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Mit Wohnmobil durch die Normandie (5): Um die Halbinsel Cotentin an der Küste zum Mont-Saint-Michel

Mit dem Wohnmobil in der Normandie entlang der Küste der Cotentin-Halbinsel bis zum Mont-Saint-Michel #Frankreich #Reisetipps #Campingplätze #Stellplätze #Urlaub

Aktualisiert am 10. Mai 2025

Wir setzen unsere Camping-Normandie-Rundreise mit Wohnmobil weiter fort und folgen dabei immer der Küste auf der Halbinsel Cotentin bis zum Mont-Saint-Michel. Der äußerste Zipfel der Normandie lockt mit vielen Eindrücken, tollen Blicken aufs Meer, riesigen Sandstränden, beschaulichen Fischereihäfen und sehr unterschiedlicher und auch wilder Landschaft. Dadurch ist die Region der Normandie mit Wohnmobil und auch für den Camping-Urlaub mit Kind attraktiv.

Im Frühjahr ist es in der Normandie zum Camping und auf dem Cotentin mit Wohnmobil sehr schön. Die Gegend im äußersten Westen von Frankreich ist aber auch zu anderen Jahreszeiten nicht überlaufen. Es ist eine wunderbare Entdeckungstour im Camper entlang der normannischen Küste.

Camping-Rundreise Normandie mit Wohnmobil – Teil 5

Nach wunderbaren, aber auch mental anstrengenden Tagen mit dem Camper an den normannischen Landungsstränden, die bereits geografisch zur Halbinsel Cotentin gehören, die wir jetzt umrunden wollen, ändert sich die Landschaft. Immer weiter folgen wir auf unserer Rundreise mit dem Wohnmobil der abwechslungsreichen Küste. In dieser Region Frankreichs haben wir das Gefühl, das Meer ist noch gegenwärtiger.


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Viele Tipps gibt es auch im Reiseführer Entdeckertouren Bretagne*.


Malerische Fischerorte an der Cotentin-Küste im Camper

Reisebericht Küste Normandie mit Wohnmobil - Cotentin: Stop in Saint-Vaast-la-Hougue, Blick auf die Boote
Boote im Hafen von Saint-Vaast-la-Hougue

In Saint-Vaast-la-Hougue, das wir als nächstes Ziel unserer Normandie-Wohnmobil-Reise ausgewählt haben, gefällt es uns gut.

  • Es wird Zeit für einen ausgedehnteren Stopp. Deshalb steuern wir den nur 300 Meter vom malerischen Hafen gelegenen Campingplatz La Gallouette an und freuen uns über die gut gepflegte Anlage. Überhaupt haben wir in der Normandie viele schöne Campingplätze gefunden.
  • Direkt neben dem Campingplatz von Saint-Vaast-la-Hougue gibt es auch einen Wohnmobil-Stellplatz.
  • Bei einem Spaziergang entdecken wir in dem sympathischen Ort schöne Geschäfte und einen kleinen Strand. Wir mögen es sehr, wenn wir vom Campingplatz aus gleich einen Ort besichtigen oder auch essen gehen können.
  • In der Umgehung von Saint-Vaast-la-Hougue sind zwei Vauban-Türme erhalten, die zur Befestigung und Kontrolle des Hafens und der Küste errichtet wurden. Die UNESCO hat sie zum Weltkulturerbe erklärt.

Durch für den Gemüseanbau genutzte Felder geht es weiter. Die normannische Küste ist dabei aus dem Wohnmobilfenster fast immer in Sichtweite.

Barfleur gilt als einer der schönsten Orte in Frankreich. Wir finden zurecht und genießen die Atmosphäre bei einem ausführlichen Spaziergang durch die verwinkelten Gassen. Einen sicheren Parkplatz für unser Wohnmobil finden wir in Barfleur in der Nähe des Hafens.

  • Im Hafen von Barfleur liegen viele bunte Fischerboote.
  • Über die Dächer ragt der gedrungene Turm der kleinen Kirche.
  • Überall dominiert der Granit als Baumaterial.
  • Im Mittelalter war Barfleur einer der wichtigsten Häfen der Region im Westen der Normandie.
  • Es wird vermutet, dass Wilhelm der Eroberer von Barfleur aus nach England aufbrach.
  • In Barfleur gibt es auch einen schönen Campingplatz und zusätzlich einen Wohnmobil-Stellplatz nicht weit weg von der Küste.
Idealer Stop mit dem Wohnmobil an einem kleinen Hafen auf der Halbinsel Cotentin
Hafen unterwegs, hier stoppen wir für ein Picknick im Wohnmobil mit Blick aufs Wasser

Weiter geht unsere Fahrt durch die Normandie am Meer und der Küste entlang und wir erreichen mit dem Wohnmobil Gatteville. Hier fahren wir zum 71 Meter hohen Leuchtturm. An vielen Stellen stehen neben dem Leuchtturm von Gatteville Wohnmobile frei neben der Straße und genießen den Blick aufs Meer und die wilde Küste. Und auch der Parkplatz in exponierter Lage oberhalb des Meers lädt zum Verweilen und Übernachten mit dem Reisemobil ein.

