Aktualisiert am 16. August 2026
Welcher ist der beste Kastenwagen? Die spontane Antwort von mir: Den einen besten Kastenwagen gibt es nicht, aber es gibt den besten für Dich. Ob Du alleine, zu zweit oder mit Kindern reist, auf dem Stellplatz stehst oder lieber frei, viel zuladen oder kompakt bleiben willst, danach entscheidet sich, welches Modell zu Dir passt und Dein bester Kastenwagen ist.
Ich fahre selbst seit über 25 Jahren einen Kastenwagen (inzwischen schon das dritte Modell) und bin damit in jeder freien Minute zwischen Südspanien und Nordkap unterwegs. Zusätzlich schaue ich mir jedes Jahr auf den wichtigsten deutschen Campingmessen, dem Caravan Salon Düsseldorf und der CMT Stuttgart, die Neuheiten rund um Kastenwagen, Camping und Wohnmobil an.
Hier gebe ich Dir meine persönlichen Erfahrungen für den Kastenwagen-Kauf weiter mit Kriterien, die wirklich zählen, einem Vergleich nach persönlichem Einsatzzweck und Beispielmodellen, an denen Du Dich orientieren kannst.
Mehr Informationen zu den aktuellsten Neuigkeiten und Modellen findest Du in meinem Vergleich Kastenwagen 2026.
Das Wichtigste zu Kastenwagen
- Der beste Kastenwagen ist der, der zu Deinem Reisestil, der Zahl der Reisenden und Deinem Budget passt. Es ist nicht der teuerste.
- Die wichtigste Entscheidung ist der Grundriss: Längsbetten, Querbett, Einzelbetten, Hubbett oder Hecksitzgruppe.
- Stauraum: Wieviel Stauraum benötige ich, sollen Fahrräder oder anderes Sportgerät mit im Inneren untergebracht werden?
- Basisfahrzeug: Soll es ein Fahrzeug der Stellantis-Gruppe oder ein Mercedes, VW, MAN, Ford oder Renault sein? Will ich Allrad?
- Motor: Viele Hersteller bieten nur noch Fahrzeuge mit 140 PS und Automatikgetriebe an. Wer etwas anderes möchte, muss das bei der Auswahl berücksichtigen.
- Daraus ergibt sich die Länge: 5,40 Meter, 5,99 Meter, 6,36 Meter oder 6,97 Meter.
- Zu zweit reicht ein 5,40-m- oder 5,99-m-Modell. Wer mehr Platz möchte, wählt 6,36 Meter oder länger.
- Familien benötigen mindestens 4 Sitzplätze und 4 Schlafplätze, im Aufstelldach, als Stockbetten oder im festen Hochdach.
- Achte auf die Zuladung: Viele (besonders längere) Kastenwagen sind mit viel Ausstattung bei 3,5 Tonnen schnell am Limit.
- Für große Menschen zählen Stehhöhe (auch im Bad!) und eine Bettlänge ab 2,00 m. Deshalb passt nicht jeder Kastenwagen.
- Preis neu: rund 50.000–120.000 €, Vorjahresmodelle sind deutlich günstiger.
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Welcher Kastenwagen ist der beste für Dich? 7 wichtige Kaufkriterien
Bevor Du Dir einzelne Modelle näher anschaust, kläre für Dich diese sieben Fragen. Danach fällt die Auswahl leichter.
1. Kastenwagen-Grundriss – die wichtigste Frage
Der Grundriss ist der wichtigste Punkt, den Du entscheiden musst. Es gibt verschiedene Varianten bei Kastenwagen.
- Längsbetten (Einzelbetten hinten): Zwei getrennte Betten längs hinten sind ideal für zwei Personen, die nachts nicht übereinander klettern wollen. Klassiker im 6,36-m-Kastenwagen. Gibt es eigentlich von allen Herstellern. Beliebt sind der Clever Runner, Malibu Van first class oder Pössl Summit 640. Es gibt inzwischen auch 6-m-Modelle mit Längsbetten, dann hat man im Bad und in der Sitzgruppe weniger Platz. Schaue Dir den Pössl Summit Shine 600 L, VANTourer 600 L, Clever Spirit 600 oder Dethleffs Globetrail 600 ER an. Unter den Längsbetten befindet sich bei beiden Varianten der große Stauraum.
