Spanien Wohnmobil-Touren

Pilgerweg Spanien mit Wohnmobil – Santiago de Compostela, wir kommen

Mit dem Wohnmobil auf dem Pilgerweg durch Spanien nach Santiago de Compostela

Aktualisiert am 7. Juli 2026

Pilgern mit Wohnmobil, Pilgerweg Spanien mit dem Camper? Wir haben es gemacht und sind dem Pilgerweg in Spanien nach Santiago de Compostela mit dem Wohnmobil gefolgt. Hier ist unser Reisebericht zur Rundreise, Reiseroute und Zielen auf dem Jakobsweg in Spanien, inklusive Tipps zu Campingplätzen in Nordspanien und Wohnmobil-Stellplätzen am Pilgerweg.

Was ist die richtige Jakobsweg-Spanien-Route? Viele Wege führen nach Santiago de Compostela. Menschen machen sich zu Fuß, auf dem Fahrrad und sogar mit dem Pferd auf den Pilgerweg durch Frankreich, Portugal und Spanien. Dagegen ist Pilgern auf dem Jakobsweg mit Camper eher ungewöhnlich.

Wir finden, eine Reise mit dem Wohnmobil auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela ist eine wunderbare Erfahrung. Natürlich kannst Du auch dem Jakobsweg mit dem Auto folgen.

INHALTE Anzeigen

Pilgerweg Spanien mit Wohnmobil

Pilgerweg nach Santiago mit Wohnmobil #Hin-Fahren 'Pilgerweg
Auf den letzten Metern zur Kathedrale in Santiago

Seit über 25 Jahren sind wir mit dem Wohnmobil unterwegs. Die erste gemeinsame Reise mit meinem Mann ging mit unserem Campervan nach Nord-Spanien – inklusive intensiver Begegnungen mit und auf dem Pilgerweg durch Spanien nach Santiago de Compostela. Seitdem lässt uns der Camino nicht mehr los.

Viele Begegnungen mit Pilgern und vor allem die Menschen, die Landschaft, das gute Essen und die vielen alten Kirchen und Orte machen für uns den Reiz dieses besonderen Wohnmobil-Urlaubsziels im Norden von Spanien aus. Als dann unser damals 17-jähriger Sohn den Wunsch hatte, als „letzte Reise“ mit den Eltern im Wohnmobil dem Pilgerweg in Spanien zu folgen, waren wir sofort dabei.


Wohnmobil-Route auf dem Pilgerweg Spanien
nach Santiago de Compostela

  1. Bekannter Startpunkt zum Pilgern ist Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich.
  2. Pamplona ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
  3. Ein Highlight unterwegs ist die kleine Kirche in Eunate.
  4. Auf jeden Fall solltest Du einen Stopp in Logroño machen.
  5. Burgos mit der herrlichen Kathedrale ist ein wichtiges Ziel auf dem Jakobsweg durch Spanien.
  6. Die Kathedrale und die romanischen Kirchen in León sind wunderschön.
  7. Astorga
  8. Dann fährst Du durch Galizien mit dem Camper.
  9. Santiago de Compostela ist das Ende des Jakobswegs durch Spanien.
  10. Zum Abschluss der Pilgerfahrt gehört der Besuch am Cabo Finisterre mit dem Wohnmobil.


Pilgerweg durch Spanien mit Wohnmobil

Juhu, es geht los! Auf dem Armaturenbrett unseres Citroën-Kastenwagens liegt gut sichtbar die Jakobsmuschel, das Pilgerzeichen. Diesmal wollen wir ganz bewusst so nah wie möglich dem Jakobsweg in Spanien mit dem Wohnmobil folgen.

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    Die Jakobsweg-Spanien-Route mit dem Camper direkt am Pilgerweg zu finden, ist nicht ganz einfach. Viele neue Straßen sind in den vergangenen Jahren entstanden. Hilfe gibt es in einem Pilger-Wanderführer, der neben dem Jakobsweg durch Spanien auch genau die Straßenführung abbildet.

    Alternativ ist natürlich auch das Fahren mit dem Wohnmobil auf der in diesem Bereich kostenfreien Autobahn möglich. Diese verläuft ebenfalls nicht weit vom Pilgerweg entfernt. Die einzelnen Pilgerziele und Sehenswürdigkeiten sind von der Autobahn gut ausgeschildert. Die gleiche Strategie empfehle ich für eine Fahrt auf dem Jakobsweg mit dem Auto.

    Weitere Informationen, Tipps und Routen findest Du unter Spanien mit dem Wohnmobil. Zur Ausstattung gibt es bei meiner Wohnmobil-Packliste ausführliche Listen.

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    01. Einstieg mit Wohnmobil in den Jakobsweg in Spanien in den Pyrenäen

    Jakobsweg mit Wohnmobil: Kastenwagen auf dem Campingplatz in Spanien
    Ausblick von unserem Stellplatz auf dem Campingplatz unterhalb der Burg von Loarre

    Wir erreichen mit dem Wohnmobil nach einer gemütlichen Fahrt durch Frankreich die Pyrenäen und treffen den aragonesischen Pilgerweg bei Jaca in Nordspanien. So viel gibt es bereits hier in Aragon zu sehen: spektakuläre Schluchten, Stauseen und immer wieder Geier. Dann ist der Jakobsweg durch Spanien unsere Route.

    02. Wir folgen dem Aragonesischen Pilgerweg durch Spanien im Camper

    Jaca ist eine sehr angenehme Stadt mit schönen romanischen Kirchen und einer guten Auswahl an Restaurants. Dazu kommt eine Festung mitten in der Stadt und nicht weit weg vom Zentrum ein Wohnmobilstellplatz.

    Tipp Abstecher: mächtige romanische Burg und Gänsegeier

    Kurz nach Jaca, noch im Schutz der Pyrenäen, lohnt sich ein erster Umweg. Das eindrucksvolle romanische Castillo de Loarre (die schönste Burg in Spanien) und die pittoresken Felsen von Los Mallos de Riglos (Geierfelsen) sind unsere ersten Reiseziele in Spanien. Allerdings liegen sie etwas abseits von der eigentlichen Route und vom Pilgerweg durch Spanien. Es sind kleine Umwege, die sich lohnen. Unter anderem sind hier Gänsegeier ganz aus der Nähe zu sehen. In Scharen kreisen sie hoch oben über unserem Wohnmobil im blauen Himmel.

    Diese besonderen Orte sind der Grund, warum wir sehr gerne unsere Fahrt durch Nordspanien auf dem Jakobsweg mit dem Wohnmobil in Jaca beginnen.

    Highlight Kloster San Juan de la Peña

    Pilgerweg mit Wohnmobil: Kloster #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Das untere Kloster von San Juan de la Pena ist in den Felsen gebaut

    Erster Höhepunkt am Pilgerweg in Spanien ist das romanische Kloster von San Juan de la Peña. Dieses liegt landschaftlich sehr schön. Die Zufahrtsstraße windet sich durch die nordspanischen Berge, mit immer wieder schönen Ausblicken. Die Zufahrt ist mit dem Wohnmobil möglich, eine Engstelle wird durch eine Ampelschaltung geregelt.

    Viele Jahrhunderte haben die Pilger auf dem Weg durch Spanien nach Santiago de Compostela für den Besuch im Doppelkloster einen anstrengenden Umweg gemacht. Der romanische Kreuzgang des unteren Klosters mit ausdrucksstarken Kapitellen ist direkt in den Felsen gebaut. Hier ist auch eine wichtige Grablege der ehemaligen Herrscher der Region.

    Auf dem großen Parkplatz am oberen Kloster haben wir schon sehr gut und einsam unter Bäumen in unserem Wohnmobil übernachtet. Nach der Besichtigung belohnt nach einem kurzen Spaziergang vom Parkplatz durch den Wald der „Balcon del Pirineo“ mit weitem Rundblick auf die Pyrenäen.

