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Eigenes Wohnmobil kaufen oder mieten? Argumente für den Kauf

Eine Auswahl von Wohnmobilen bei einem Wohnmobilhändler

Aktualisiert am 10. Juli 2021

Du überlegst noch, ob Du ein eigenes Wohnmobil kaufen sollst? Gerade sind wir von einem Kurztrip mit unserem Kastenwagen zurück. Es war einfach wunderbar und wir haben unsere kleine Reise sehr genossen. Für einen längeren Urlaub reichen die Urlaubstage leider nicht mehr, auch können wir eine große Fahrt wegen der Familie aktuell nicht einrichten. Aber in solchen Momenten ist unser eigenes Wohnmobil für uns einfach unbezahlbar. Denn ein Kurztrip mit dem Camper ist ein wirklich erholsamer Miniurlaub.


Eigenes Wohnmobil ja oder nein?

  • Immer wieder hören wir, ein Wohnmobil sei doch ziemlich teuer und lohne sich wegen der hohen Anschaffungskosten nicht.
  • Andere sagen, dass sie gerade durch ihr eigenes Campingfahrzeug mehr unterwegs sind.
  • Wegen der Arbeit können viele ihr Wohnmobil nur in den Ferien oder am Wochenende nutzen.
  • Für uns rechnet sich das Wohnmobil, weil wir unseren Kastenwagen auch als Zweitwagen fahren.
  • Auch haben wir uns mit unserem Kastenwagen der Marke Pössl für ein Modell mit einem sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis entschieden.
  • Andere überlegen aber gerade vor der nicht unerheblichen Neuanschaffung, ob sich die Ausgaben überhaupt lohnen, oder es vielleicht günstiger wäre doch ein Mietwohnmobil für den Urlaub zu nutzen.

Hier will ich ein wichtiges Argument für den Kauf eines eigenen Wohnmobils beschreiben.

Denn das eigene Campingfahrzeug bietet große Flexibilität und Fahrten sind auch spontan möglich.

Vorteil eigenes Wohnmobils: Kurztrips

Pause unterwegs, mit tollem Blick aus dem Camper ins Tal
Kurztrip mit dem Wohnmobil: Einfach anhalten, Tür auf und genießen
  • Wir genießen die Freiheiten, die Flexibilität und Mobilität, die unser Kastenwagen-Wohnmobil uns bietet.
  • Gerade in Zeiten mit heftigem Stress bei der Arbeit und in der Familie sind es wertvolle Auszeiten aus dem Alltag, die uns unendlich helfen.
  • Es muss ja nicht immer der Roadtrip in die Normandie oder die Wohnmobilreise zum Nordkap sein.
  • Das Gute liegt oft so nahe.
  • Ein Wochenende mit Camper-Freunden in St. Martin, eine Fahrt ins Elsass in die Vogesen oder nur ein kleiner Sprung über die Grenze nach Weissenburg sind gute Alternativen.
  • Manchmal reicht auch nur ein kurzer Ausflug von ein paar Stunden oder eine Übernachtung an einem anderen Ort, und Du fühlst Dich wie nach einem längeren Urlaub.

Auszeiten mit dem Wohnmobil an einem anderen Ort sind anders als Pausen zu Hause. Denn wir entdecken dabei neue Orte, Dinge und kulinarische Köstlichkeiten. Mit schöner Kulisse ist die Erholung besonders wertvoll. Ganz oft stehen wir mit unserem Reisemobil direkt in der Natur. Beim Campen sind wir dieser ganz nah und wir halten uns mehr im Freien auf.

Oder wir nutzen einen Stellplatz an einer Stadt oder einem Dorf, um diese intensiv besser kennen zu lernen. Auch beim Besuch bei Freunden oder nach Festen haben wir schon in unserem Kastenwagen übernachtet – sehr praktisch. Jetzt waren wir sogar mit dem Wohnmobil auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg, das war einfach klasse.

Mit dem eigenen Wohnmobil sind Kurztrips jederzeit möglich, juhu!


Aber dann ist das Jahr um und man war doch wieder nicht unterwegs. Familiäre Verpflichtungen, Überstunden, Wochenendarbeit, Feste, Freunde oder Ehrenamt haben die freien Tage beansprucht, oder irgendetwas anderes ist dazwischen gekommen. Hier sind wir aktiv geworden.