- Querbett hinten: ein durchgehendes Bett quer, darunter Stauraum (die „Garage“). Kompakt, passt schon in kürzere Modelle. (5,40 m oder 5,99 m).
- Wer ein Hubbett auswählt (das Bett fährt manuell oder elektrisch hoch, darunter entsteht eine große Heckgarage), hat viel Platz für Fahrräder und andere Dinge. Beispiele sind der Clever Runner Active oder Adria Twin 600 SBX. Sie sind unter anderem ideal für Radreisende.
- Hecksitzgruppe: hinten eine gemütliche Sitzecke statt dem festen Bett, das Bett kommt meist als Hubbett von oben. Wohnlich, aber oft sehr wenig Stauraum. Beispiele: Bürstner Eliseo C 644, MegaMobil Lounge 640, der Nomade Nation Space und die Modelle von Bunkervan.
- Ohne Dinette/ohne Sitzbank: Modelle, die auf die klassische Sitzgruppe verzichten und stattdessen mehr Stauraum, ein größeres Bad oder mehr Bewegungsfläche bieten. Gegessen wird an einem ausklappbaren Tisch und auf den gedrehten Fahrerhaussitzen. Beliebter Grundriss bei Minimalisten. Beispiele: Pössl P2 Relax, Karmann Dexter 600 oder der La Strada Regent E.
- Andere Grundrisse: Manche Hersteller setzen auf anders gedachte Innenräume. Beispiele sind die Modelle von Rocket Camper, Matist Camper, Globe Voyager, Nomade Nation, Freedo der Carado CV 541 PRO, FurgoK oder Clevervans DUO 540 (ehemals Clever Sunny). Alle sind interessant, wenn Du mehr Raumgefühl oder gute Lösungen suchst. Neu sind inzwischen auch modulare Grundrisse, bei denen Du Elemente gezielt weglassen oder verschieben kannst.
2. Wie viele Personen werden mitfahren und mitreisen?
- Bester Kastenwagen für 2 Personen: Hier hast Du die größte Auswahl. Zwei feste Schlafplätze, ein ordentliches Bad, genug Stauraum – das bieten viele der Kastenwagen auf dem Markt. Durch Längs- oder Querbett brauchst Du nachts nicht umbauen.
- Bester Kastenwagen für 4 Personen oder die Familie: Jetzt wird es enger. Du brauchst vier oder fünf Schlafplätze und vier oder fünf eingetragene Sitzplätze mit Gurt.
Für die zusätzlichen Betten gibt es zwei Wege:
1. Festes Hochdach: Ein fest aufgebautes Hochdach aus GFK schafft dauerhaft Stehhöhe und ein zusätzliches oberes Bett. Vorteile sind eine gute Isolierung, zusätzlicher Stauraum und ein großes Raumgefühl. Die Fahrzeuge sind aber etwas höher als andere Modelle. Beispiele: Pössl 2Win Vario, Pössl Vario 545, VW Grand California 600, Weinsberg CaraBus MQH, Balcamp MAN 610, CS Rondo XL oder Dreamer Select Family Van.
2. Klappdach/Aufstelldach: Das Dach wird zum Schlafen nach oben geklappt und bleibt beim Fahren flach. Die Kastenwagen sind dadurch niedriger, dafür aber weniger isoliert. Beispiele: Inzwischen haben fast alle Hersteller Kastenwagen mit Klappdach im Programm. Es gibt bei der Firma Sky Up auch sehr gute Klappdächer zum Nachrüsten.
3. weitere Grundrisse: Es gibt Kastenwagen mit zwei Doppelbetten übereinander im Heck wie beim Clever VARIO KIDS 600 oder Dethleffs Globetrail 600 KS Active. Bei diesen Modellen haben vier Personen ohne Umbauen einen Schlafplatz. Allerdings leidet die Privatsphäre, denn es gibt wenig Rückzugsraum. Der La Strada Avanti F bietet im reinen Kastenwagen ohne Hochdach zum Heckbett ein Hubbett im vorderen Bereich über der Sitzgruppe.
Achte bei der Auswahl besonders auf die Zuladung. Mit Kindern oder bei der langen Version ist das zulässige Gesamtgewicht schnell erreicht.
3. Die Länge entscheidet auch über den Grundriss
Bevor Du Dich in ein Fahrzeug verliebst, schau zuerst auf die Länge. Denn an der Länge hängen nicht nur die möglichen Grundrisse.