    Pilgerweg Wohnmobil-Rundreise Spanien
    Die Kapitelle im Kreuzgang von San Juan de la Pena sind besonders sorgfältig und detailliert gearbeitet

    Wohnmobil-Stellplätze & Campingplätze am aragonesischen Pilgerweg



    03. Pilgerweg Spanien, mit Wohnmobil im Baskenland

    Weiter folgen wir dem aragonesischen Jakobsweg mit dem Wohnmobil durch die schroffe Bergwelt in Nord-Spanien.

    Romanisches Schmuckstück: Monasterio de Leyre

    Natürlich nutzen wir unseren Camper und besuchen das Monasterio de Leyre. Steil geht es aus dem Tal heraus. Auch mancher Fußpilger macht den anstrengenden Abstecher vom Pilgerweg.

    Mit einer Gruppe und Führung auf Spanisch erfolgt unser Besuch in der romanischen Klosterkirche und in der Krypta mit ihren riesigen Kapitellen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Immer wieder versuchen die Gästeführerin und andere Gäste, uns etwas von dem Gesagten zu dolmetschen. Nach einem Spaziergang entlang des Kreuzweges im Wald oberhalb des Klosters verbringen wir auf dem Parkplatz eine ruhige Nacht im Wohnmobil. Neben uns übernachtet ein Pärchen im Auto.

    Castillo de Javier: Heimat des baskischen Heiligen

    #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Ein wichtiger Wallfahrtsort für die Region ist auch das Castillo de Javier, das nur ein paar Kilometer vom Pilgerweg weg liegt

    Ganz früh am Morgen brechen wir auf und finden mit unserem Wohnmobil auf den riesigen Parkplätzen am Castillo de Javier eine Ecke für ein gemütliches Frühstück. Es übernachten auch immer wieder Wohnmobile hier, was (noch) geduldet wird.

    Diese moderne Wallfahrtsstätte ist etwas Besonderes. Alles dreht sich hier um den Heiligen Navarras. Denn hier kam im Jahr 1506 San Francisco Javier zur Welt, der Mitbegründer des Jesuitenordens und Missionar. Bei unserem Besuch sind die Pilgerstätten leer. Aber einmal jährlich versammeln sich hier im Zentrum des Baskenlandes tausende von Pilgern.

    Stadtbesuch in Pamplona: Etappe auf dem Pilgerweg

    Für die Besichtigung von Pamplona steuern wir mit dem Wohnmobil zum Übernachten den nördlich von Pamplona gelegenen Camping Ezcaba an. Die Wohnmobil-Stellplätze in Pamplona haben uns nicht gefallen. Auf dem Pamplona-Campingplatz stehen wir nicht weit vom Zentrum entfernt sicher und gemütlich und können mit dem Bus in die Stadt fahren. Wer Fahrräder dabei hat, hat die Möglichkeit, die gut ausgebauten Radwege zu nutzen, um ins etwa 4 Kilometer entfernte Zentrum zu fahren. Wir haben Glück und bekommen noch ein schönes Plätzchen. Während der Fiestas von Pamplona ist jeder Millimeter auf dem Campingplatz über Jahre ausgebucht.

    Tipp: Der Pamplona-Campingplatz akzeptiert in der Nebensaison die ACSI-Card. Im Oktober 2021 haben wir 20 Euro für die Übernachtung bezahlt. Auch das Restaurant am Platz ist empfehlenswert.

    Unsere Ziele im Zentrum von Pamplona sind die Altstadt, der Plaza del Castillo, die Zitadelle und die gotische Kathedrale mit angrenzendem Museum. Überall in der Stadt ist der Pilgerweg nach Santiago de Compostela gegenwärtig.

    Wohnmobil-Stellplätze und Campingplätze am Pilgerweg in Pamplona (Baskenland)

    • Pamplona Camping*: Camping Ezcaba, einfacher Stadtcampingplatz. Gut gelegen, um mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren. Auf den für Wohnmobile ausgewiesenen Parkplätzen in Pamplona gibt es immer wieder Einbrüche, deshalb wählen wir für den Stadtbesuch den Campingplatz.
      Campingplatz Pamplona auf Google Maps; alternativer Campingplatz in der Natur mit Schwimmbad*
    • Pamplona Stellplatz: Área Autocaravanas Trinitario, Av. de Gipuzkoa Etorbidea, 1-409, 31014 Pamplona, Navarra, Spanien. Eingezäunt, Zufahrt über Schranke, sauber, recht laut, Ver- und Entsorgung, ohne Schatten, kameraüberwacht, Bezahlung am Automaten. Andere Camper haben von Drogenabhängigen rund um den Stellplatz berichtet. Also Augen auf und auf das Bauchgefühl hören.
      Wohnmobil-Stellplatz Pamplona auf Google Maps

    04. Weiter mit Wohnmobil durch Spanien auf dem Hauptweg der Pilger durch Navarra (auch Baskenland)

    Mit der zunehmenden Entfernung zu den Pyrenäen wandelt sich die Landschaft in Nordspanien. Dennoch müssen die Pilger zu Fuß und mit dem Fahrrad genau wie wir mit dem Camper weitere große Höhenunterschiede hinter sich bringen.

    Markanter Aussichtspunkt auf dem Puerto del Perdón

    Mit dem Wohnmobil auf dem Puerto del Perdon in Spanien #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Pilger am Puerto de Perdon

    Hinter Pamplona verpassen wir fast die Abfahrt zum Puerto del Perdón. Also genau auf die Schilder achten, der Abstecher lohnt sich. Sehr steil ist der Anstieg und das nicht nur als Fußpilger, sondern auch die Anfahrt mit dem Wohnmobil. Belohnt werden wir oben mit einem herrlichen Fernblick.

    Eine Pilgergruppe aus Blech erinnert an die Strapazen der Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela in früheren Zeiten. Schilder warnen die schwer bepackten Pilger zur Vorsicht auf den steilen Wegen. Beeindruckt von ihrer Leistung schauen wir ihnen beim Abstieg in Richtung Santiago de Compostela hinterher und steigen dann wieder in unser Wohnmobil ein.

    Jeden Umweg wert: die kleine Kirche von Eunate

    #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Die kleine Kirche von Eunate liegt einsam im Feld am Pilgerweg

    Unser nächstes Ziel mit dem Wohnmobil auf dem Jakobsweg in Spanien ist die in Feldern gelegene kleine romanische Kirche von Eunate. Diese ist achteckig und von einem Säulengang umgeben.

    Vor über 25 Jahren haben wir hier in Nordspanien am Jakobsweg mit Pilgern einen Gottesdienst gefeiert und dann neben der Kirche im Campervan übernachtet. Das war unvergesslich. Auf dem Parkplatz ist das Übernachten im Wohnmobil inzwischen verboten. Glassplitter auf dem Boden und Tafeln warnen uns zusätzlich davor.

    Die kleine Kirche Santa María de Eunate ist wegen ihrer ursprünglichen achteckigen Form, ihrer Lage und dem romanischen Schmuck ein echtes Schmuckstück. Sie ist von einem offenen Kreuzgang umgeben. Es ist ein mystischer Ort, den Du am besten in den frühen Morgenstunden oder am Abend erlebst und auf Dich wirken lassen kannst. Wenn Du am Tag kommst, hast Du vielleicht Glück und sie ist geöffnet.

    Pilger-Höhepunkt Puente la Reina

    An diesem Punkt des Jakobsweges durch Nordspanien haben die Pilger schon viel geschafft. Im nahegelegenen Puente la Reina treffen der aragonesische Pilgerweg, dem wir bis hierhin mit dem Wohnmobil ein Stück gefolgt sind, und der Camino Francés, auf dem wir jetzt schon ein Stück unterwegs sind, zusammen.

    Wir finden einen Parkplatz in einer Seitenstraße und folgen dem Weg der Pilger entlang der Hauptstraße zu den Kirchen im Ort und zur berühmten Brücke. Schon zweimal sind wir hier zufällig in ein Fest inklusive frei laufender Rinder in der Stadt geraten.