Besuch im Cité de la Mer in Cherbourg

Schon früh ist unser nächstes Wohnmobil-Ziel in der Normandie ausgeschildert. Ein weiteres Highlight im Norden der normannischen Halbinsel und der Region Cotentin ist für uns der Besuch im Cité de la Mer, neben dem Fährhafen von Cherbourg. Hier gibt es mit und ohne Kinder viel zu sehen. Parken beim Cité de la Mer ist auch mit dem Camper kein Problem. In unmittelbarer Nähe liegt der offizielle Wohnmobil-Stellplatz von Cherbourg „Air municipal“. Und auch die Lage zur Stadt ist günstig für einen Aufenthalt. Die Entfernung vom Wohnmobil-Stellplatz ins Zentrum der Hafenstadt beträgt etwa einen Kilometer.

Highlight Normandie-Urlaub mit Wohnmobil auf dem Cotentin: Junge hat das Steuer des Atom-U-Boots übernommen
Kleiner Steuermann eines riesigen U-Boots im Cite de la Mer

Im Cité de la Mer besichtigen wir das größte für die Öffentlichkeit zugängliche atomare Unterseeboot.

  • Die „Le Redoutable“ wurde 1967 von General de Gaulle in Cherbourg vom Stapel gelassen.
  • Der Besuch im U-Boot ist aus Sicherheitsgründen erst ab fünf Jahren möglich.
  • Mit einem sehr gut gemachten deutschen Audioguide werfen wir ausführliche Blicke in jeden Winkel des 128 Meter langen schwarzen Monstrums. Auch unser Sohn findet das U-Boot sehr interessant.
  • Es geht beim U-Boot-Besuch nicht nur um Technik: Das Leben der 135 Mann starken Crew wird für die ganze Familie lebendig.
  • Sogar am Steuer des U-Boots dürfen Besucher in Cherbourg Platz nehmen.

Eine weitere Attraktion im Cité de la Mer ist der angebotene virtuelle Spaziergang auf dem Meeresgrund.

  • Nach der „Ausrüstung“ und einem „Training“ in der Gruppe geht es dabei ab in die unwirtliche Tiefe.
  • Wir erinnern uns immer noch sehr gerne an dieses kleine Abenteuer, fast wie bei Kapitän Nemo. Besonders für Kinder ist es sehr spannend gemacht.

Aber das ist noch nicht alles: Der Geschichte der europäischen Auswanderung ist ein eigener Museumsbereich gewidmet. Und auch das zum Komplex des Museums gehörende Aquarium gefällt uns gut.

Wir verbringen einen sehr abwechslungsreichen halben Tag für die ganze Familie im Cité de la Mer von Cherbourg.


  • Camping-Roadtrip durch die Normandie

Mit dem Wohnmobil auf dem Cotentin von Kap zu Kap

Die „Route des Caps“ führt entlang der Küste der Halbinsel Cotentin auf kleinen kurvigen Straßen bis Barneville-Carteret. Es ist eine Freude, hier mit dem Wohnmobil zu fahren. Das Meer zeigt sich dabei eher von der wilden Seite. Immer neue fantastische Blicke auf Küste und Meer sorgen für Abwechslung und für den besonderen Reiz der Region.

Die Küste der Normandie oberhalb von Cherbourg solltest Du bei Deinem Roadtrip unbedingt selbst mit dem Wohnmobil entdecken und Dich dabei vielleicht auch ein wenig treiben lassen, denn sie ist wirklich eine Reise wert. Weite und eindrucksvolle Landschaften wechseln ab mit malerischer Felsenküste.

Reisebericht: Blick auf die felsige Küste der Normandie an einem Wohnmobil-Übernachtungsplatz
Blick aus dem Wohnmobil bei der Übernachtung an der felsigen Küste des Cotentin

Strände gibt es auf dieser Seite der Cotentin-Halbinsel aber eher weniger. Sie liegen auf der anderen Seite.

Auf einem kleinen Parkplatz mitten im Nirgendwo beobachten wir lange die einheimischen Fischer, die mit einem Boot in der Bucht unterwegs sind. Heute stehen wir mit unserem Wohnmobil direkt frei an der wilden Küste der Normandie. Dabei verbringen wir eine ruhige Nacht. Und genießen vor allem den Blick auf das unter dem Nachthimmel schimmernde Meer und die Atmosphäre.