- um 5,40 m: kurzer Radstand und deshalb wendig, passt in normale Parklücken und ist ideal für Stadt und Alltag. Aber auch unterwegs ist man dadurch flexibel. Hier gibt es meist ein Querbett im Heck, das nicht besonders breit ist. Für zwei feste Längsbetten ist kein Platz. Natürlich ist es immer ein Kompromiss, was den Platz betrifft, besonders was den Stauraum und den Aufenthaltsbereich bei schlechtem Wetter betrifft. Beispiele: Pössl Roadcamp R (durch das Raumbad etwas mehr Platz in der Sitzgruppe), Pössl Vario 545 (sehr viel Platz und 4 Schlafplätze durch gute Raumaufteilung). Wir haben beide Varianten schon gefahren. Da wir immer unterwegs sind, macht uns die kurze Länge sehr flexibel. Da der Kastenwagen unser „Zweitwagen“ ist, haben wir mit dem kurzen Radstand auch Vorteile auf dem Mitarbeiterparkplatz. Inzwischen haben fast alle Hersteller einen kurzen Kastenwagen im Angebot.
- um 6,00 m: Beliebt für Fahrzeuge mit Heckquerbett und der Einstieg in die Längsbetten-Welt, weiterhin gut zu fahren und einzuparken. Durch die größere Fahrzeuglänge hat man mehr Stauraum. Der Radstand liegt bei 4 Metern. Dadurch muss man auf engen Straßen auf das rechte Hinterrad achten. Wir haben schon einen 6-Meter-Kastenwagen gefahren und kamen gut damit zurecht. Beliebt auch als Fahrzeug mit zusätzlichem Klappdach für Familien.
- um 6,36–6,40 m: Sehr beliebt als Kastenwagen für 2 Personen mit zwei Einzelbetten längs hinten und mit großer Heckgarage darunter, der beliebteste Grundriss überhaupt. Das Raumgefühl ist großzügig und man hat etwas mehr Platz im Bad und für die Küchenzeile. Bei den meisten Fahrzeugen gibt es auch mehr Stauraum. Der Radstand ist der gleiche wie beim 6-Meter-Kastenwagen und die Länge ist vergleichbar zum 6-Meter-Fahrzeug mit angehängtem Fahrradträger. Bei dieser Länge muss man auf jeden Fall auf die mögliche Zuladung achten. Wir überlegen aktuell, ob ein längeres Fahrzeug für uns in Frage kommt, wenn wir künftig länger fahren können.
- über 6,40 m: maximaler Raum im Inneren, aber spürbar unhandlicher – im Gelände, auf Fähren, Passstraßen und manchen Stellplätzen ein Nachteil. Besonders beliebt sind die Grundrisse auf dem langen Mercedes Sprinter und für hochwertige Ausbauten zum Beispiel von Alphavan, Noah Camper oder Megamobil.
Je kürzer, desto wendiger, aber desto weniger Grundriss-Auswahl und weniger Stauraum. Für die meisten Paare ist der Bereich um 6,00 bis 6,40 Meter die beste Lösung.
4. Welches Basisfahrzeug?
Das Fahrgestell bestimmt Ausstattung, Fahrgefühl, Werkstattnetz und Preis.
- Fiat Ducato (baugleich Citroën Jumper und Peugeot Boxer): das meistgenutzte Basisfahrzeug, günstig, gute Raumausnutzung, riesiges Werkstattnetz.
- Ford Transit: hat stark aufgeholt, modernes Fahrwerk und Assistenzsysteme, inzwischen bei vielen Herstellern als Basisfahrzeug.
- Mercedes Sprinter: hochwertig und komfortabel, aber teurer.
- VW Crafter/MAN TGE (baugleich): Alternative im oberen Segment.
- Renault Master: solide Basis, nur bei wenigen Ausbauern
Für einen ersten Kastenwagen ist der Ducato selten ein Fehler, denn er ist die gängige Basis und Ersatzteile sowie Service bekommst Du überall.