    Römerstraße und Pilgerweg treffen in Cirauqui zusammen

    Nach der Stadtbesichtigung in Puente la Reina, mit der berühmten Brücke, erreichen wir Cirauqui, wo der „Camino“ der noch recht gut erhaltenen Römerstraße folgt. Um dieses Stück zu sehen, ist es nicht nötig, in den engen Ort zu fahren (wie wir es gemacht haben, keine gute Empfehlung). Die alte Römerbrücke und die Römerstraße, über die der Pilgerweg hier in Cirauqui führt, sind von einem Parkplatz direkt an der Hauptstraße gut erreichbar.

    Estella/Estrella bietet wunderschöne Kirchen und einen schönen Campingplatz

    Unser nächstes Ziel auf dem Pilgerweg in Richtung Santiago de Compostela ist danach Estella. Hier wollen wir erst einmal essen gehen. Das ist besonders um die Mittagszeit in Spanien eine super Sache.

    „Willkommen, willkommen“, werden wir im Horno San Miguel am Ortseingang in Estella begrüßt. Der Besitzer des Horno San Miguel ist den Pilgerweg schon selbst gegangen. Stolz erzählt er von seinen Eindrücken. Der ausgefaltete, voll gestempelte Pilgerpass hat einen Ehrenplatz an der Wand. Das Essen ist reichlich und lecker. Heute stehen Ensaladilla (spanischer Kartoffelsalat), Albondigas (Fleischbällchen) und zum Abschluss ein riesiges Stück Torte auf der Speisekarte. Es gibt sogar einen kleinen Rabatt für Pilger. Gerne bezahlen wir dafür etwas mehr.

    Leider ist unser Lieblingsrestaurant in der Region inzwischen geschlossen. Interessante Alternativen sind in der C. Espoz y Mina in Estella zu finden. Nicht weit entfernt gibt es einen Parkplatz, auf dem Du das Wohnmobil für den Stadtbesuch abstellen kannst. Weitere Parkplätze gibt es auf dem Weg zum Campingplatz.

    Rund und satt machen wir uns auf zu einem Spaziergang durch Estella. Es wird ein kürzerer Aufenthalt als geplant, die Mägen sind einfach zu voll. Die verschiedenen romanischen Kirchen der Stadt und das kleine Stadtzentrum sind aber auf jeden Fall einen Stopp wert. Und auch der Campingplatz des Ortes ist sehr ordentlich.

    Wir waren inzwischen noch mehrfach in Estella und haben uns sehr gerne in der Innenstadt mit dem romanischen Palast der Könige von Navarra und der herrlichen Kirche San Pedro de la Rúa mit dem Kreuzgang umgesehen.

    Mit dem Wohnmobil auf dem Jakobsweg (SWR)

    Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze am Pilgerweg durch Spanien in Navarra

    • Estella: Camping Lizarra* Navarra, Paraje de Ordoiz, s/n, 31200 Estella. Ordentlicher Campingplatz, sehr eng und voll, bei Spaniern sehr beliebt und besonders am Wochenende viel los und entsprechend lebendig.
    • Wohnmobil-Stellplatz Estella: Area de Ayegui c/Ardantze s/n, 31240 Estella-Lizarra, sehr schön, gebührenpflichtig, neben dem Ardantze Sport, neben einem Schwimmbad, etwa 2 Kilometer zu Fuß ins Zentrum
    • Camping Puente la Reina: Neben der Pilgerherberge liegt der sehr einfache Campingplatz El Real. Dieser gehört zur Pilgerherberge. Zufahrt erfolgt durch eine niedrige Unterführung, deshalb ist er nicht für hohe und große Fahrzeuge geeignet. (Achtung, im Oktober 2021 macht der Campingplatz einen geschlossenen Eindruck, Anfang 2023 ist die Situation immer noch ungeklärt, nach meiner Recherche gibt es den Campingplatz nicht mehr). Etwas südlich gibt es einen Campingplatz mit Schwimmbad*.
    • Parkplatz Puente la Reina: Parking Puente la Reina, Calle las Huertas, 31100 Puente la Reina/Gares
    • Alternativ etwas unterhalb von Puente la Reina: Camping El Molino*, Ctra. Larraga, s/n, 31150 Mendigorría, sehr gepflegte Anlage, aber etwas vom Pilgerweg entfernt.

    Wir folgen dem Pilgerweg im Wohnmobil weiter in Richtung Logroño

    Jetzt aufgepasst bei der Weiterfahrt, um das nächste Ziel nicht zu verpassen. Denn es liegt nicht weit weg von Estrella. Und wer die falsche Straße wählt, fährt leicht daran vorbei.

    Kloster Irache mit Weinbrunnen

    Pilgerweg mit Wohnmobil Kloster Irache
    Der Wein-Brunnen von Irache liegt direkt am Pilgerweg

    Natürlich besuchen wir auch das Kloster Irache mit dem berühmten Weinbrunnen, an dem sich die Pilger kostenfrei Rotwein oder Wasser zapfen dürfen. Von Estella sind es nur ein paar Kilometer. Parkplätze, auch für Wohnmobile, gibt es hier genügend. Und auch der Besuch des Klosters, das auch als Pilgerherberge dient, ist unbedingt lohnenswert.

    Ganz in der Nähe gibt es in Ayegui am Sportplatz einen kostenpflichtigen städtischen Wohnmobilstellplatz.

    Kleinod am Pilgerweg ist Torres del Rio

    Wohnmobil-Rundreise Pilgerweg in Spanien #Hin-Fahren #Kastenwagen
    Die achteckige Kirche in Torres del Rio

    Über eine gewundene Straße geht es danach entlang des Jakobswegs im Wohnmobil weiter nach Torres del Río (dieses liegt abseits der Hauptstraßen). In dem kleinen Ort steht die achteckige Kirche des Heiligen Grabes aus dem zwölften Jahrhundert. Eine Freiwillige aus dem Ort lädt gegen eine kleine Gebühr zur Besichtigung des trutzigen Gebäudes ein. Drinnen ist es dunkel und an der Decke hängen Fledermäuse.

    In der angrenzenden Pilgerherberge bekommen wir einen Kaffee. Langsam trudeln die ersten Pilger ein.

    Kathedrale und Kneipenbummel in Logroño

    #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Auf dem Campingplatz von Logrono finden wir ein ruhiges Plätzchen

    Wir dagegen steuern mit unserem Kastenwagen-Wohnmobil Logroño an und bekommen noch einen Platz auf dem kleinen Campingplatz. Alternativ wäre auch eine Übernachtung auf dem Stellplatz in Viana oder auf dem Wohnmobil-Stellplatz in Logroño möglich.

    Zuerst macht der Platz einen etwas seltsamen Eindruck auf uns, dann haben wir uns aber sehr wohlgefühlt. In der Nähe parken auch mehrere Wohnmobile an der Straße. Das Beste ist aber: Über eine nahe Fußgängerbrücke sind wir in knapp fünf Minuten vom Campingplatz zu Fuß in der Innenstadt und können noch einen Blick in die Kathedrale werfen, bevor diese für den Abend schließt. Den Abend verbringen wir in den kleinen Kneipen in den pittoresken Gassen der Altstadt. Es gibt zwei Gassen mit vielen kleinen Bars. In jeder ist eine andere Tapa die Spezialität. Klasse!

    Wohnmobil-Stellplätze und Campingplätze am Pilgerweg durch Spanien in Richtung Logroño

    05. Wohnmobil-Tour auf dem spanischen Jakobsweg durch altes Kulturland im Rioja

    Es wird immer heißer. Unsere Klimaanlage im Camper läuft auf Hochtouren. Dennoch begegnen wir immer mehr Pilgern, die in Richtung Santiago de Compostela unterwegs sind.

    Seit dem 11. Jahrhundert verläuft der Pilgerweg durch Najera

    In Najera ist Markt und damit das Parken mit unserem Wohnmobil eine echte Herausforderung. Überall sind Menschen und Fahrzeuge. Aber endlich gelingt es doch, in der Nähe des Schwimmbades (auf der anderen Seite des kleinen Flusses) unser Kastenwagen-Wohnmobil in eine kleine Lücke zu zwängen.