Normandie mit Wohnmobil: Mini-Hafen Port Racine

Wohnmobiltour Normandie: Fischerboote im Hafen Port Racine
Port Racine ist der kleinste Hafen in Frankreich

Nur ein kleines Stück weiter an der Küste gibt es ein weiteres Highlight auf unserer Wohnmobil-Rundreise durch die Normandie. Der kleinste Hafen Frankreichs, Port Racine, mit seinen Fischerbooten ist wirklich zauberhaft. Die Boote liegen in einem 800 Quadratmeter großen Hafenbecken in der Nähe der Steilküste.

  • Auch die Öffnung zum Meer ist klein, sie beträgt elf Meter zwischen den beiden Hafendämmen.
  • 1813 wählte einer der letzten Korsaren, der für Napoleon arbeitete, diesen Ort an der normannischen Küste als Stützpunkt.
  • Von hier aus konnte er schnell mit seinem Schoner „Embuscade“ die Küste entlang segeln und die Schiffe, die das Kap von La Hague umschifften oder Waren für die Kanalinseln geladen hatten, überfallen.
  • Später wurde der Hafen für die Fischer der Region ausgebaut.

Normandie und Cotentin pur: Wilde Landschaft – raue Küste

Mit dem Wohnmobil an der Küste der Normandie: Blick auf Meer und Felsen an der normannischen Küste
Die Strömung hier am äußersten Rand der Normandie ist sehr stark

Hinter jeder Straßenkurve gibt es neue Ausblicke auf die spektakuläre Küste und fast menschenleere Landschaft. Immer wieder laden uns Aussichtspunkte zum Anhalten ein.

Wir folgen mit dem Wohnmobil einer der abwechslungsreichsten Küsten Frankreichs. Auch das wildromantische Cap de la Hague und der Nez de Jobourg sind ideale Ziele im Reisemobil auf Cotentin. Ganz oben am Nordzipfel der Normandie stehen wir mit unserem Camper bei Goury in der Nähe des Leuchtturms auf einer Wiese mitten in der Natur. Das ist „Freistehen“ (offiziell erlaubt) pur und wirklich schön.

  • Beim Spaziergang entlang der wild zerklüfteten Küste ums Kap pfeift uns der Wind ganz schön um die Ohren.
  • Mit den kleinen Mauern, den vielen Hecken und dem satten Grün der Wiesen erinnert uns die Gegend an Irland. Diese Region der Normandie wird auch „kleines Irland“ genannt.
  • Hier am äußersten Ende der Normandie gibt es einen der stärksten Gezeitenströme der Welt.
  • Die schnelle Fließbewegung des Wassers wird durch die starken Strömungen rund um das Kap und die große Tiefe des Meeres zwischen der Küste und den Kanalinseln verursacht.

Normandie-Roadtrip Cotentin: Magische Klippen am Nez de Jobourg

  • Die Klippen am Nez de Jobourg ragen 128 Meter hoch aus dem Wasser.
  • Hier sind die ältesten Gesteine Frankreichs hervorgetreten.
  • Den Besuchern bietet sich eine spektakuläre Aussicht auf das Meer. Entsprechend voll ist es hier in den Sommermonaten und vor allem im August.
  • Doch jetzt um Ostern haben wir den traumhaften Ort fast für uns und unser Wohnmobil.
  • Und so genießen wir den tollen Blick von der Normandie auf die Kanalinseln Jersey, Guernsey und Alderney and Sark
  • Und wir laufen ein Stück auf dem schmalen Zöllnerweg entlang der normannischen Küste.
  • Das ist in beide Richtungen spektakulär.
  • Der große Parkplatz am Nez de Jobourg ist auch für eine freie Übernachtung mit dem Camper geeignet.

In diesem Teil Frankreichs gibt es herrliche Strände und Dünen

Tolle Zeit am Strand: Junge und hohe Wellen an der Westküste der Normandie
Das muss einfach sein – Zwischenstop am Strand: Hier ist das Meer richtig wild

Zwischen dem Cap de Flammanville und Carteret finden wir endlose Strände und ursprüngliche Dünenlandschaften. Wo ist es am schönsten? Ich kann es nicht beantworten. Wir parken unser Wohnmobil auf einem der großen Parkplätze hinter den Dünen und verbringen einen Tag am riesigen einsamen Strand. Beim Sandburgenbauen und Wellenhüpfen vergeht die Zeit wie im Flug.