5. Zuladung – achte auf alle Kilos
Bei dem üblichen 3,5-Tonnen-Fahrgestell zählt jedes Kilo. Mit eventuell Maxifahrwerk, größerem Motor, zusätzlicher Ausstattung, Wasser, Gas und Gepäck ist man schneller am Limit, als man denkt. Denn im angegebenen Gewicht ist nur der Fahrer mit 75 Kilo angegeben und es sollen ja oft noch weitere Personen und vielleicht ein Hund mitfahren. Deshalb lohnt der Blick auf die tatsächliche Zuladung, nicht nur im Prospekt oder in den Fahrzeugpapieren. Denn das Gewicht variiert je nach Baujahr und Ausstattung. Manchmal sogar von Fahrzeug zu Fahrzeug.
Gute Werte (deutlich über 500 kg) bieten eher kurze oder schlank gebaute Modelle. Inzwischen gibt es schon Hersteller, die im Möbelbau bewusst auf Leichtbau durch andere Materialien setzen (Megamobil, Knaus, Adria). Der Rocket Base punktet durch das bauartbedingte, geringere Gewicht mit hoher Zuladung von über 800 Kilo. Unser Pössl Roadcamp R und andere 5,4 Meter lange Kastenwagen ohne zusätzliches Hochdach haben in der Regel um die 750 Kilo Zuladungsreserve (oder mehr), der Pössl P2 in der Basiversion hat rund 680 kg oder der Karmann Dexter 600 rund 670 kg. Längere oder üppig ausgestattete Camper bieten dagegen weniger Zuladungsspielraum.
Reicht die Zuladung nicht, lässt sich ein Kastenwagen auflasten (zum Beispiel auf 3,85 Tonnen), dafür müssen die technischen Grenzwerte der Achsen stimmen. Oft müssen eine angepasste Federung oder andere Felgen/Reifen nachgerüstet werden. Nach einer offiziellen Abnahme durch eine Prüfstelle erfolgt die Änderung der Papiere. Die Auflastung ist aber nur eine von mehreren Möglichkeiten und kein Muss. Je nach Führerschein brauchst Du dann den Führerschein der Klasse C1 (alter „Klasse-3“-Schein). Hier erfährst Du, was alles mit einem Wohnmobil über oder unter 3,5 Tonnen verbunden ist. La Strada setzt manche Kastenwagen-Modelle ganz bewusst bereits über 3,5 Tonnen an.
Mein Tipp: Wieg Deinen Camper einmal leer und dann voll beladen. Das geht zum Beispiel auf Abfallwirtschaftshöfen.
6. Ausstattung macht den Unterschied
- Maxi-Fahrwerk oder Heavy-Chassis: Bietet mehr Bodenfreiheit, höhere Achslasten, stärkere Bremsen, 16-Zoll-Felgen sowie Kotflügelverbreiterungen
- Heizung: Gas (Truma) ist Standard, eine Dieselheizung macht Dich vom Gasvorrat unabhängiger und macht in der Regel zusätzlichen Stauraum frei.
- Aufstelldach: bringt Stehhöhe und zwei extra Schlafplätze. Es ist ein gefragtes Extra.
- Strom: Lithium-Batterie, Solar und Ladebooster bieten nicht nur Freistehern mehr Flexibilität.
- Kühlschrank: Moderne Kompressorkühlschränke brauchen nicht viel Strom und machen in Kombination mit einer Lithium-Batterie oder einer zweiten Aufbaubatterie und einem Solarfeld auf dem Dach unabhängig. Wir haben inzwischen schon das zweite Fahrzeug mit Kompressorkühlschrank. In der Regel haben sie ein kleines zusätzliches Kühlfach und eine Schublade für Gemüse.
- Bad: Feste Nasszelle, Schwenkbad oder Raumbad sind Geschmackssache und eine Frage des Platzes. Wir haben aktuell aus Platzgründen ein Raumbad, mir gefallen aber auch die neuen Schwenkbäder sehr.
- Klimaanlage: Eine Kompressorklimaanlage wird auf dem Dach montiert und benötigt Landstrom. Inzwischen gibt es von Bergstrom auch eine Variante mit 12 Volt. Eine beliebte Alternative ist der Maxxfan*.
7. Für große Menschen: Stehhöhe und Bettlänge
Bist Du über 1,90 m groß, wird die Auswahl an Kastenwagen kleiner. Drei Maße sind entscheidend.
- Stehhöhe: Die meisten Kastenwagen bieten innen nur etwa 1,85 bis 1,95 m an Stehhöhe, das ist für große Menschen oft zu wenig. Achte auf Modelle mit mehr Innenhöhe und prüf unbedingt auch die Stehhöhe im Bad, die ist häufig niedriger als im Wohnraum. Eine gute Variante für große Menschen sind hohe Ford-Kastenwagen oder Fiat- und Citroen-Kastenwagen mit der Dachhöhe H3.