    So können wir das ehemalige Benediktinerkloster Monasterio Santa Maria La Real besichtigen. Dieses hat eine wichtige Rolle für die Könige von Navarra gespielt. Der eindrucksvolle Bau in rotem Sandstein ist direkt an den Felsen angebaut. Von außen wirkt das Kloster wie eine Festung. Innen bringen durchbrochene Fenster Leichtigkeit. Wenn Du schon einmal hier bist, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Der Hochaltar ist großartig und die Gräber der Könige eindrucksvoll.

    Der Ort ist nicht so groß und die Atmosphäre gefällt uns sehr gut.

    Hühner in der Kirche in Santo Domingo de la Calzada

    Pilgerweg mit Wohnmobil: #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Der Blick vom Glockenturm von Santo Domingo de la Calzada geht über die Dächer der Stadt weit in die karge Landschaft

    Um Santo Domingo de la Calzada, wo wir die Kathedrale San Salvador besuchen und den Glockenturm erklimmen, wird die Landschaft immer ausgedörrter. Unser Wohnmobil parken wir in einer Nebenstraße, nicht weit weg vom Altstadtrand.

    Die Kathedrale San Salvador ist wohl eine der wenigen Kirchen, in der lebende weiße Hühner in einem großen Käfig über einem Altar gehalten werden. Keine Sorge, die Tiere werden regelmäßig ausgetauscht und können dann ein normales Hühnerleben führen. Die Hühner erinnern an eine Legende aus dem Mittelalter. Wir finden aber die engen Gänge, die sich wohl als Teil einer alten Verteidigung durch die Kirchenmauern ziehen, viel spannender (Tipp: unbedingt erkunden!).

    Wohnmobil-Stellplätze und Campingplatz am Pilgerweg durch Spanien im Rioja

    • Najera: Wohnmobil-Stellplatz auf einem einfachen Parkplatz neben der Stierkampfarena, Parking Acto Publico, Plaza de Toros, 26300 Najera, zur Stadt über den Fluss
    • Najera: Parkplatz am Schwimmbad, Calle Martín Gamero 3
    • Santo Domingo de la Calzada: 3 Kilometer entfernt liegt der Campingplatz Camping Bañares*, Ctra Nacional 120, km. 42,2; 26257 Bañares, große, schön angelegte Anlage, „Ferienpark“, sehr teuer, alternativer Campingplatz etwas nördlich*
    • Parken mit Wohnmobil in Santo Domingo de la Calzada: Calle de la Peseta, 26250 Santo Domingo de la Calzada

    06. Jakobsweg Spanien: Begegnungen und Kirchen in Castilla y Léon.

    Schon wieder wandelt die Landschaft ihr Gesicht und wir erreichen einen weiteren Höhepunkt auf dem Pilgerweg in Spanien.

    Stadtbesuch in Burgos

    Jakobsweg mit Wohnmobil: Kathedrale in Burgos #HinFahren #Pilgerweg
    Die Kathedrale in Burgos ist ein gotisches Schmuckstück

    Immer weiter dem Pilgerweg mit Wohnmobil folgend erreichen wir Burgos. Wir übernachten in Burgos auf dem Campingplatz im Freizeitgebiet Fuentes Blancas, da es auf den Parkplätzen in der Stadt immer wieder zu Einbrüchen in Wohnmobilen kommt. Der Platz ist schön grün und liegt in einem Park. Mit dem Bus sind es etwa 20 Minuten Fahrt ins Zentrum.

    Die große gotische Kathedrale von Burgos und das angrenzende Museum sind sehr eindrucksvoll. Mehrere Stunden verbringen wir hier. Danach probieren wir Tapas in verschiedenen kleinen Bars in der Nähe.

    Pilger und Camper in Castrojeriz

    Pilgerweg mit Wohnmobil Station Castrojeriz
    Pilgerweg bei Castrojeriz

    Nicht weit entfernt erreicht der Pilgerweg Castrojeriz und wir den Campingplatz Camino de Santiago. Hier ist es schön, hier verbringen wir die Nacht.

    Gleich neben dem Campingplatz liegt die Pilgerherberge. Aber Wasch- und Aufenthaltsräume von Campingplatz und Herberge sind streng getrennt. Man hört sich, kommt aber nicht in Kontakt. Das ist schade. Dafür sind die anderen Camper umso mitteilsamer. „Ich komme jedes Jahr für mehrere Wochen und mache einen Abschnitt des Camino“, berichtet unser über 75-jähriger Nachbar, der sich sichtlich über die Möglichkeit zum Austausch freut. Dabei fährt er mit dem Bus einige Etappen zurück und macht sich dann als Fußpilger auf den Weg.

    Noch 500 Kilometer auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela

    Mit dem Wohnmobil auf dem Pilgerweg in Spanien #HinFahren #Pilgerweg
    Rast mit dem Wohnmobil direkt neben dem Pilgerweg in Spanien

    Weit geht der Blick über das Land. Noch 500 Kilometer bis zum Ziel der Pilgerfahrt, also nach Santiago de Compostela. Das entnehmen wir einem der Straßenschilder, neben dem wir mit dem Wohnmobil parken (Titelbild). Gleißendes Licht, Brauntöne und abgeerntete Kornfelder dominieren den Blick in die unendliche Landschaft. Manchmal sind in der Ferne Schafherden zu sehen.

    Wir folgen dem Jakobsweg mit dem Wohnmobil zur alten Brücke über den Rio Pisuergo, die die Pilger in dichten Gruppen überqueren. Hier an der Puente de Itero kommen wir den Pilgern wieder ganz nahe. Dazu parken wir unseren Camper einfach neben dem Pilgerweg.

    Wohnmobil-Rundreise Spanien Pilgerweg mit Wohnmobil
    Immer wieder kommen wir mit dem Wohnmobil den Pilgern ganz nahe – hier an der Brücke in Hospital de Orbigo

    Gleich nebenan steht die ursprüngliche romanische Kirche San Nicolás, die jetzt als Herberge dient und früher eine Einsiedelei war. Direkt neben dem Altar stehen der Gaskocher und benutzte Töpfe, im Kirchenraum Stockbetten. Duschen und Toiletten sind in einem einfachen Gebäude dahinter. Davor rasten junge Pilger – es ist ein besonderer Ort.

    Durch das sehr stark landwirtschaftlich genutzte Land der Meseta geht es mit unserem Wohnmobil weiter in Richtung Fromista. Unterwegs sehen wir immer wieder Störche. Auch auf einer Kirche haben sie ihre Nester gebaut. Wir zählen mehr als 20 Tiere. Inzwischen musste das Kirchendach sogar verstärkt werden, denn immer mehr Störche haben auf der Kirche ihr Nest gebaut.

    Fromista: Kleinstadt mit großer Vergangenheit

    Stopp Pilgerweg mit Wohnmobil in Fromista
    Im Mittelpunkt von Fromista steht dieses Kleinod

    Das Zentrum von Fromista ist die trutzige romanische Kirche San Martin. Sie ist erst vor einigen Jahren renoviert und sauber gemacht worden. Immer wieder gehen wir um sie herum, um auch keine der Fratzen und Tierfiguren zu verpassen, die sie verzieren. Das Wohnmobil kann für den Besuch am Straßenrand parken. Vom sehr einfachen und schattenlosen Wohnmobilstellplatz in Fromista waren wir wenig begeistert.

    Abstecher zur mozarabischen Kirche San Miguel de la Escalada

    Mit Wohnmobil in Spanien auf dem Pilgerweg
    Die mozarabische Kirche San Miguel de Escalada liegt weit im Hinterland
    Reiseroute mit Wohnmobil in Spanien - Pilgerweg
    Mozarabische Kirche in Spanien

    Kurz vor León steht noch ein Abstecher zum mozarabischen Kirchlein von San Miguel de la Escalada an. Über eine kleine Straße geht es durch ein fruchtbares Tal. Ein Ausflug, der sich mit dem eigenen Fahrzeug auf jeden Fall lohnt. Bei vorausschauender Fahrweise ist das auch mit dem Wohnmobil möglich.

