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Atlantikstraße Norwegen mit dem Wohnmobil: die berühmte „Straße im Meer“

Eine kurvenreiche Straße mit Leitplanken führt mit dem Wohnmobil einen steilen Anstieg auf der Atlantikstraße hinauf, umgeben von felsigem Gelände und Wasser. Auf der Brücke sind Autos und Wohnmobile zu sehen; im Hintergrund ragen nebelverhangene Berge und ein bewölkter Himmel empor.

Aktualisiert am 29. Juli 2026

Die Atlantikstraße ist für mich eine der schönsten Straßen in Norwegen. Wir haben sie bei ordentlichem Wind und Sturm erlebt. Das war sehr eindrucksvoll. Genau das macht sie so besonders. Wenn die Wellen über die geschwungenen Brücken schlagen, verstehst Du, warum sie „Straße im Meer“ genannt wird.

Anfahrt konkret: Zur Atlantikstraße kommst Du von Kristiansund durch den Atlanterhavstunnel oder von Molde über die Rv64.

Hier erfährst Du alles, was Du für die Fahrt über die Atlantikstraße (Atlanterhavsveien) in Norwegen mit dem Wohnmobil wissen musst: wo sie verläuft, wie lang sie ist, ob Maut anfällt, wann die beste Reisezeit ist und wo Du in der Nähe gut mit dem Camper stehst. (Wir haben die Straße auf unserer großen Runde zum Nordkap besucht, auf dem Weg von Trondheim kommend.)

Die Atlantikstraße auf einen Blick

  • Was: die Atlanterhavsveien, „Straße im Meer“ – eine der berühmtesten Straßen der Welt und offizielle norwegische Landschaftsroute (Nasjonale turistveg)
  • Wo: an der Küste zwischen Kårvåg (Averøy) und Bud, bei Kristiansund/Molde, auf der Reichsstraße Rv64
  • Länge: Die ganze Landschaftsroute misst rund 36 km, der spektakuläre Brücken-Abschnitt mit 8 Brücken ist 8.274 m lang.
  • Highlight: die geschwungene Storseisundbrua, die sich auf 23 Meter aufschwingt, und der Aussichtsweg auf der Insel Eldhusøya (Parkplatz, Café, Toiletten)
  • Maut: Die Atlantikstraße ist mautfrei, auch der Atlantiktunnel ist seit Juli 2020 kostenlos.
  • Beste Zeit: ganzjährig fahrbar, im Sommer fast immer entspannt, im Herbst besonders dramatisch mit hohen Wellen und Wind. Im Winter vorab die Angaben der Straßenbehörde prüfen.
  • Tipp für Gespanne: Bei starkem Wind auf den Brücken den Wohnwagen lieber auf einem Campingplatz abstellen und nur mit dem Pkw fahren.

Höhepunkt Norwegen mit Wohnmobil: Fahrt über die Atlantikstraße

Ein braunes Straßenschild mit weißer Beschriftung trägt die Aufschrift „Atlanterhavsvegen“ und steht inmitten grüner Bäume und Laub, im Hintergrund sind ein bewölkter Himmel und Wasser zu sehen – ideal, um die Atlantikstraße mit dem Wohnmobil zu erkunden.
Hier ist der Start der Atlantikstraße. Sie gehört zu den 18 norwegischen Touristenstraßen.

Zwischenstopp Trondheim

Vor der Atlantikstraße haben wir in Trondheim Halt gemacht, der drittgrößten Stadt Norwegens. Der mächtige Nidarosdom, die alte Brücke Gamle Bybro und die bunte Altstadt Bakklandet haben uns gut gefallen, auch wenn uns Baustellen und ungemütliches Wetter den Aufenthalt verkürzt haben. Meinen ausführlichen Bericht mit allen Tipps zu Wohnmobil-Stellplätzen liest Du hier: Trondheim mit dem Wohnmobil.

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Anfahrt über Kristiansund

Eine felsige Küste, an der sich unter bewölktem Himmel die Wellen am Ufer brechen. Ein einzelner Vogel fliegt über dem Wasser in der Nähe entfernter Felsen und vermittelt die ruhige Schönheit einer Reise auf der Atlantikstraße mit dem Wohnmobil, umgeben von gedämpften Farben und sanftem Licht.
Die Küste Hustadvika ist felsig und stürmisch. Schiffe müssen hier vorsichtig fahren.