So gelingt die Auszeit mit dem eigenen Wohnmobil

Wohnmobile auf einem Parkplatz in den Bergen
Drei-Tage-Kurztrip: Übernachtung im eigenen Wohnmobil auf einem Parkplatz in den Vogesen

Dein Wohnmobil ständig bereit halten

Unser kleiner Kastenwagen ist immer mit Geschirr, Besteck, Bettzeug, Tischen und Stühlen ausgestattet. Auch Gas und ein wenig Wasser sind aufgefüllt. Dazu kommt eine Grundausstattung an Lebensmitteln und Getränken. So hält sich der Vorbereitungs- und Packstress in Grenzen.

Zusätzlicher Arbeitsaufwand, wenn wir auf einen Kurztrip starten

  • Zwei Gießkannen Wasser auffüllen (das reicht uns zum Waschen und für die Toilettenspülung für zwei Tage)
  • Toilette fertig machen
  • Wanderschuhe einpacken
  • Waschsachen einpacken
  • Zwei Handtücher einpacken
  • Kleidung für zwei Tage einpacken
  • Brot, Müsli und Obst mitnehmen
  • Eine Auswahl aus dem Kühlschrank einräumen
  • 6 Flaschen 1,5 Liter mit Trinkwasser einräumen
  • Computer, Kamera einpacken

Das ist doch gar nicht so viel, oder? Und das Ganze dauert nur 30 bis 45 Minuten und lässt sich sicher noch optimieren. Und wenn etwas fehlt, ist das auch nicht schlimm, denn es gibt ja überall Bäckereien und Lebensmittelläden.

Spontanität zulassen – das ist mit dem eigenen Wohnmobil sehr gut möglich

Wohnmobilstellplatz in der Pfalz
Ideal auch für eine Nacht: In Gleiszellen (Pfalz) ist es einfach schön. Unterhalb des Ortes liegt ein einfacher Stellplatz mitten im Grünen auf Wiese und unter Apfelbäumen

Um das Wochenende zu genießen, braucht es keinen festen Plan. Im Gegenteil, das Treiben lassen und dabei Neues entdecken, bringt zusätzliche Erholung. Dabei profitieren wir sehr von Empfehlungen anderer Camper. „St. Martin in der Pfalz ist so schön“, berichteten uns Nachbarn auf einem Campingplatz in Schweden. Inzwischen haben wir schon zwei wunderbare Wochenenden in St. Martin verbracht.

Beim letzten Versuch waren alle Wohnmobilstellplätze im Ort voll, so ein Mist. Das kann immer passieren, wenn man spontan unterwegs ist. Dann nicht verzweifeln, die Augen offen halten und eine Alternative in zehn Kilometer Umkreis suchen. So sind wir auf einem netten Weingut in Edenkoben gelandet.

„Flammkuchen esst Ihr am besten in Schweigen in der Südpfalz“, lautete eine andere Empfehlung, der wir gefolgt sind. Es war sehr lecker. Da in dem schönen Weinort das Übernachten mit dem Wohnmobil nicht möglich war, sind wir spontan drei Kilometer weiter auf die elsässische Seite der Grenze nach Weissenburg gefahren.

Auch wenn wir den Ort bereits gut kennen, der Spaziergang in der Nacht und die kleine Besichtigung am frühen Morgen waren einfach schön. Auf dem Rückweg haben wir wieder einen neuen Lieblingsplatz in Gleiszellen (Pfalz) entdeckt. Es ist eine einfache Wiese mit schönen Bäumen unterhalb des Ortes – wunderschön.

Ohne eigenes Wohnmobil hätten wir uns sicher nicht auf den Weg gemacht.

Ziele in der Nähe entdecken / Autobahnfahrten vermeiden

Schild Wohnmobilstellplatz
Mit dem eigenen Wohnmobil parken wir auch einmal auf einfachen Parkplätzen
  • Natürlich fahren wir gerne in Regionen, die wir nicht kennen, und am Liebsten ans Meer.
  • Aber Stunden auf der Straße und vielleicht auf verstopften Autobahnen verbringen, raubt Kraft und Erholung.
  • Das muss nun wirklich nicht sein, wenn die freien Tage so kostbar sind.
  • Gerade bei unseren Kurztrips 30 bis 100 Kilometer rund um unseren Wohnort haben wir unsere Heimat neu kennen und lieben gelernt.
  • Diese wenigen Stunden sind erholsam und fast so wertvoll wie eine lange Urlaubsreise.