- Bettlänge: Standardbetten sind schnell zu kurz. Große Menschen brauchen mindestens 2,00 m, besser 2,10 m Bettlänge. Feste Längsbetten sind hier die bessere Wahl. Querbetten sind in der Regel durch die Grenzen der Fahrzeugbreite zu kurz.
- Fahrersitz: Oft ist bei Kastenwagen die Sicht nach vorne für große Menschen nach oben begrenzt. Hier gibt es die Möglichkeit, die Drehkonsole umzubauen. Am besten bereits vor dem Kauf probesitzen und mit dem Thema beschäftigen.
Kastenwagen mit viel Platz für große Menschen sind der Pössl Roadcruiser XL (mit Hochdach, 2,13 m Stehhöhe und einer Bettlänge von 208 cm) oder der Rocket Space (über 2,10 m Stehhöhe und extralange Betten). Der LMC Innovan 590 bietet 2,08 m Stehhöhe, die Bettlänge liegt bei 193 cm. Mehr Länge bieten zusätzliche Fahrzeugverbreiterungen. Interessant sind auch der Knaus BoxStar 600 XL (durch GFK-Hochdach viel Stehhöhe und großzügiges Raumgefühl, Zwei-Meter-Bett), der Clever Runner (Bett mit rund 202 cm) oder der Globe Voyager X (Betten über 2 m). Elma Vans bietet einen Kastenwagen-Ausbau oder den Umbau extra für große Menschen an.
Beim Fahrzeugcheck nicht nur auf die Raumhöhe achten, sondern auch ins Bett legen und das Bad testen. Innenhöhe und Bettlänge am besten immer am konkreten Fahrzeug nachmessen.
Kastenwagen im Vergleich: Welcher passt zu welchen Anforderungen?
| Du willst … | Worauf achten | Beispielmodelle |
|---|---|---|
| … zu zweit bequem reisen | Längs- oder Querbett, 6 Meter | Pössl Summit 600, Clever Spirit 600, Pössl 2Win, Hannes Camper Van 60 |
| … zu zweit bequem reisen und mehr Platz haben | 6,36 Meter, Längsbetten | Clever Runner, Adria Twin 640 SLB, Pössl Summit 640 |
| … kompakt & wendig bleiben | ca. 5,40 m, Querbett | Pössl Roadcamp, Adria Twin 540 |
| … mit der Familie fahren (festes Hochdach) | 4 Schlaf- und 4 Sitzplätze, GFK-Hochdach | Pössl 2Win Vario (6 m lang), Pössl Vario 545 (5,40 m lang), VW Grand California 600 |
| … mit der Familie fahren (Klappdach) | 4 Schlaf- und 4 Sitzplätze, Aufstelldach | Yukon, Pössl, Clever, Knaus, … |
| … Fahrräder im Innenraum mitnehmen | Hubbett und große Heckgarage | Clever Runner Active |
| … wohnlich sitzen | Hecksitzgruppe (Hubbett) | Bürstner Eliseo C 644, MegaMobil Lounge 640, Bunkervan |
| … ohne Sitzgruppe / minimalistisch | Drehsitze + Klapptisch statt Dinette | Pössl P2 Relax, Karmann Dexter 600 |
| … abweichender Grundriss | Raumgefühl & gute Ideen | Rocket Camper Base, Freedo, Clevervans DUO 540 |
| … Platz für groß gewachsene Menschen haben | Stehhöhe ab 2,00 m, Bett ab 2,00 m (auch Bad prüfen!) | Pössl Roadcruiser XL |
| … viel zuladen | echte Zuladung über 500 kg | Rocket Base, Pössl Roadcamp, Karmann Dexter 600 |
| … günstig einsteigen | Vorjahresmodell oder Basisausstattung | Sunlight Cliff, Forster |
Was kostet ein guter Kastenwagen?
Neue Kastenwagen-Camper liegen heute zwischen etwa 50.000 und 120.000 Euro, je nach Basisfahrzeug, Ausstattung und Hersteller. Sparen kannst Du mit Vorjahresmodellen oder gut ausgestatteten Messeangeboten. Geprüfte Gebrauchte kosten fast genauso viel. Beim Neukauf lohnt der Blick auf Pakete und Sondermodelle. Manchmal ist teure Sonderausstattung günstiger im Bundle.