Wir fahren von Trondheim über Kristiansund zur Atlantikstraße. Der Ort liegt auf vier Inseln und ist umgeben von Wasser. Hier gibt es schöne, bunte Häuser und eine Anzahl attraktiver Cafés und Restaurants. Wenn Du genügend Zeit hast und das Wetter nicht zu schlecht ist, halte an. Ein Spaziergang lohnt sich wirklich und vermittelt Dir echtes Norwegen-Feeling. Sehr empfehlenswert ist auch eine Bootsfahrt zum rauen und idyllischen Grip-Archipel. In Kristiansund findest Du auch mehrere Campingplätze. Der Byskogen Camping liegt etwas weiter weg vom Zentrum, macht aber einen guten Eindruck. Doch bei unserem Besuch ist das Wetter schlecht, es regnet immer wieder heftig und der Wind peitscht von allen Seiten auf uns ein.

So entscheiden wir uns dafür, gleich weiterzufahren. Dafür folgen wir der Reichsstraße 64 und erleben die Atlantikstraße als weiteren Höhepunkt in Norwegen mit Sturm.

Atlantikstraße Norwegen: Zwischen Wasser und Himmel

Das Bild zeigt den Eingang zum Atlanterhavstunnelen auf der berühmten „Atlantikstraße mit Wohnmobil“-Route, der sich durch felsiges Gelände schlängelt. Ein blaues Schild weist auf seine Länge von 5,7 km hin; die beleuchtete Tunnelstraße ist leer und am Eingang von Gras und Felsen umgeben.
Der Atlantiktunnel verläuft fast 6 Kilometer unter dem Meer entlang. Er ist inzwischen mautfrei.

Und schon haben wir den über 5.700 Meter langen Atlantiktunnel erreicht, der bis zu 250 Meter tief unter der Meeresoberfläche verläuft. Jetzt ist es endlich nicht mehr weit. Zwischen Kårvåg und Bud verläuft die Landschaftsroute Atlanterhavsvegen (Atlantikstraße). Sie ist eine der 18 offiziellen norwegischen Landschaftsrouten (Nasjonale turistveger, offizieller Link zur Atlantikstraße) und hat eine Länge von 36 Kilometern, die wir jetzt gespannt angehen.

Atlantikstraße Norwegen: Gebühren (mautfrei)

Auf der Atlantikstraße selbst wird heute keine Maut mehr erhoben. Dabei war der Bau sehr aufwendig. Schon die Planung der norwegischen Traumstraße mit den Atlantik-Brücken dauerte rund 100 Jahre. Durch die Streckenführung direkt am Atlantik und mit aufwendigen Brücken über verschiedene Inseln kostete der Bau etwa 15 Millionen Euro. Wie sonst auch in Norwegen üblich, wurde in den ersten Jahren nach Fertigstellung für die Fahrt über die Atlantikstraße Maut verlangt, um die Baukosten zu refinanzieren. Inzwischen werden auch für den Atlantiktunnel, den Du von Trondheim und Kristiansund kommend durchquerst, um zur Atlantikstraße (Atlanterhavsveien) zu fahren, keine Gebühren mehr verlangt. Er ist seit Sommer 2020 mautfrei.

Fischerdorf Håholmen

Ein rotes Holzhaus steht an einem felsigen Ufer direkt am Wasser, im Hintergrund sind Hügel und Grünflächen unter einem bewölkten Himmel zu sehen – perfekt für einen Ausflug auf der Atlantikstraße mit dem Wohnmobil.
Die Küste in diesem Teil Norwegens ist wild und rau.

Gleich nach dem Schild, das die Landschaftsroute Atlantikstraße ankündigt, erreichen wir einen Parkplatz (Parkplatz auf Google-Maps). Hier gibt es einen Hinweis auf das Fischerdorf Håholmen. Die kleine Siedlung wie aus dem Bilderbuch besteht aus 30 Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert mit rot leuchtenden Fassaden. Im Ort befinden sich eine Bäckerei, eine Kneipe und ein empfehlenswertes Fischrestaurant. Dieser malerische Ort ist nur mit dem Boot zu erreichen, und das fährt wegen des aktuellen starken Windes (es ist Sturm an der Atlantikstraße) leider gerade nicht.