Wir sind ganz alleine mit dem Meer, den Wellen, dem Himmel und den Möwen.


Achtung: In dieser Region befindet sich auch die Wiederaufbereitungsanlage La Hague. Eine Tatsache, die die Freude an der schönen Landschaft und den herrlichen Stränden dämpft. Dazu kommt noch das Atomkraftwerk von Flamanville.


Dennoch wollen wir in diesem Teil der Normandie noch mehr campen und Zeit verbringen. Dafür finden wir den wirklich schön gelegenen und gut ausgestatteten Campingplatz Le Grand Large bei Les Pieux. Dieser liegt direkt am Strand von Sciotot, Normandie. Vorher haben wir leider verpasst, noch die Vorräte aufzufüllen. Ein echter Nachteil, denn es gefällt uns so gut, dass wir nicht mehr mit dem Wohnmobil vom Campingplatz fahren wollen.

  • Ein bei Ebbe riesiger Sandstrand in einer reizvollen und großen Bucht möchte bei Grand Large erobert werden.
  • Außerdem gibt es hier auf dem Zeltplatz die Möglichkeit, auf dem Spielplatz oder im Schwimmbecken andere Kinder zu treffen.
  • Wenn wir in der Normandie und dem Cotentin sind, steuern wir den Platz gerne immer wieder an.
  • Nur ganz vorne auf den Plätzen an der Düne ist Vorsicht geboten, um nicht einzusinken.
  • Unser Tipp: Bevor Du auf den Campingplatz fährst, im Ort noch einmal einkaufen.
  • Hier macht Camping in der Normandie einfach Spaß.

Auch auf dem weiteren Weg die Cotentin-Küste entlang folgen unendliche Strände und herrliche Dünenlandschaften. Am Cap de Carteret endet unsere Fahrt im Camper über die Route des Caps.


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Stadtbesichtigungen auf der Halbinsel Cotentin

Dann ändert sich die Landschaft wieder, diese wird flach und weit. Leider sind die Zeit für unseren Wohnmobil-Urlaub in der Normandie und die Ferien fast vorbei. Deshalb folgen wir fast ohne Abstecher und etwas weg vom Meer mit dem Wohnmobil der gut ausgebauten Landstraße nach Coutances.

Der Ort war in der Vergangenheit Hauptstadt und wichtiger Bischofssitz der Region. Parken mit dem Wohnmobil ist in Coutances nicht ganz einfach, sodass wir erst nach einem weiteren Fußmarsch das Zentrum erreichen. Doch es lohnt sich.

  • Die Kathedrale wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet und dabei wurden große Teile der romanischen Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert in dem gotischen Bau wiederverwendet.
  • Bei einem Spaziergang durch das Stadtzentrum entdecken wir neben dem eindrucksvollen Gebäude, Geschäfte, den öffentlichen Park und schöne Stadthäuser.
Reiseführer Normandie mit Wohnmobil: Schafe auf einer Wiese vor dem Mont-Saint-Michel
Schafe auf den Salzwiesen in der Bucht des Mont-Saint-Michel

Ein weiterer Stopp in Granville muss auch noch sein. Die ehemalige Freibeuterstadt, die sich in Ober- und Unterstadt teilt, ist heute ein beliebter Badeort.

  • Ab dem Jahr 1450 starteten aus dieser Region der Normandie die Fischerboote für den Fang von Kabeljau vor Neufundland.
  • Für den Besuch in Granville steuern wir den kleinen Wohnmobil-Stellplatz in der Oberstadt (in Richtung Aquarium) an und freuen uns über den letzten freien Platz.
  • Vom Wohnmobil-Stellplatz in der Oberstadt von Granville sind es nur ein paar Schritte ins alte Zentrum.

Highlight Normandie: Besichtigung des Mont-Saint-Michel

Reisebericht Normandie mit Wohnmobil: Bucht von Mont-Saint-Michel, ein Highlight unserer Wohnmobiltour
Blick vom Mont-Saint-Michel auf Watt und Meer

Bald geht es weiter. Der Inselberg Mont-Saint-Michel lockt uns magisch an. Er ist mit dem Wohnmobil und Auto gut zu erreichen.

Schon von Weitem ist der Mont Saint Michel sehr gut ausgeschildert. Immer wieder können wir während der Anfahrt im Camper aus der Ferne einen Blick über die ausgedehnten Salzwiesen auf die aus der Bucht aufragende markante Silhouette werfen.

Das Gelände rund um die felsige Insel im normannischen Wattenmeer wurde neu angelegt, da die Bucht zu verlanden drohte. Das Übernachten mit dem Wohnmobil direkt am Mont-Saint-Michel, auf dem Parkplatz am Ende des Uferdamms, ist seitdem nicht mehr möglich.