    Leon am Río Bernesga

    Mit dem Wohnmobil auf dem Jakobsweg in Leon #HinFahren #Pilgerweg
    Die mächtige Kathedrale in Leon ist ein wichtiges Pilgerziel

    Auch nach León fahren wir immer wieder gerne. Hinter der Kathedrale gibt es einen Parkplatz, auf dem auch das Parken mit dem Wohnmobil möglich ist. Ein älterer Mann fungiert hier als selbsternannter Parkwächter, winkt uns in einen der freien Parkplätze und hat für ein kleines Trinkgeld ein Auge auf unseren Camper.

    Inzwischen gibt es auch einen offiziellen Wohnmobil-Stellplatz in Leon, von dem das Zentrum ebenfalls zu Fuß erreichbar ist.

    Die gotische Kathedrale von León hat herrliche Kirchenfenster und ist auch sonst ein eindrucksvoller Bau. In der Innenstadt gibt es viele kleine Fachgeschäfte, Bars und Plätze. In einem Hotel frühstücken wir inmitten von spanischen Geschäftsleuten, bevor wir uns weiter auf Besichtigungstour machen. Nicht weit entfernt liegt die Basilika San Isidoro aus dem 10. Jahrhundert mit sehr gut erhaltenen romanischen Fresken und Königsgräbern. Die Malereien sind sehr gut erhalten und außergewöhnlich.

    Auf einer Anhöhe liegt Astorga

    Auch unser Zwischenstopp in Astorga und eine Besichtigung der Kathedrale und des daneben gelegenen Bischofspalasts von Gaudí sind super. Durch Zufall (wir waren wegen der Hitze auf der Suche nach einem Restaurant mit Klimaanlage) landen wir in einem wirklich guten Restaurant und essen einen typischen Cocido, bei dem die Suppe zum Schluss serviert wird. Später sind alle Plätze besetzt.

    In Astorga befindet sich der Wohnmobil-Stellplatz an der Stierkampfarena. Ins Zentrum sind es rund 20 Minuten. Kleinere Fahrzeuge finden mit etwas Glück schon auf dem Weg dahin am Straßenrand einen Parkplatz. Wenn kein Markt ist, kann man es auch auf dem Aparcamiento de la Muralla an der Stadtmauer versuchen.

    Highlight auf dem spanischen Pilgerweg: Steil geht es zum Cruz de Ferro und weiter nach Ponferrada

    #Hinfahren Pilgerweg mit Wohnmobil
    Bei Rabanal darf auf dem Pilgerweg natürlich auch dieses Schild nicht fehlen. Bis nach Hause in die Pfalz sind es 1.785 Kilometer

    Nach Astorga folgen wir einer kleinen Straße direkt am Pilgerweg in Richtung Ponferrada. Die Hauptstraße folgt einem anderen Weg, auch große Wohnmobile sollten diesen Streckenabschnitt umfahren. Ein Zwischenstopp lohnt sich unterwegs bei dem „Museumsdorf“ Castrillo de los Polvares, wenn man auf dem kleinen Parkplatz davor einen geeigneten Platz für sein Mobil findet. Der Pilgerweg geht direkt durch den fast verlassenen pittoresken Ort, der bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt zum Essen gehen ist.

    Über holprige kleine Straßen geht es immer weiter. Viele Pilger laufen unbeirrt in glühender Hitze neben uns. Auch sehr viele Fahrradfahrer kämpfen sich den steilen Anstieg bei Rabanal zum Cruz de Ferro hinauf.

    #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Begegnung am Cruz de Ferro

    Oben am „Cruz de Ferro“ schweift der Blick. Ein großer Parkplatz gibt Gelegenheit zur Rast. Schnell sind Tische und Stühle aus dem Wohnmobil für ein Picknick ausgepackt. Hier am „eisernen Kreuz“ legen die Pilger Steine mit Bitten und Wünschen ab.

    Ein magischer Moment ist es, als mitten in der Stille einer der Pilger völlig überraschend seine mitgebrachte Geige vom Rücken nimmt und virtuos anfängt zu spielen, bevor er sich mit einem „Buen Camino“ wieder auf den Weg macht. Das war Gänsehaut pur. Die Begegnung mit dem Geiger habe ich unter meinen Momenten für die Ewigkeit beschrieben.

    Auf dem großen Parkplatz stehen wir über Nacht ruhig und einsam mit dem Wohnmobil, nur die Kühe ziehen vorbei.

    Mit Wohnmobil auf dem Pilgerweg #HinFahren #Pilgerweg
    Cruz de Ferro

    Aber noch ist es zu früh für eine Übernachtung und wir fahren weiter in Richtung Santiago. Kurz danach steuern wir vorsichtig durch die enge Hauptstraße von Acebo, die überragenden Balkons immer im Blick. Unser Wohnmobil passt, aber knapp. Die 3,20 Meter Höhe sind bei unserem schmalen Kastenwagen kein Problem. Größere Wohnmobile müssen sehr langsam fahren und gegebenenfalls auch einmal den Beifahrer aussteigen lassen, denn die Straße ist eng und die niedrigen Balkone machen die Ortsdurchfahrt noch schwieriger.

    Aber Achtung, für größere Wohnmobile oder Caravans ist dieser Streckenabschnitt zwischen Astorga und Ponferrada nicht geeignet. Sie folgen der A6.

    In Ponferrada parken wir unseren Camper direkt unterhalb der Templerburg auf einem Parkstreifen. Die mächtige Feste ist nur noch eine Ruine, die wir ausgiebig erkunden. Es gibt aber auch einen städtischen Wohnmobil-Stellplatz in Ponferrada neben der Pilgerherberge. Und auch bei der Shell-Tankstelle in der Avenida de Molinaseca ist ein Wohnmobil-Stellplatz eingerichtet worden, bewacht und mit Duschen und Strom.

    Wohnmobil-Stellplätze und Campingplätze am Pilgerweg in Castilla y Leon

    07. Auf dem Pilgerweg in Galizien mit Camper: enge Straßen, Wiesen und Wälder

    Unsere Fahrt führt weiter mit dem Wohnmobil durch grüne, fruchtbare Berglandschaft mit Laubwald. Bei O Castro verlassen wir Kastilien und León und erreichen gemeinsam mit dem Pilgerweg mit unserem Wohnmobil Galicien. Mit dem Wohnmobil gibt es in Galizien mehr Möglichkeiten zum Übernachten als im Rest von Spanien, denn in einigen Gegenden wird frei stehen noch geduldet.

    Der 1.300 Meter hohe Cebreiro-Pass ist eine echte Herausforderung für die Pilger. Unser Wohnmobil schafft die Steigung in Richtung Galicien aber gut. Wir erreichen das kleine Dorf O Cebreiro auf der Passhöhe. Dies ist eine wichtige Etappe auf dem Pilgerweg und auch bekannt durch seine besonderen Hütten. Sie sind nach keltischem Vorbild gebaut, rund und mit einem tief gezogenen Dach, das mit Stroh gedeckt ist.

    Inzwischen sind in den Hütten Pilgerherbergen, Andenkenläden und kleine Bars und Restaurants untergekommen. Beim Bummel durch die Kopfsteinpflaster-Gassen gibt es allerhand zu entdecken. Mir gefällt die frühromanische Kirche Santa Maria la Real besonders gut. Neben dem Ort haben wir auf dem Parkplatz schon übernachtet. Diesmal sind aber alle geraden Plätze belegt und es ist uns auch zu „rummelig“.

    In O Cebreiro und der Bergregion danach scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Neue Autobahnen führen den Verkehr inzwischen an dieser Engstelle und an den Pilgern vorbei. Nach abwechslungsreicher Fahrt, immer dem Pilgerweg durch die galizische Bergwelt folgend, kommen wir schließlich auf dem Campingplatz in Sarria unter. Im Ort gibt es auch einen kleinen Wohnmobil-Stellplatz (leider nicht sehr schön).