Höhepunkte Atlantikstraße: Storseisundbrua & Eldhusøya

Eine geschwungene Brücke überspannt das Wasser mit seinen felsigen Ufern unter einem bewölkten Himmel. Die Leitplanke im Vordergrund ist mit bunten Aufklebern übersät, während ein Wohnmobil die berühmte Atlantikstraße entlangfährt. In der Ferne sind Hügel und Inseln zu sehen.
Acht Brücken bilden den bekanntesten Teil der Atlantikstraße.

Und dann folgt auch schon das spektakuläre Stück der Atlantikstraße mit Straßen und Brücken über dem Meer. Der 1989 fertiggestellte Abschnitt der beliebten Landschaftsroute Norwegens ist 8.274 Meter lang und eine echte Leistung der Ingenieure. Acht Brücken schwingen sich über den offenen Atlantik und verbinden Inseln, Holme und Schären miteinander.

Die berühmteste ist die Storseisundbrua, die sich in einem kühnen Bogen auf 23 Meter Höhe hinaufschraubt. Aus dem richtigen Blickwinkel sieht es aus, als würde die Straße mitten im Nichts abbrechen, weshalb sie auch „die Brücke ins Nichts“ genannt wird. Jede der Brücken schenkt Dir einen neuen Blick aufs Meer, und wenn wie bei uns ein Sturm tobt, schlagen die Wellen bis auf den Asphalt. Ein Erlebnis, das ich nie vergesse.

Eine geschwungene Küstenbrücke, die Teil der Route „Atlantikstraße mit Wohnmobil“ ist, erhebt sich über felsigem Gelände, mit Grasflächen und fernen Bergen unter einem bewölkten Himmel. Das Foto trägt unten rechts den Text „Hin-Fahren“.
Die Storseisundbrua gehört zu den architektonischen Highlights der Landschaftsroute.

Einen Stopp solltest Du Dir auf keinen Fall entgehen lassen: die kleine Insel Eldhusøya. Hier gibt es einen Parkplatz, ein Café und Toiletten (Parkplatz auf Google Maps). Um die Insel führt ein ganz besonderer Rundweg. Er besteht aus Metallgittern, die auf Pfählen über der Landschaft schweben, damit die empfindliche Natur darunter geschützt bleibt. Von dem Steg hast Du einen herrlichen Blick auf die geschwungene Storseisundbrua, den Atlantik und die vorgelagerten Inseln. Bei uns pfiff der Wind so heftig, dass der Spaziergang zur kleinen Mutprobe wurde. Bei schönem Wetter kann man die wilde Landschaft der Hustadvika von hieraus intensiv genießen. Wenn man sich darauf einlässt, fühlt man sich, als wäre man ein Teil davon.

Eine nasse, kurvenreiche Straße schlängelt sich bergauf, flankiert von Metallleitplanken auf beiden Seiten. Rechts steht ein 60-km/h-Schild. Die neblige Szenerie weckt den Nervenkitzel einer Fahrt auf der Atlantikstraße mit dem Wohnmobil, da die Straße in den Wolken zu verschwinden scheint.
Die Fahrt über die Atlantikstraße führt übers Meer über mehrere spannende Brücken.

Beim heutigen schlechten Wetter ist es schwer, schöne Fotos zu machen, und auch der Spaziergang macht keinen Spaß, leider. Die bekannte Storseisund-Brücke ist aber wirklich faszinierend.

Beliebtes Angelrevier (Myrbærholmbrua)

Dieses Stück der norwegischen Atlantikstraße ist auch beliebt zum Angeln. Ein kleines Stück weiter ist der ideale Parkplatz für Angler (Parkplatz Skipsholmen auf Google-Maps). Auf der Myrbærholmbrua wurden extra Stege für Angler angebracht, die hier immer wieder reiche Beute einbringen. Auch wenn Du nicht angelst, der Stopp lohnt sich, wenn Du bei Deiner Fahrt durch Norwegen hier vorbeikommst. Von hier gibt es beeindruckende Ausblicke auf den Atlantik und die Umgebung. Es folgen noch weitere kleine Parkplätze. Immer wieder erlebst Du beim Anhalten neue Eindrücke.