Aber es gibt genügend Alternativen für Camper in der Nähe. Wer gerne länger bleiben möchte, steuert einen der Campingplätze oder Stellplätze rund um den Mont-Saint-Michel an.

Eine gute Möglichkeit für den Besuch des Mont-Saint-Michel sind der Wohnmobil-Stellplatz Ardevon, La Bidonniere (etwa drei Kilometer bis zum Shuttle) oder die Aire de Beauvoir im gleichnamigen Ort, der zur Organisation Camping-Car Park gehört (rund zwei Kilometer bis zum Shuttle). Zu Fuß zum Staudamm von Mont-Saint-Michel und zur Abfahrt des Pendelbusses dauert die Strecke rund 30 Minuten. Es gibt einen autofreien Weg entlang des Flusses Couesnon. Mit dem Fahrrad geht es natürlich deutlich schneller.

  • Für Besucher stehen ausreichend offizielle Parkplätze am Mont-Saint-Michel zur Verfügung.
  • Die Besucherparkplätze sind kostenpflichtig. Der Shuttle-Bus ist kostenlos und der Eintritt in die Stadt ist ebenfalls kostenlos. 
  • Über den Damm geht es zu Fuß oder mit einem Shuttle (im Shuttle dürfen Hunde nicht mitfahren, außer kleine Hunde in einer Tasche).
  • Parkplatz P8 ist vorgesehen für Wohnmobile bis acht Meter. Höchstparkdauer sind 24 Stunden. Es gibt keine Sanitärs. Die Parkgebühren staffeln sich in 3-, 6- und 24-Stunden-Pauschalen, deren Höhe sich nach der Saison richtet. Die Preise sind sehr hoch. Die nächsten Toiletten befinden sich im Informationszentrum. Die Übernachtung auf dem Parkplatz ist nicht gestattet.
  • Wer mit dem Auto anreist, ist auf P10 und P11 am schnellsten am Shuttle.
Reisebericht Normandie mit Wohnmobil: Türme und Heiliger Michael auf dem Mont Saint Michel
Blick auf das Kloster auf dem Mont-Saint-Michel. Über allem leuchtet die Figur des Heiligen Michael

Etwa drei bis vier Millionen Besucher kommen im Jahr hierher zum Mont-Saint-Michel in der Normandie. Viele, so wie wir, mit dem Wohnmobil. Wie gut, dass es bei unseren Besuchen im April im Osterurlaub noch nicht so voll ist. Hundebesitzern und Familien mit Kindern empfehle ich aber auf jeden Fall den Besuch am Morgen, dann ist es noch nicht ganz so voll.

Über die neue Brücke fährt ein (kostenfreier) Shuttle-Bus. Zu Fuß dauert der Spaziergang etwa 35 Minuten. Das ist wichtig für Hundebesitzer, denn Hunde dürfen im Shuttle nicht mitfahren. Fahrräder sind ebenfalls nicht gestattet.

Als Belohnung gibt es aber viele schöne Ausblicke und Fotomotive auf den Klosterberg und die Umgebung.

Durch das Stadttor betreten wir die engen Gassen der berühmten französischen Sehenswürdigkeit, die ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Erzengel Michael soll im achten Jahrhundert den Bau einer Kapelle auf dem Granitkegel verlangt haben, die kurz darauf gebaut wurde. Daraus wurde ein Benediktinerkloster, das immer weiter erweitert und später als Festung ausgebaut wurde, dem heutigen Mont-Saint-Michel

Granithäuser und Treppe auf dem Mont-Saint-Michel, dem Ziel unserer Wohnmobil Rundreise durch die Normandie
Steile Treppen führen hoch zum Kloster, teilweise über die Befestigung

Schon mehrmals haben wir die vielen Stufen bis zum Kloster auf der Spitze der berühmtesten französischen Sehenswürdigkeit erklommen, in einem der Restaurants gegessen und die Auswahl in den Andenkenläden studiert (nicht nur für unseren Sohn immer wieder eine echte Attraktion).

  • Vier Museen gibt es auf dem Mont-Saint-Michel, eins davon ist das historische Wohnhaus eines Ritters.
  • Für die Abtei an der Spitze muss Eintritt bezahlt werden (hier dürfen Hunde nicht mit hinein).
  • Davon solltest Du Dich nicht abschrecken lassen und unter Anleitung des Audio-Guides, den es auch auf Deutsch gibt, die Terrassen und mächtigen Gebäude erkunden.