    Wir sind auf dem gesamten gefahrenen Jakobsweg mit unserem Wohnmobil den Pilgern ganz nahe. Besonders gilt dies aber auf den letzten 100 Kilometern. Der Pilgerweg liegt hier direkt an der engen Straße, die sich durch Wiesen, Felder und Wäldchen schlängelt. Erstaunt winken sie uns zu. Unsere Fahrt geht nur noch langsam voran.

    Campingplätze am Pilgerweg in Galicien

    • O Cebreiro: Parkplatz
    • Sarria: Camping Vila de Sarria*, Carretera de Pintin km 1, Camino de Santiago km 113, 27600 Sarria
    • Camping Monterroso*, einfacher Platz neben einem öffentlichen Flussschwimmbad, leider etwas vom Pilgerweg entfernt
    • Sehr schöner Campingplatz bei Pontevedra: Huttopia Caminos de Galicia*, Rúa Prado 11, 36512 Prado

    08. Pilgerweg mit Wohnmobil in Galizien: Am Ziel – Santiago de Compostela

    Spanien mit Wohnmobil auf dem Pilgerweg
    Große Freude herrscht bei allen Pilgern, die an der Kathedrale in Santiago angekommen sind

    Knapp 14 Tage nach dem Start in Deutschland sind wir am Ziel der „Pilgerreise“ angekommen und bekommen mit unserem Wohnmobil einen guten Platz auf dem Camping Santiago de Compostela, dem Camping As Cancelas. Bei weiteren Touren haben wir auch einen schönen Wohnmobilstellplatz in Santiago de Compostela und einen bewachten Parkplatz für den Stadtbesuch gefunden.

    Aber der Campingplatz Santiago de Compostela liegt in der Nähe des Stadtzentrums und eignet sich gut für eine Pause und einen ausgiebigen Stadtbesuch.

    Die Wohnmobilstellplätze sind nicht groß. Mal steht ein Baum mittendrin, mal gibt es tief hängende Äste. Am besten also nach dem Einchecken erst den Platz kontrollieren und bei Bedarf noch einmal wechseln. Auf dem Campingplatz gibt es ein kleines Schwimmbad und eine Bar. Direkt unterhalb des Campingplatzes von Santiago de Compostela findest Du ein Einkaufszentrum. Vom Camping spazieren wir zu Fuß zur Kathedrale. Das dauert etwa 20 Minuten. Alternativ ist auch die Fahrt vom Campingplatz ins Stadtzentrum von Santiago de Compostela mit dem Bus möglich.

    Immer mehr Pilger mit Rucksäcken und Wanderstöcken haben das gleiche Ziel, das Ende des Jakobswegs, die Kathedrale von Santiago de Compostela, die wir durch enge Gassen erreichen. Auf dem großen Platz vor der Kathedrale von Santiago de Compostela fallen sich wildfremde Menschen in die Arme. Sie sind am Ziel ihrer Pilgerfahrt. Dieser besondere Moment der Ankunft wird in vielen Erinnerungsfotos festgehalten. Wir bleiben einfach nur stehen und genießen den Moment.

    Ziel des Pilgerwegs mit Wohnmobil: Gottesdienst in Santiago de Compostella
    Der Pilgergottesdienst mit dem riesigen Weihrauchfass, dass quer durch die Kirche über die Gläubigen geschwenkt wird, gehört einfach dazu

    In der Pilgermesse mit Weihrauchfass und Menschen aus der ganzen Welt sind wir Teil der großen Gemeinschaft. „Gut gemacht“, umarmen wir die Nachbarn. Das Lob kommt aus tiefem Herzen, sind wir doch unmittelbare Zeugen der großen Leistung der Pilger.

    In einer nahe gelegenen Kneipe philosophieren und sprechen wir dann noch lange mit Pilgern aus Australien und dem Gastwirt, der den Jakobsweg ebenfalls schon gegangen ist.

    Campingplatz & Wohnmobil-Stellplatz Santiago de Compostela

    • Campingplatz Santiago de Compostela: Camping As Cancelas*, 15704, Rúa do Vintecinco de Xullo, 35, 15703 Santiago de Compostela, La Coruña, relativ zentrumsnaher Campingplatz in Santiago de Compostela. Man kann das Zentrum zu Fuß oder mit dem Bus gut erreichen. Die Stellplätze sind in Terrassen angelegt. Es gibt ein kleines Schwimmbad und eine Bar. In der Nähe des Campingplatzes befindet sich ein großes Einkaufszentrum. Achtung, nicht alle Parzellen sind für Wohnmobile geeignet.
    • Wohnmobil-Stellplatz Santiago de Compostela: Area de Santiago, Rúa de Manuel María s/n, 15705 Santiago de Compostela. Der private Stellplatz ist kostenpflichtig und nicht gerade leise. Zu Fuß dauert der Weg in die Stadt mehr als 30 Minuten.
    • Bewachter Parkplatz Santiago de Compostela, Salgueiriños, Gute Alternative für den kurzen Stadtbesuch

    09. Abschluss der Wohnmobil-Pilgerfahrt am Cabo Finisterre

    Ende des Pilgerwegs am Cabo Finistere #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Meer-Blick am Cabo Finistere

    Als letztes Ziel des Pilgerwegs durch Spanien wartet Cabo Finisterre, das „Ende der Welt“. Es ist der äußerste Zipfel Galiziens, den wir mit dem Wohnmobil erreichen. Über uns ist blauer Himmel, um uns herum tiefblaues Meer. Unser Wohnmobil parken wir auf dem Parkplatz rechts an der Zufahrt zum Leuchtturm.

    Immer mehr Menschen bewegen sich auf den letzten Metern. Viele Pilger verbrennen hier nach ihrer letzten Etappe Wanderschuhe und Kleidungsstücke. Auch wir stehen lange im Wind und blicken auf den Atlantik, bevor wir uns auf den über 2.000 Kilometer langen Rückweg machen.

    Ende des Pilgerwegs mit Wohnmobil in Spanien: #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Zum Schluss der Reise werden Schuhe, Kleidung oder Wanderausrüstung auf den Felsen über dem Meer zurückgelassen oder sogar verbrannt.

    Übernachten mit Wohnmobil in Galizien am Cabo Finisterre

    • Am Parkplatz vor dem Cabo Finisterre führt eine kleine Straße die Küste entlang. Ziel ist ein kleiner Parkplatz. Hier ist das Übernachten mit dem Wohnmobil mit Blick auf den Leuchtturm möglich.
    • In der Nähe gibt es den schön gelegenen Camping Ruta Finisterre* (man kommt bei der Anfahrt vorbei), Ctra. Coruña-Finisterre/AC445, km 7, 15270 Cée

    Spanien: Reiseroute & Tipps mit Wohnmobil auf dem Jakobsweg
    Küste in Galicien

    Hier ist unsere Pilgerfahrt mit dem Wohnmobil durch Nordspanien, vom Baskenland bis nach Galizien, zu Ende. Die Atlantikküste in Nordspanien und das Hinterland sind ebenfalls das Hin-Fahren mit dem Wohnmobil wert. Wir fahren immer wieder hierher. Doch das ist eine andere Geschichte.


    Fazit spanischer Pilgerweg mit Wohnmobil: eine intensive Erfahrung

    Spanien mit Wohnmobil #Hin-Fahren #Pilgerweg
    Das Ende des Pilgerwegs ist erreicht: Pilger hinterlassen am Kreuz oberhalb des Atlantiks ihre Gedanken und Wünsche

    Auf dieser Reise entlang des Pilgerwegs haben wir mit der Anreise von Deutschland durch Frankreich nach Spanien rund 6.000 Kilometer mit unserem Wohnmobil zurückgelegt.