Atlantikstraße bei Sturm

Fahrt über die Atlantikstraße Norwegen bei Sturm

Trotz des Sturms lässt sich an diesem Tag die spektakuläre Strecke der Atlanterhavsveien auch mit Wohnmobil gut fahren. Wohnwagen kommen uns an diesem Tag keine entgegen. Ich glaube, für Gespanne wäre der Wind auf den Atlantik-Brücken auch zu heftig. Eine gute Lösung ist es, bei starkem Wind den Caravan auf einem Campingplatz in der Nähe abzustellen und die Strecke nur mit dem Pkw zu fahren.

Wie Du bei diesem Film siehst, ist die norwegische Atlantikstraße auch bei heftigerem Sturm nicht gesperrt. Im Winter musst Du überall in Norwegen auf die Angaben der Verkehrsbehörde achten, welche Straßen geschlossen sind. Das gilt auch für die Atlantikstraße.

Der unbekannte Teil der norwegischen Atlantikstraße

Atlantikstraße mit Wohnmobil: Blick auf einen Schuppen am Atlantik
Eindrücke unterwegs auf der Atlantikstraße – es geht direkt am Meer entlang

Wir entscheiden uns, mit unserem Wohnmobil die Atlantikstraße bis zum Ende nach Bud zu fahren, und folgen ab Vevang dazu der Reichsstraße 663. Achtung, an dem Abzweig fährt man leicht vorbei. Die weitere Streckenführung der Atlanterhavsveien ist nicht so spektakulär und bekannt wie das Stück über die Brücken, aber sie bringt Dich der Region und dem Meer ganz nahe. Immer wieder wird die Straße absolut eng, es geht teilweise direkt am Atlantik entlang, dann führt die norwegische Landschaftsroute durch ein Dorf und altes Kulturland.

Du fährst an liebevoll geschmückten Gärten vorbei und manchmal hast Du dabei das Gefühl, direkt ein privates Grundstück zu passieren.

Eine Person in einer grünen Jacke steht auf einer gläsernen Aussichtsplattform über dem Wasser und blickt unter bewölktem Himmel auf den Ozean entlang der Atlantikstraße mit dem Wohnmobil. Nasse, orangefarbene Stufen führen von den Felsen hinauf; ferne Inseln runden das dramatische Bild ab.
Die architektonisch besonders gestaltete Aussichtsplattform in Askevågen.

Achte unbedingt auf die Schilder. In Farstad geht es rechts ab am Meer entlang (Fv238), dann ein Stück Fv235 in Richtung Hustad und wieder rechts am Meer entlang in Richtung Bug.

Wir folgen der Straße weiter und schauen uns auch die anderen Aussichtspunkte der Atlantikstraße an. Dabei erleben wir Norwegen pur. In Askevågen gibt es am Ende einer Mole eine sehr kleine, aber stylische Aussichtsplattform, auf der man über dem Meer stehen kann. Am Aussichtspunkt in Kjeksa gibt es eine Aussicht auf den Atlantik und die Küste Hustadvika. Über einen Weg und Treppen erreicht man das Meer und den Strand.

Fischerort Bud – Ende (oder Anfang) der Atlantikstraße

Ende der Atlantikstraße: Heeres-Küsten Batterie Bud
Die deutsche Befestigung in Bud war Teil des Atlantikwalls und kann besichtigt werden

In Bud finden wir einen großen Parkplatz, auf dem es auch eine Entsorgungsstation für Wohnmobile gibt (Parkplatz auf Google-Maps). An einer anderen Stelle stehen Camper auf einer Wiese direkt am Meer. Auch einen Campingplatz mit Hafen gibt es.