Tipp: Krokodile am Mont-Saint-Michel

Reisetipp Normandie mit Wohnmobil: Krokodile in der Nähe des Mont Saint Michel
Wie gut, dass die Gehege der Krokodile so gut abgesichert sind

Ganz in der Nähe des Mont-Saint-Michel lohnt sich nicht nur im Normandie-Urlaub mit Kindern ein Besuch des Reptiliums Alligator Bay.

  • In riesigen, ihrem natürlichen Lebensraum nachempfundenen Gehegen sind zahlreiche Krokodile und Alligatoren zu sehen, wobei die Besucher diese von oben beobachten können.
  • Daneben gibt es sehr viele verschiedene Wasser- und Landschildkröten.
  • Im Gehege der Riesenschildkröten dürfen Kinder sogar Kontakt aufnehmen und die Tiere mit Tomaten oder Erdbeeren füttern.

Vor unserer Rückfahrt nach Hause machen wir noch einen Abstecher zum Austernessen nach Cancale in die Bretagne, doch das ist eine andere Geschichte. Das ist für uns immer der gelungene Abschluss eines Campingurlaubs mit Wohnmobil in der Normandie.

Hier kannst Du mehr über meine liebsten Reiseziele und Camping in der Bretagne lesen. Und hier verrate ich Dir 10 ultimative Campingplätze in der Bretagne direkt am Meer.

Sicher entdeckst auch Du Deinen eigenen Lieblingsort in der Normandie. Wir wünschen eine gute Zeit und schöne Erlebnisse auf der Halbinsel Cotentin.


Wohnmobil-Reisetipps Halbinsel Cotentin

Rundreise Normandie mit Wohnmobil

Na, Lust bekommen? Dann schau doch auch bei meinen anderen ausgearbeiteten Reiserouten und Reisebeschreibungen zur Normandie im Camper rein. Dort findest Du die Route durch die Normandie, Beschreibungen zu weiteren Sehenswürdigkeiten und Tipps zu Wohnmobil-Stellplätzen und Campingplätzen.

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten Cotentin

  • La Cité de la Mer, Gare Maritime Transatlantique, 50100 Cherbourg-Octeville
    Lohnenswerte Attraktion mit Besichtigung des U-Boot Le Redoutable mit deutschem Audio-Guide, Aquarium und einem virtuellen Abenteuer, bei dem die Besucher in Gruppen die Tiefen des Ozeans erobern
    www.citedelamer.com
  • Alligator Bay, 62, route du Mont-Saint-Michel, 50170 Beauvoir
    Sehr gut gemachtes und absolut sehenswertes Reptilium zwei Kilometer vom Mont-Saint-Michel entfernt. Über 1.000 Tiere, verschiedenste Alligatoren, Krokodile, Schildkröten und Echsen.
    www.alligator-bay.com

Wohnmobil-Stellplätze & Campingplätze Normandie Cotentin

  • Camping La Gallouette / Wohnmobilstellplatz am Camping La Gallouette, 10b rue de la Gallouette, 50550 Saint-Vaast-la-Hougue
    www.camping-lagallouette.fr/de/stellplaetze-fuer-wohnmobile
  • Wohnmobilstellplatz oder Campingplatz in Barfleur
  • Stellplatz in Cherbourg
  • Camping le Grand Large, 11 Route du Grand Large, 50340 Les Pieux – Manche
    www.legrandlarge.com
  • Wohnmobilstellplatz Normandie Aire de la Bidonnière (aire privée), Route de la Rive, Ardevonwww.campingcar.ardevivre.fr/
  • Wohnmobilstellplatz Aire du Camping du Mont-Saint-Michel (aire privée), La Jacotière Ardevon www.camping-montsaintmichel.com/aire-mont-saint-michel#aire
  • Tipp: In der ganzen Region bieten viele Campingplätze eine Etappen-Pauschale für Wohnmobil-Reisende. Eine Nacht bleiben, mit Ankunft ab 18 Uhr und Abfahrt am nächsten Morgen vor 10 Uhr. In der ermäßigten Gebühr sind das Fahrzeug, zwei Personen und oft Strom enthalten.

Reisevorbereitung Normandie – Wohnmobilreiseführer

Wir haben immer mehrere Reiseführer im Einsatz. Gut gefallen mir.


Normandie mit dem Wohnmobil Teil 5: Reise an der Küste der Cotentin-Halbinsel bis zum Mont-Saint-Michel #Frankreich #Wohnmobiltour #Küste #Urlaub

* Als Mitglied des Amazon-Partnerprogramms und anderer Programme verdiene ich an qualifizierten Käufen, die Du über meine Links zu den Shops tätigst. Du unterstützt mich damit – vielen Dank!