    Sind wir Pilger? Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall sind wir tief berührt. Die Atmosphäre, Spiritualität und die Spuren, die Generationen vor uns hinterlassen haben, haben die ganze Familie gepackt. Dazu kommen die unendlichen Landschaften und die Natur. Der Pilgerweg durch Spanien mit dem Wohnmobil ist eine intensive Erfahrung an der Grenze von Tourismus und Pilgerfahrt.

    Mit dem Wohnmobil können wir zusätzlich auch die kleinen Orte abseits des Jakobsweges entdecken. Durch die Möglichkeit, mit dem Camper auch einmal größere Strecken zurückzulegen, haben wir mehr Zeit an schönen Stellen und für den Besuch der zahlreichen Kirchen. So erleben wir die Pilgerstätten zu einer Tageszeit, wenn kein großer Andrang herrscht. Dankbar sind wir auch für die vielen Begegnungen mit Einheimischen und ihre Berichte, wie der Pilgerweg ihr Leben berührt und geprägt hat.

    Wir kommen sicher wieder – irgendwann auch als Fußpilger.


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    Wichtige Reise-Tipps Pilgerweg in Spanien mit Wohnmobil

    Mit dem Wohnmobil unterwegs in Nordspanien auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella #Wohnmobiltour #Nordspanien

    1. Anfahrt nach Nordspanien mit Wohnmobil

    Durch Frankreich nach Spanien über Mühlhausen, Lyon, St. Etienne, Yssingeau, Le Puy, Langogne, Mende, Stück Autobahn, Laissac, Rodez, Carmaux, Albi, Lisle, Autobahnring Toulouse (rechts herum in Richtung Bordeaux), Richtung Vielha, durch die Pyrenäen bis nach Jaca

    2. Rückweg Santiago de Compostela, Nordspanien nach Deutschland

    Entlang der Küste bis Bilbao, dann quer durch Frankreich bis nach Chalon-sur-Saône, den Rest auf der Autobahn nach Deutschland.

    3. Wohnmobil mieten in Spanien

    Falls Dir die Anfahrt zu weit ist, kannst Du auch ein Wohnmobil in Nordspanien mieten.

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    4. Wichtige Tipps für Camper in Spanien

    Hier findest Du eine Übersicht meiner Tipps für eine Wohnmobil-Tour durch Spanien.

    5. Übernachten mit Wohnmobil in Nordspanien

    Im Inland von Spanien gibt es in der Nähe des Pilgerwegs nicht überall Campingplätze, also solltest Du bei der Planung am besten frühzeitig auf die Karte schauen.

    Wohnmobil-Stellplätze sind in Nordspanien weiter auf dem Vormarsch und immer mehr Gemeinden richten einfache Plätze ein. Davon sind aber einige nicht sehr attraktiv oder ohne Schatten. Auch die Spanier sind immer mehr mit dem Wohnmobil unterwegs, sodass es auf einem Stellplatz auch ganz schön eng werden kann. Es wird gemeinsam übernachtet und am nächsten Tag fährt man weiter. Campingverhalten ist in der Regel auf den Wohnmobil-Stellplätzen in Nordspanien nicht erwünscht.

    Frei übernachten und das legal und schön ist in der Nähe des Camino de Santiago nicht mehr so ganz einfach. Es sind einfach zu viele Menschen unterwegs und die kleinen Nebenstraßen oder begradigten Kurven gibt es fast nicht mehr. Dabei ist frei stehen in Galicien mit dem Wohnmobil eher erlaubt als in Asturien. Keine Sorge, es finden sich schöne Plätze, nur nicht immer da, wo man sie sich wünscht, oder erst nach längerem Suchen.



    6. Wohnmobil-Reiseführer Spanien & Pilgerweg

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    • Produkttyp: ABIS BOOK
    • Marke: Michael Müller Verlag
    • Farbe: Silber

    7. Meine Empfehlungen zur Einstimmung auf den Jakobsweg

    Wichtige Fragen: Pilgerweg durch Spanien mit dem Wohnmobil

    Welche Pilgerwege nach Santiago de Compostela gibt es?

    Wie lang ist der Pilgerweg?

    Mit wie vielen Kilometern muss ich für eine Wohnmobil-Tour nach Santiago de Compostela rechnen?

    Wo kann ich mit dem Camper am Pilgerweg übernachten?

    Kann ich dem Pilgerweg mit dem Wohnmobil folgen?

    Wie kann ich Fußpilgern und Wohnmobiltour kombinieren?

    * Als Mitglied des Amazon-Partnerprogramms und anderer Programme verdiene ich an qualifizierten Käufen, die Du über meine Links zu den Shops tätigst. Du unterstützt mich damit – vielen Dank!


    Eine Frau mit kurzen grauen Haaren und Brille lächelt in die Kamera. Sie trägt eine blaue Jeansjacke und ein Schlüsselband. Hinter ihr ist eine malerische Kulisse mit Bäumen, Wasser und einem Wohnmobil zu sehen.

    Hier schreibt Katja Hein – Journalistin und seit über 50 Jahren begeisterte Camperin. Mit meinen ausführlichen Wohnmobil-Reiseberichten, Camping-Erfahrungen und Routen zum Nachfahren entdeckst Du neue Reiseziele für den Urlaub mit Wohnmobil zwischen Südspanien & Nordkap. Dazu bekommst Du Unterstützung bei der Suche nach Deinem Traumfahrzeug.

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    Autor

    Ich bin Journalistin, Autorin und seit über 50 Jahren leidenschaftliche Camperin. Mit meinem Kastenwagen-Wohnmobil bin ich in ganz Europa unterwegs, zwischen Südspanien und Nordkap. Hier zeige ich die schönsten Reiseziele im Camper, Routen zum Nachfahren und gebe Hilfe und Beratung zu Camping und Wohnmobil. Viele Tipps bekommst Du auch in meinen Wohnmobil-Reiseführern.

    36 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

    1. Manfred sagt:

      Evtl. ein klein wenig am Thema vor bei.
      Auf dem Jakobsweg (hier der Abschnitt – Camino Frances), finden viele Menschen unterschiedlichster Nationen zueinander, welche sich diese Art von Traum/Lebenstraum verwirklichen wollen.
      Fußpilger, zu Pferd oder mit Esel und natürlich die Fahrradfahrer.
      Hier an dieser Stelle meinen ausdrücklichen Respekt an die, welche die Strecke von Saint-Jean-Pied- de-Port nach Santiago de Compostela zu Fuß bewältigen und meine Entschuldigungen an all jene, die mir mit einem freundlichen „Buen Camino“ auf Klingelzeichen ausreichend Platz eingeräumt haben.
      Als leidenschaftlicher Fahrradfahrer, Touren bzw. Mountainbiker, war es mir bereits im Jahre 2021 gelungen, von meiner Heimatstadt Frankfurt am Main, via Main, Tauber, Wörnitz, Lech, Andechs, Allgäu, Schaffhausen, Rhein/Rhone Kanal, Vezelay, Limoges, nach Saint-Jean-Pied-de-Port zu fahren um dann eben jenen „Camino Frances“ auf der Radwegroute (Teilweise EuroVelo Route) bis nach Santiago zu bewältigen (2850 km).
      Kleine Einschätzung am Rande: Die Radwegroute ist für trainierte Tourenfahrer kein Problem. Mit E-Bike bei entsprechender Streckenplanung eine schöne Reise.
      Jetzt (2023) galt es allerdings, mit dem Mountainbike die Originalstrecke des „Camino Frances“, also der Wegeführung der Fußpilger zu folgen und zu filmen.
      Weiterhin wollte ich die Strecke in beide Richtungen dokumentieren und bin deshalb bis Puente la Reina immer hin und zurück gefahren. Allerdings, in Puente la Reine angekommen (4 Etappe), habe ich dieses Unternehmen, also den Rückweg ebenfalls zu dokumentieren, verworfen.
      Warum: Nun, die Originalroute hat schon gefährliche Bereiche mit notwendigen Schiebe- bzw. Trageabschnitten, kurzgesagt, der Rückweg ist sehr, sehr unlustig und in einigen Passagen auch recht gefährlich.
      Weiterhin sei angemerkt, dass dem Fahrrad selbst sehr viel abverlangt wird. Also leichtes bis gar kein Gepäck waren für mich von Vorteil, da meine Frau mit dem Wohnmobil die Etappen begleitete und ich deshalb in diesem Thema eigentlich unbelastet war.