In Bud befindet sich eine Befestigung aus dem Zweiten Weltkrieg. Hier am äußersten Zipfel von Norwegen haben sich auf einem Hügel mitten im Ort die Deutschen eingegraben. Von hieraus konnten sie die ganze Region überblicken und vor allem die Schifffahrtswege auf dem Atlantik kontrollieren. Die deutsche Befestigung in Bud war Teil des Atlantikwalls in Norwegen. In einem kleinen Museum (im Winter geschlossen) hast Du die Möglichkeit, Dich darüber zu informieren und auch einen Blick in die Bunker zu werfen. Wir stehen vor den riesigen Geschützen und bewundern die Aussicht im freizugänglichen äußeren Bereich.

Direkt am Parkplatz in Bud ist ein beliebtes Restaurant (Restaurant Bryggjen i Bud). Es gibt ein Mittagsbuffet mit allerlei norwegischen Spezialitäten. Begeistert schlagen wir zu: Suppe, saurer Hering, gedünsteter Dorsch, Klöße, Kartoffeln, Steckrübengemüse, Kohl, Nachtisch. Natürlich gibt es dazu Kaffee. Wir finden, es ist ein echtes Erlebnis und ein weiterer Höhepunkt dieser Tour am Ende der Atlanterhavsveien. Später kommt noch eine Gruppe Norweger und stürzt sich auf die beliebten Fleischbällchen. Wie gut, dass wir ihnen noch etwas übrig gelassen haben.

Voller Eindrücke machen wir uns nach dieser Reiseetappe auf zu neuen Abenteuern und fahren weiter in Richtung Trollstigen, dem nächsten Ziel unserer 4 Wochen Norwegen-Rundreise.


Fazit Atlantikstraße mit dem Wohnmobil

Ein Wohnmobil fährt auf der Atlantikstraße auf eine steile, kurvenreiche Brücke zu und schlängelt sich unter bewölktem Himmel eine felsige Küstenstraße entlang. Die Szene wirkt abgelegen und dramatisch.
Die Storseisundbrua sieht durch eine optische Täuschung so aus, als würde sie ins Nirgendwo führen.

Ich finde, die Fahrt über die Atlantikstraße mit dem Wohnmobil ist ein Erlebnis, besonders, wenn man die komplette Atlanterhavsveien von Kristiansund bis Bud fährt. Sie gehört nach meiner Meinung zu den schönsten Straßen in Norwegen.

Die Atlantikstraße gilt auch als eine der schönsten Straßen der Welt. Die Fahrt und die Eindrücke waren für mich einer der Höhepunkte unserer Norwegen-Reise. Wir haben sie bei Regen und Sturm erlebt, mit Wind, der von allen Seiten an den Camper drückte, und trotzdem (oder gerade deshalb) war es magisch. Nimm Dir Zeit, halte an den kleinen Parkplätzen unterwegs, geh über die Stege auf Eldhusøya und lass die Brücken in Ruhe auf Dich wirken. Die gut acht Kilometer sind viel zu schade, um sie einfach durchzufahren. Ob bei Sonne oder Sturm: Die „Straße im Meer“ lohnt einen Umweg, wenn man in der Region ist. Der Abstecher vom Trollstigen ist nicht zu weit (für norwegische Verhältnisse) und ist gut zu fahren.

Atlantikstraße mit Wohnmobil: Blick auf Brücken, Felsen und Meer
Halt unterwegs an der Insel Eldhusøya (Atlantikstraße Norwegen) – auch bei Regen und Wind schön.

Wenn Du länger in dieser Gegend bleiben und an einem spektakulären Ort in der Nähe der Atlantikstraße mit Deinem Wohnmobil oder Wohnwagen übernachten möchtest, dann schaue Dir unbedingt den Lysø Camping og Rorbu Utleie an (Kontaktdaten unten). An dem ehemaligen Handelsplatz direkt am Atlantik hat ein norwegisch-schweizerisches Ehepaar einen ganz besonderen Campingplatz eröffnet (auch ohne Camper ein wunderbarer Ort zum Übernachten). Der Sonnenuntergang und der Blick aufs Meer sind magisch.