Eine Frau mit kurzen grauen Haaren und Brille lächelt in die Kamera. Sie trägt eine blaue Jeansjacke und ein Schlüsselband. Hinter ihr ist eine malerische Kulisse mit Bäumen, Wasser und einem Wohnmobil zu sehen.

Hier schreibt Katja Hein – Journalistin und seit über 50 Jahren begeisterte Camperin. Mit meinen ausführlichen Wohnmobil-Reiseberichten, Camping-Erfahrungen und Routen zum Nachfahren entdeckst Du neue Reiseziele für den Urlaub mit Wohnmobil zwischen Südspanien & Nordkap. Dazu bekommst Du Unterstützung bei der Suche nach Deinem Traumfahrzeug.

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Autor

Ich bin Journalistin, Autorin und seit über 50 Jahren leidenschaftliche Camperin. Mit meinem Kastenwagen-Wohnmobil bin ich in ganz Europa unterwegs, zwischen Südspanien und Nordkap. Hier zeige ich die schönsten Reiseziele im Camper, Routen zum Nachfahren und gebe Hilfe und Beratung zu Camping und Wohnmobil. Viele Tipps bekommst Du auch in meinen Wohnmobil-Reiseführern.

12 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Johannes Wiemes sagt:

    Hallo Katja,
    ich bin auch Camper-Neuling und zufällig bei der Vorbereitung auf Deine Seite gestoßen.
    Ich finde Deine Seite und Deine Berichte total interessant und extrem hilfreich.
    Was mir allerdings nicht ganz klar geworden ist, ob es in der Normandie nicht unbedingt nötig ist, im Voraus Stellplätze bzw. Campingplätze zu reservieren und ob es dort überall Strom und Wasser gibt?

    Schonmal vielen Dank im Voraus und schöne Grüße
    Johannes

    1. Hallo Johannes,
      Reservieren ist eigentlich nicht notwendig, ausser Du bist in den französischen Sommerferien unterwegs.
      Auf Stellplätzen ist in der Regel reservieren nicht möglich, außer bei den Plätzen von Camping Car Park, wenn Du die kostenpflichtige Version der App nutzt. Wenn Du einen Platz unbedingt anfahren möchtest, komme am besten am späten Vormittag oder frühen Nachmittag an. Wir haben immer 3 Plätze in der Auswahl und weichen zur Not ins Hinterland oder auf Plätze ohne Service aus.
      Strom und Wasser ist auf allen Campingplätzen vorhanden. Manchmal ist der Stromanschluss aber weit weg von Deinem Stellplatz oder alle Stromplätze belegt. In Frankreich gibt es sehr viele Stellplätze ohne alles, aber auch viele auf denen Ver- und Entsorgung oder zumindest Wasser vorhanden ist. Strom ist manchmal an der Entsorgungssäule, dann aber nur wenige Steckdosen und der Strom ist dann teuer und auf 1 oder 2 Stunden beschränkt. Bei anderen Stellplätzen ist Strom mit drin (zum Beispiel bei den Plätzen von Camping Car Park). Das ist sehr variabel. Ich empfehle Dir die Nutzung einer App wie park4night oder CampingApp.EU. In den Apps findest Du Angaben, was an Service vorhanden ist.
      Viele Grüße
      Katja

  2. Ursula Rösgen sagt:

    Hallo Katja,

    ganz herzlichen Dank für deine wunderbaren Reiseberichte.
    Zufällig bin ich auf deine Seite aufmerksam geworden, weil ich speziell für die Normandie Tipps gesucht habe.
    Im Frühsommer 2024 sind wir das 1. Mal mit dem Wohnmobil in die Normandie gefahren.
    Vorher waren wir überwiegend in Dänemark, Deutschland, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden unterwegs.
    Uns hat die Normandie so gut gefallen, dass wir Mitte diesen Monats noch mal dort hinfahren.
    In Honfleur war unser Start, von da aus sind wir, wetter- und D-Day bedingt, direkt nach Barfleur gefahren.
    Von da aus die Küstenlinie entlang nach Granville und über mehrere Städte wieder zurück nach Deutschland.
    Die Alabaster- und Blumenküste haben wir somit gar nicht gesehen.
    Deine Tipps und Berichte sind für uns sehr wertvoll, um jetzt ein bisschen genauer zu wissen, was wir sehen möchten während unserer anstehenden Reise.
    Danke dafür.