      Die Etappen haben unterschiedliche Längen. Kurze Abschnitte führen auch direkt parallel zum eigentlichen Pilgerweg, da dieser zu Aufzeichnungszeitpunkt hier und dort stark durch Fußpilger frequentiert war.
      Allerdings muss ich an dieser Stelle deutlich zum Ausdruck bringen, dass eigentlich nur denen die dem Originalweg folgen, auch all die versteckten Sehenswürdigkeiten abseits der üblichen Veloroute gelegen, begegnen.
      Die Wege bzw. Straßenverhältnisse sind ein Mix aus relativ wenigen Asphaltstrecken, größtenteils Wald, Feldpisten, schmale Wanderwege/Pfade, staubiger bis lockerer Untergrund in allen möglichen Facetten. Also schlecht bis ganz schlecht ….. aber machbar. Der Höhenmesser ist ein interessanter Begleiter.

      Wer wie ich im Pilgerbüro von Saint-Jean-Pied-de-Port z.B. die Warnung in den Wind schlägt, dass man die Abfahrt im Wald nach Roncesvalles umfahren sollte, liegt dann quasi irgendwo im Nirgendwo auf einer Geröllhalde im Wald auf der Nase. Also Vorsicht!
      Viele Dörfer auf dem Weg sollte man Tatsächlich zu Fuß durchqueren, um nicht an sehenswerten, ja teilweise eigentümlichen Örtlichkeiten achtlos vorbeizuradeln.
      Der Weg führt durch Städte wie Pamplona, Logroño, Burgos, León, Astorga und Ponferada. Sie alle habe ihren besonderen Charme. Die ortsbekannten Sehenswürdigkeiten sollte man aufsuchen und auch besuchen.
      Was die Beherbergung bzw. Verköstigung betrifft, gibt es ausführliche Veröffentlichungen im Netz. Verpflegung ist auf der Originalroute grundsätzlich kein Problem und auch die Zahl der am Weg gelegenen Brunnen um die Wasserflaschen aufzufüllen, ist mehr als ausreichend bemessen.
      Auch die Handhabung des Pilgerpasses ist ausführlich im Netz dokumentiert.
      Noch eine kurze Bemerkung über die Streckenführung. Flache Abschnitte sollte man genießen und nach langen, teils steilen Anstiegen folgen meist nicht wie gewünscht lange Abfahrten, kurz und knackig trifft da eher zu. Nur zur Erinnerung, der Weg führt grundsätzlich Richtung Westen. Wind aus Osten habe ich bei beiden Touren nicht erlebt.

      In Santiago, wenn man schön seine Stempel unterwegs gesammelt hat, kann man seine Pilgerurkunde und die sog. Compostela abholen (kostenpflichtig und durchaus mit langen Wartezeiten verbunden). Hierfür ist mit dem Rad ein Nachweis über mind. 200 km zu dokumentieren.
      Das Pilgerbüro befindet sich in der Nähe der Kathedrale.
      Ich hoffe mit meinem Schlusswort alles auf den Punkt zu bringen:
      Zeitnehmen, Ausrüstung zusammenstellen, losfahren und machen. Ab Saint-Jean-Pied-de-Port kann man sich bis nach Santiago de Compostela schwerlich verfahren
      „Buen Camino“ !

    2. Stefan-Georg Fuchs sagt:

      Hallo, sehr schöner Bericht. Danke dafür. Es gibt einige hilfreiche Tips darin zu finden. Wir waren auch mit unserem Womo ( etwas grösser als eures ) an vielen Stationen des Camino Frances und auch in Santiago de Compostella. Wir reisen sehr viel in Spanien , aber vor allem auch in Frankreich und besichtigen Klöster, Kirchen, Kathedralen. Dabei sind wir natürlich auch oft zu Fuss unterwegs und Tagesstrecken von 6-8 km bei Besichtigungen sind keine Seltenheit. Für 2025 stehen, endlich, Zentralspanien, Sevilla, die Grenzregion zu Portugal/ Estremadura und auch wieder Nordspanien an. Vigo und Umgebung kennen wir bereits ( Camino Portugues ) . Bei uns ist es manchmal so, dass meine Frau mit dem Womo voraus fährt und ich dann mit dem Mountainbike passende Strecken hinterher fahre..so kann man auch die Fahrrad-Pilgerwege fahren und hat am Ende des Tages seine Unterkunft bereit. Tagesetappen von 50-60km sind dann auch kein Problem. Nur gute Planung ( Google Maps mit Sat-Photos) ist nötig und nicht immer kann man in der Nähe eines Camino einen passenden Übernachtungsplatz finden. Und noch etwas generelles zum Pilgern : ich finde jeder sollte seinen eigenen Weg zu Gott finden. Ob zu Fuss, mit dem Rad, dem Motorrad, dem Auto oder eben heute auch dem Wohnmobil, bzw. einer Kombination aus allem. Darauf kommt es nicht an. Übrigens kommen unglaublich viele Pilger mit dem Schiff oder dem Flugzeug und laufen nur die letzten 100km ( Mindeststrecke ) nach Santiago, darunter auch viele Nicht-Christen….von den mehr als 400.000 Pilgern auf dem Frances (2024 ) laufen nicht einmal nur die Häfte mehr als 200km. Alle bekommen trotzdem ihre Pilgerurkunde…Wir haben auch einen der vielen Gottesdienste in Santiago besucht, der war z.T. für Pilger aus Kanada. Die kamen mit dem Kreuzfahrtschiff und liefen von A Coruna aus.
      Viele Wege führen zu Gott und keiner ist besser als der andere. Euch noch eine tolle Zeit und viele Entdeckungen auf euren Reisen.

      1. Ganz lieben Dank für das Teilen Eurer Erlebnisse und Deine Worte. Spanien und Frankreich sind wunderbare Reiseländer und der Camino und die Regionen, durch die er führt sind uns vor über 35 Jahren, noch vor dem Hype, ans Herz gewachsen. Irgendwann werden wir es ähnlich machen wie Ihr, darauf freuen wir uns. Euch wünsche ich viele neue Entdeckungen in Zentralspanien und der Extremadura. Ich würde mich am liebsten sofort wieder auf den Weg machen.
        LG Katja

    3. Bärbel sagt:

      Hallo Katja, wir wollen in den Osterferien 2025 mit dem Wohnmobil nach Santiago de Compostela fahren! Wir wohnen im Allgäu, nicht weit wegen Lindau/ Bodensee! Ist die Route in 14 Tagen ohne großen Stress zu bewältigen? Welche Streckenführung würdest du empfehlen?
      Viele Grüße
      Bärbel

      1. Hallo Bärbel,
        14 Tage ist schon sehr sportlich. Denn das sind knapp 2000 km einfach, aber es ist machbar.
        Ich würde Euch diese Strecke empfehlen: Quer durch Frankreich über Clermont-Ferrand und Bordeaux nach San Sebastian. Das könnt Ihr in 2 Tagen schaffen. Dann über Vitoria-Gasteiz nach Burgos und dem Pilgerweg folgend über Leon nach Santiago und an der Küste zurück. Es gibt viele gute Autobahnen, die auch in Spanien aktuell kostenfrei sind (außer im Baskenland). Für Landstraßen habt Ihr wahrscheinlich zu wenig Zeit. Die Ziele und Übernachtungsplätze solltet Ihr je nachdem, was Euch interessiert und dem Wetter aussuchen. Plant auf jeden Fall 2 Tage in Santiago ein, wenn ihr das schafft. LG Katja

        1. Josef sagt:

          Hallo Katja
          Vielen Dank für die Mühe.
          Ich habe es nun geschafft.
          Es war wohl ein Problem mit den iPad.
          Ich musste die Seite anders öffnen.
          Mfg
          Josef

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