Abstecher von der Atlantikstraße

Wanderung Trollkirka mit ihren Marmorhöhlen

Wenn Du mehr Zeit (und besseres Wetter als wir) mitbringst, lohnt sich ganz in der Nähe der Atlantikstraße die mittelschwere Wanderung zur Trollkirka, der „Trollkirche“. Auf einem steilen Pfad geht es in gut anderthalb Stunden hinauf zu drei Marmorhöhlen, durch die unterirdische Bäche fließen. In der größten Grotte stürzt ein 14 Meter hoher Wasserfall in ein Marmorbecken. Nimm unbedingt feste Schuhe und eine Stirnlampe mit, denn drinnen ist es nass, eng und dunkel. Du nimmst dafür den Abzweig in Vevang. Los geht es vom Wanderparkplatz an der RV64 (Parkplatz Trollkirka auf Google-Maps). Wir haben den Abstecher leider verpasst, denn es gab kein Hinweisschild von unserer Seite.

Unterirdische Bootsfahrt durch die Marmorhöhlen von Bergtatt Opplevelser

Ein weiterer lohnenswerter Abstecher, ebenfalls ab Vevang auf der RV64, ist ein Besuch der Marmorhöhlen von Bergtatt bei Nås (Eide) (Marmorhöhlen auf Google-Maps). Diese sind durch Abbau des edlen Materials für die Papierproduktion entstanden. Ein besonderer Höhepunkt ist die Fahrt mit dem Floß durch die faszinierende, künstlich entstandene Unterwelt. Die Höhlen werden in verschiedenen Farben beleuchtet, das ist ein einmaliges Erlebnis. Der Besuch ist von Ende Mai bis Mitte August (außer montags) möglich. Die öffentlichen Touren starten um 14 Uhr. Wir haben sie leider verpasst. Adresse: Nåsveien 304, Nås, 6490, Homepage Marmorgrube: www.berg-tatt.no

Wanderung Aslaksteinen

Das letzte Stück der Wanderung bei Hustad zum Aslaksteinen
Das letzte Stück der Wanderung. Hier oben auf dem Stein haben die Menschen früher Schutz gesucht

Unterwegs folgen wir sehr gerne Schildern zu Sehenswürdigkeiten am Wegrand. Deshalb ist dieser Abstecher völlig ungeplant. So biegen wir bei Hustad von der Atlanterhavsveien ab. Aslaksteinen steht auf dem Schild. Über einen schmalen Weg erreichen wir einen großen unbefestigten Parkplatz (Parkplatz auf Google-Maps). Auf dem Informationsschild wird eine bronzezeitliche oder eisenzeitliche Befestigung auf dem Berg beschrieben, die über eine leichte, etwa 30-minütige Wanderung zu erreichen sei.

Wir folgen der Beschilderung über eine Wiese und durch einen moorigen Birkenwald. Und dann geht es den Berg hinauf. Das letzte Stück führt steil am schieren Fels nach oben (Aslaksteinen ist ein riesiger Fels), nebenan ist nichts (nur Abgrund). Eine Kette dient als Sicherung, an der man sich festhalten kann. Deshalb macht mein Mann das letzte Stück alleine und berichtet danach von alten Siedlungsspuren und einem weiten Blick übers Land. Wieder etwas dazugelernt: Die norwegische Beschreibung „leichte Wanderung“ ist sehr subjektiv.


Stellplätze und Campingplätze an der Atlantikstraße

  • Byskogen Camping, Skogveien 38, 6517 Kristiansund, Norwegen (beim Ort)
    Homepage: www.byskogen.no, Campingplatz auf Google-Maps
  • Skjerneset Bryggecamping, Ekkilsøyveien 271, 6530 Averøy, Norwegen (tolle Lage)
    Campingplatz auf Google-Maps
  • Lysø Naturcamping + Rorbuer, Ljøsøyveien 116, 6533 Averøy, Norwegen (in der Nähe der Atlantikstraße, abgelegen und spektakulär!)
    Homepage: www.lysoenrorbuer.com, Campingplatz auf Google-Maps
  • Bud Camping, Pluscamp Bud, Prestgardsvegen 89, 6430 Bud, Norwegen (an der Atlantikstraße)
    Campingplatz an der norwegischen Atlantikstraße auf Google-Maps, weitere Informationen Bud Camping*
  • Kviltorp Camping, Fannestrandvegen 140, 6419 Molde, Norwegen (nach der Atlantikstraße)
    Homepage: www.kviltorpcamping.no, Campingplatz bei Molde auf Google-Maps
  • Die nächstgelegenen Entsorgungsstationen für Wohnmobile zur Atlantikstraße sind in Kårvåg, Vevang, Eide, Bud, Kristiansund und Molde.
Eine kurvenreiche Küstenstraße in Norwegen – die Atlantikstraße mit dem Wohnmobil ist einfach zauberhaft und eignet sich perfekt für malerische Fahrten unter bewölktem Himmel. Entdecken Sie die besten Reisetipps für die Erkundung Norwegens und die Höhepunkte der legendären Atlantikstraße.