    Herzliche Grüße,

    Ursula

    1. Hallo Ursula, das freut mich. Gerade die beiden Regionen liebe ich sehr, merkt man vielleicht in den Berichten. Wenn Ihr die Möglichkeit habt einen Teil der Landungsstrände zu besuchen, auch das lohnt sich. Du wirst feststellen alles ist Normandie und alles ist doch wieder anders als die anderen Regionen. Auch einen Besuch in Jumieges und Giverny kann ich sehr empfehlen. Es gibt überall so viel zu sehen und zu erleben, dass man viel Zeit in der Normandie verbringen kann und doch noch nicht alles gesehen habt. Zwischen Barfleur und Granville ist wilder als die andere Küste, aber ihr werdet auch dort Lieblingsplätze entdecken. LG Katja

  3. Friederike sagt:

    Hallo Katja,
    wir haben geplant, die 2 und 3. Septemberwoche zu fahren. Wie ist es dort mit Reservierungen der Stell-/Campingplätze? Ist die Tour von Giverny, Rouen, Le Tréport, Dieppe, Étretat, Cote Fleurie, Landungsstrände und Mont-Saint-Michel in 10 Tagen zu schaffen? Von Giverny aus?
    Vielen Dank für die ausführlichen Beschreibungen. Ich hab mir jetzt ein grobes Reisekonzept erstellt. Nur bei den Reservierungen weiss ich nicht, wie kurzfristig die sein müssten. Ist es noch Hauptsaison?
    LG Friederike

    1. Liebe Friederike,
      September ist keine Hochsaison mehr. Auf Campingplätzen sollte es keine Schwierigkeit mehr sein, einen Platz zu bekommen. Außer vielleicht in Etretat, da ist immer viel los. Auf Stellplätzen an beliebten Orten kann das etwas anders aussehen, aber in der Regel findest Du dann ein paar Kilometer im Inland wieder einen Platz. Oder Du fährst den Platz etwas früher an. Wenn Du sicher sein willst, rufst Du am Morgen beim geplanten Campingplatz an. Stellplätze kannst Du in der Regel in Frankreich nicht reservieren. Ausnahme sind die Plätze von Camping-Car Park, wenn Du die Mitgliedschaft machst, dann kannst Du sehen wie viel Platz noch ist und auch reservieren.
      10 Tage könnte für die geplante Route knapp werden, denn es gibt so viel zu sehen. Mein Tipp: Startet in Giverny (lohnt sich extrem), fahrt weiter über Jumieges und Rouen nach Etretat und dann immer an der Küste entlang. Wenn es knapp wird, durchs Land zum Mont Saint Michel. Ich wünsche Euch eine Gute Reise.LG Katja

  4. Jutta Wehren sagt:

    Hallo Katja, wir planen zum ersten Mal mit dem Womo auf Reisen zu gehen☺. Welche Strecke der Normandie würdest du für Camping Anfänger empfehlen ☺? So zum Einstieg ich soll planen hab sowas noch nicht gemacht😅wie starte ich am besten. Ganz lieben Gruß aus NRW

  5. Kathrin sagt:

    Hallo Katja,
    ein sehr schöner und informativer Reisebericht. Wir wollen diese Route so ähnlich im August machen. Eine Frage, ihr habt die gesamte Strecke nur in 2 Wochen gemacht, oder? Kann aktuell noch nicht genau einschätzen wie viel Zeit man hierfür einplanen sollte.
    Gruß
    Kathrin

    1. Katja sagt:

      Hallo Kathrin,
      wir haben in der Regel 10 Tage für eine Reise durch die Normandie. Am liebsten starten wir in Le Treport und fahren dann so weit wie wir kommen an der Küste entlang. 14 Tage sind gut für die Normandie. Wie lange Du brauchst, hängt von Dir und dem Wetter ab. Cotentin bis Mont Saint Michel haben wir mal in 3 (schlechtes Wetter) und mal in 10 Tagen gefahren (nur schön und nette Leute getroffen).
      Keine Sorge in 14 Tagen hast Du vielleicht sogar noch Zeit für einen kleinen Sprung in die Bretagne zum Schluss. Die Entfernungen sind auch nicht so riesig, dass das in Stress ausartet. Im August kann es nur sein, dass Du mehr Zeit brauchst einen Stellplatz oder Campingplatz zu finden oder diesen früh anfährst, dann haben nämlich die Franzosen Ferien 🙂
      LG und weiter viel Freude beim Planen
      Katja

  6. My Culinary Backpack sagt:

    Hallo Katja,
    ich glaube meine Bucket Liste hat sich soeben im einen Punkt erweitert 🙂
    Ein schöner, informativer Bericht mit traumhaften Bildern!
    Liebe Grüße,
    Kerstin

    1. Katja sagt:

      Danke liebe Kerstin, die Normandie und diese Region kann ich absolut für einen Urlaub empfehlen. Sag Bescheid, wenn es konkret wird, ich habe noch ein paar Tipps für Dich. LG Katja

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