Kein Wunder, dass so viele Besucher mit dem Wohnmobil in der Pfalz, im Elsass und in Rheinhessen unterwegs sind. Hier ist es wirklich schön.

Damit des Klappt: Rechtzeitig Zeit blocken und Termine im Kalender eintragen

  1. Für Kurztrips ist es nicht unbedingt notwendig, Urlaub zu nehmen.
  2. Gerade die Feiertage im April, Mai, Juni und Oktober lassen sich wunderbar zu verlängerten Wochenenden kombinieren.
  3. Dazu ist aber dann doch ein wenig Vorplanung gut.
  4. Inzwischen legen wir am Anfang des Jahres den Jahresurlaub mit möglichen Reisezielen fest und blockieren gleichzeitig bereits zusätzliche Wohnmobil-Wochenenden zum Wegfahren.
  5. Und wir verabreden uns zusätzlich mit guten Freunden, die kein Wohnmobil haben, mit denen wir unbedingt etwas unternehmen wollen.

Hauptsache weg mit dem Wohnmobil

Wenn dann etwas dazwischen kommt, ist das auch kein Grund zu verzweifeln. Mein Mann muss aktuell öfter samstags arbeiten gehen, das entscheidet sich oft kurzfristig. Dann fahren wir aber trotzdem noch los, wenn er zurück ist. Denn eine Nacht unterwegs ist viel besser als zu Hause bleiben und verpasste Möglichkeiten verfluchen. Wenn es denn gar nicht klappt, ist auch ein Tagesausflug mit dem Reisemobil an den Fluss oder zu einem schönen Aussichtspunkt eine gute Abwechslung.

Freunde mit einbeziehen

  • Vielleicht lassen sich ja auch andere Wohnmobilfahrer für eine Wochenendtour inspirieren.
  • Sie kennen sicher ebenfalls schöne Ziele.
  • Gemeinsam macht es doch mehr Spaß.
  • Und auch Freunde ohne eigenes Wohnmobil lassen sich begeistern. Beim letzten Kurzwochenende standen wir so schön und wollten nicht weg. Freunde von uns, fragten aber  nach einer gemeinsamen Wanderung. Spontan haben wir beides miteinander verknüpft. Sie kamen zu uns auf den Stellplatz und wir haben gemeinsam den schönen Ort genossen. Danach sind wir völlig ungeplant auf Entdeckungstour durch die Weinberge gewandert. Es war ein wunderbarer Tag.
Traumstraßen Deutschland: Stellplatz am Nord-Ostsee-Kanal
In Deutschland gibt es wirklich schöne Ecken. Am Wohnmobil-Stellplatz Schachtholm fahren die Schiffe direkt an Dir vorbei

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Ein eigenes Wohnmobil will genutzt werden

Viele Barrieren bestehen im Kopf. Seit wir uns dies bewusst gemacht haben, gönnen wir uns auch zu Zeiten größten Stresses solche Auszeiten bei Kurztrips mit unserem Campingfahrzeug.

Wichtig

  • Nicht auf später verschieben!
  • Auch einmal nein sagen!
  • Prioritäten setzen!

Unser Fazit: Ein eigenes Wohnmobil lohnt sich auf jeden Fall, will aber auch genutzt werden.

Für diejenigen, die das nicht wollen, ist Wohnmobil-Mieten dann doch die bessere Alternative. Und für diejenigen, die sich ein neues Wohnmobil kaufen wollen, ist mieten auf jeden Fall eine sehr gute Möglichkeit eigene Bedürfnisse und Vorlieben beim Campen festzustellen. Hier habe ich Tipps für Dich, wo Du verschiedenste Wohnmobil-Modelle mieten kannst und auf was Du dabei achten solltest.