Neu oder gebraucht kaufen?
Ein neuer Kastenwagen bietet Garantie, aktuelle Technik sowie Wunschgrundriss und Ausstattung. Ein Gebrauchter ist nicht immer günstiger, aber sofort verfügbar. Wenn Du sparen willst, schaue auch, was bei den Händlern in Deiner Region an Vorjahresmodellen auf den Höfen steht. Meine ausführlichen Tipps zum Wohnmobilkauf bieten weitere Anhaltspunkte.
Die neuesten Modelle jedes Jahr
Welche Modelle jedes Jahr neu dazukommen, schaue ich mir auf den Messen an und stelle sie Dir vor.
Mein Fazit: So findest Du den besten Kastenwagen
Der beste Kastenwagen ist keine feste Marke, sondern das Modell, das zu Dir und Deinem Reisestil passt. Kläre zuerst Grundriss und Personenzahl, achte auf die Zuladung, wähle ein Basisfahrzeug mit gutem Werkstattnetz in Deiner Nähe und setze Dich vor dem Kauf unbedingt selbst hinein, bekomme ein Gefühl für das Ambiente und lege Dich probeweise ins Bett. Checke auch die Aufteilung im Bad und ob Du bequem auf der Toilette sitzen kannst.
Häufige Fragen zum Kastenwagen-Kauf
Welcher Kastenwagen ist der beste?
Den einen besten gibt es nicht. Es kommt auf Dich und Deine Art zu reisen an. Für zwei Personen ist die Auswahl am größten, für Familien zählen Schlafplätze und Zuladung. Entscheide zuerst über den Grundriss.
Was ist der beste Kastenwagen für 2 Personen?
Für zwei Reisende sind Modelle mit Längs- oder Querbett ideal. So musst Du das Bett nachts nicht umbauen und hast genug Stauraum. Bewährte Beispiele sind der Pössl Summit 600 oder der Clever Runner.
Wie viel kostet ein Kastenwagen-Wohnmobil?
Neu meist zwischen 50.000 und 120.000 Euro. Vorjahresmodelle sind günstiger. Gebrauchte kosten fast genauso viel.
Welches Basisfahrzeug ist das beste?
Der Fiat Ducato ist am weitesten verbreitet und hat das größte Werkstattnetz. Der Ford Transit hat technisch aufgeholt, Mercedes Sprinter und VW Crafter/MAN TGE liegen im höheren Segment.
Wie viel Zuladung sollte ein Kastenwagen haben?
So viel wie möglich. Viele 3,5-Tonner sind mit Grundfahrzeug und Ausstattung schon nah am Limit. Prüfe die echte Zuladung. Eine Auflastung auf 3,85 Tonnen ist mit einigen Auflagen verbunden.
Welcher Kastenwagen ist der beste für große Menschen?
Wichtig sind zwei Maße: eine Innen-Stehhöhe ab 2,00 m (unbedingt auch das Bad prüfen, das ist oft niedriger) und eine Bettlänge ab 2,00 m, besser 2,10 m. Modelle mit Längsbetten und Modelle mit H3-Dach sind meist die bessere Wahl. Beispiele sind der Pössl Roadcruiser XL, der Rocket Space, der Clever Runner oder der Globe Voyager X. Die genauen Maße aber immer am Fahrzeug nachmessen.
Kastenwagen oder größeres Wohnmobil?
Der Kastenwagen ist stabiler, wendiger, alltagstauglicher und passt oft auch in normale Parklücken. Er bietet dafür aber weniger Platz.
* Als Mitglied des Amazon-Partnerprogramms und anderer Programme verdiene ich an qualifizierten Käufen, die Du über meine Links zu den Shops tätigst. Du unterstützt mich damit – vielen Dank!
Hier schreibt Katja Hein – Journalistin und seit über 50 Jahren begeisterte Camperin. Mit meinen ausführlichen Wohnmobil-Reiseberichten, Camping-Erfahrungen und Routen zum Nachfahren entdeckst Du neue Reiseziele für den Urlaub mit Wohnmobil zwischen Südspanien & Nordkap. Dazu bekommst Du Unterstützung bei der Suche nach Deinem Traumfahrzeug.