf dem Weg mit dem Wohnmobil zum Nordkap und der Abstecher ist wirklich nicht weit. Rund zwei Stunden solltest Du aber für den Abstecher einplanen, denn überall gibt es etwas zu sehen und zu entdecken.

Jetzt freuen wir uns auf das nächste Abenteuer und darauf, das Nordkap zu erreichen.

Norwegen-Tipps Übernachten mit dem Wohnmobil am Porsangerfjord

  • Skoganvarre Villmark, Campingplatz 26 Kilometer vor Lakselv  und 218 Kilometer bis zum Nordkap
  • Parkplatz an der E6 am Porsangerfjord
  • Parkplatz Trollholmen

Auf dem Weg zum Nordkap fahren wir auf der E6 am Tana-Fluss und entlang des Porsangerfjord. Highlight sind die Trolle von Trollholmen #Wohnmobil #Wohnmobiltour #Norwegen #Norwegenurlaub


Unsere Fahrt geht weiter am Porsangerfjord entlang und wir erreichen endlich unser Ziel, das Nordkap. Im nächsten Beitrag berichte ich ausführlich mit vielen Tipps.

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6 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Uwe Dietel sagt:

    Hallo! Genau was ich gesucht habe. Eine Frage hätte ich noch, gibt es ein Tankstellen Verzeichnis für die Route?

    1. Katja sagt:

      Ich habe keins gemacht. In Nordfinnland und Nord-Norwegen gibt es an den wichtigsten Straßenkreuzungen Tankstellen. Wenn Du die Route in Google nachschaust, findest Du sie. Weiter gute Vorbereitung. Liebe Grüße Katja

  2. Steffi sagt:

    Hallo Katja,
    Du hast wirklich einen schönen Block und mich für unsere Nordkapptour die Mittwoch starten soll sehr inspiriert.Irgendwo habe ich etwas über eure Art die Plätze zu finden gelesen,finde es aber gerade nicht wieder.Kannst du mir auf die Sprünge helfen?War das eine App?Wenn ja welche?Oder ein Reiseführer?Habt ihr euch im Vorfeld die Campingcard geholt?Brauchtet ihr Bargeld auf den Plätzen?Oder ging das alles mit Visa und EC?

    1. Katja sagt:

      Dank liebe Steffi, das freut mich, dass Dir mein Blog gefällt.
      1. Wie finden wir unsere Plätze, ich hatte verschiedene Führer dabei und habe hautsächlich die App von Campercontact verwendet. Mehr Infos dazu findest Du in hier https://hin-fahren.de/nordkap-tour-1-vorbereitungen/
      2. Campingcard (Camping Key vom ADAC) haben wir uns im Vorfeld geholt, sie ist verpflichtend. In Norwegen wurde sie nicht verlangt, in Finnland und in Schweden wurde sie verlangt.
      3. Bargeld haben wir auf einem Campingplatz nur in Finnland gebraucht, und das ist EU, also Euro. Oft brauchst Du kleine Münzen zum Duschen, aber die kannst Du an der Rezeption verlangen, wir waren in der Nebensaison und da waren die Automaten ausgeschaltet. :-). Die Stellplätze, die wir benutzt haben waren fast alle frei. Es gibt aber Plätze oder Privatstraßen, wo auf Vertrauensbasis Geld irgendwo eingeworfen wird, da brauchst Du Bargeld. Aber das ist nicht viel. Wir haben uns nach dem Grenzübertritt einen Geldautomaten gesucht und eine kleine Menge Geld geholt. Auf einem Stellplatz wurde mit Karte am Automaten bezahlt. Auf den Campings auch Karte, auch die im Nirgendwo mit Rezeption im Wohnwagen. Ich hatte Visa, Maestro und EC Karte dabei. Um auf der sicheren Seite zu sein, besonders beim Tanken.
      Falls Du noch Fragen hast, einfach her damit und weiter viel Freude bei der Vorbereitung
      Katja

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