FAQ: Atlantikstraße Norwegen mit Wohnmobil

Kostet die Atlantikstraße Maut?

Wie lang ist die Atlantikstraße in Norwegen?

Wo liegt die Atlantikstraße?

Kann man die Atlantikstraße mit dem Wohnmobil fahren?

Wann ist die beste Zeit für die Atlantikstraße?

Lohnt sich die Atlantikstraße?

Was macht die Atlantikstraße so besonders?

Kann man die Atlantikstraße auch mit dem Wohnwagen befahren?

Ist die Atlantikstraße das ganze Jahr geöffnet?

Wo sind die schönsten Fotospots auf der Atlantikstraße?


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Eine Frau mit kurzen grauen Haaren und Brille lächelt in die Kamera. Sie trägt eine blaue Jeansjacke und ein Schlüsselband. Hinter ihr ist eine malerische Kulisse mit Bäumen, Wasser und einem Wohnmobil zu sehen.

Hier schreibt Katja Hein – Journalistin und seit über 50 Jahren begeisterte Camperin. Mit meinen ausführlichen Wohnmobil-Reiseberichten, Camping-Erfahrungen und Routen zum Nachfahren entdeckst Du neue Reiseziele für den Urlaub mit Wohnmobil zwischen Südspanien & Nordkap. Dazu bekommst Du Unterstützung bei der Suche nach Deinem Traumfahrzeug.

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Autor

Ich bin Journalistin, Autorin und seit über 50 Jahren leidenschaftliche Camperin. Mit meinem Kastenwagen-Wohnmobil bin ich in ganz Europa unterwegs, zwischen Südspanien und Nordkap. Hier zeige ich die schönsten Reiseziele im Camper, Routen zum Nachfahren und gebe Hilfe und Beratung zu Camping und Wohnmobil. Viele Tipps bekommst Du auch in meinen Wohnmobil-Reiseführern.

10 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. ilse sagt:

    … also ich hab’s ganz geschafft, Danke auf jeden Fall für den tollen Bericht. Man genießt ja beim Lesen, also kann man schon ein bißchen Zeit investieren.

    Nimm’s nicht tragisch

  2. Jens sagt:

    Leider ist die Suchmaschinenoptimierung so massiv und zudem aus der Zeit gefallen (Solche Keywordanreicherungen macht man seit Jahren nicht mehr), dass die Lesbarkeit dieses vom Thema eigentlich interessanten Beitrags extrem leidet. Ich hab‘s jedenfalls nicht bis zum Ende geschafft, obwohl ich gerade für eine entsprechende eigene Reise recherchiere.

      1. Jürgen sagt:

        Hallo Katja,
        Vielen lieben Dank für die Mühe mit diesem Bericht. Er ist sehr interessant und inspirierend. Wir planen auch gerade eine ähnliche Reise und wir haben schon viele Tipps dazu von Dir bekommen. Gibt es eigentlich noch eine Fortsetzung?
        Viele liebe Grüße
        Jürgen

      2. Hallo Jürgen, danke für das Lob. Leider bin ich wegen meiner Krankheit nicht mehr dazu gekommen den weiteren Reiseverlauf zu schreiben. Weiter ging es zum Trollstigen (leider wegen Erdrutsch noch bis Juli geschlossen) und Geiranger undmit verschiedenen Stopps nach Schweden und dann über die Brücken zurück. Dieses Jahr haben wir die Baltikumroute gemacht, aber die muss ich auch noch schreiben :-).
        Ich wünsche weiter viel Freude bei der Vorbereitung
        LG Katja

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