Meine Tipps zu Reisezielen für Kurztrips mit dem Wohnmobil

Hier gibt es weitere Anregungen für Kurztrips

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Und planst Du eine Neuanschaffung? Wichtige Tipps auf was Du beim Wohnmobilkauf auf der Messe achten solltet, findest Du hier. Schreibe mir doch einfach einen Kommentar. Ich freue mich auf Deine Erfahrungen und Erlebnisse.


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10 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Helena sagt:

    Man kann echt schöne Zeit aus dem Campingplatz haben, wenn man ein Wohnmobil stat Zelt hat. Es ist bequemer und praktischer für die Familie, weil man keinen festen Plan braucht. Man kann es auch für eine kurze Frist planen, wie Feiertage und Wochenende. Danke für den Beitrag zum Thema Camping.

  2. helga sagt:

    Bei den Freunden haben wir uns in dem vorigen Urlaub ihr Wohnmobil gemietet. Eine ganz tolle Sache für die Urlaubszeit, besonders bei dem regnerischen Wetter! Falls es glückt, reisen wir auch diesmal, aber schon mit dem eigenen. Spontan, flexibel und günstig, was man sich noch wünschen kann, im Urlaub.

    1. Katja sagt:

      Das klingt aber super liebe Helga. Ich drücke die Daumen, dass das eigene Fahrzeug bald da ist und wünsche einen schöne Urlaub. Liebe Grüße aus Portugal (kann ich als Reiseziel empfehlen :-)) Katja

  3. Angelika sagt:

    Hallo Katja, vielen lieben Dank für deine Infos. Die machen so richtig Lust auf Kurztripps. In 1,5 Std. bin ich in den Vogesen. Habe noch den Wohnwagen und möchte jetzt auf einen Camper wechseln. Am liebsten gleich aber das muss erst finanziert werden. Darum auch Danke für den Link vom Wohnmobilkauf. Ich muss auf einiges achten, da ich es auch öfter fahren werde ( einkaufen usw. ) und mein Parkplatz höchstens 5,50m her gibt. Dazu kommt noch Aufstelldach und Automatik, das ist ein Muss 🙂 und das ganze dann, so günstig wie möglich. Oh je, ich werde mich noch viel damit auseinander setzen müssen. Aber ich hab auch richtig Bock drauf…. Also nochmal, viiielen Dank und allzeit gute Fahrt 😉

    1. Katja sagt:

      Oh Angelika, das klingt so richtig gut und nach einer echten Herausforderung. Bei den Camperporträts fährt Susanne so einen kurzen Camper. https://hin-fahren.de/kasten-mit-inhalt-susanne-unterwegs-im-burow/. Und wir fahren auch einen. https://hin-fahren.de/kasten-mit-inhalt-katja-faehrt-im-poessl/ Das mit dem Parkplatz ist ein ganz wichtiges Argument, als wir vom VW Bus auf den Kastenwagen umgestiegen sind (damals noch 6 Meter), hatten wir Glück, der hat gerade so vors Haus gepasst. :-). Demnächst schreibe ich eine Anleitung zum Wohnmobil als Alltagsauto, da kommt das mit rein.
      Mit Automatik und günstig und kurz könnte es schwierig werden. Aber es gibt diese Fahrzeuge, man muss nur gut suchen. VW-Busse werden immer noch sehr hoch gehandelt, auch mit sehr vielen Kilometern. La Strada baut schon sehr lange und sehr gut Kastenwagen aus, sie haben mit Mercedes gestartet und da gab es auch Automatik. Alternativ hat Pössl gerade den Campster herausgebracht, ein sehr spannendes Fahrzeug, kompakt und gut ausgestattet (mit Klappdach, fährt sich fast wie ein PKW), allerdings gibt es den noch nicht gebraucht. Ich drücke Dir die Daumen und die Vogesen solltest Du unbedingt mal machen. Sonst stellst Du den Caravan in Turckheim auf den Campingplatz und fährst von dort in die Berge. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich drücke die Daumen. Liebe Grüße Katja

    1. Katja sagt:

      Liebe Tine,
      dann bin ich sehr gespannt, was es wird und wie Eure Erfahrungen sind. Falls Ihr auf der Messe kaufen wollt, habe ich auch da etwas geschrieben. https://hin-fahren.de/tipps-zum-wohnmobilkauf-auf-der-reisemobil-messe/. Und bei den Camperporträts gibt es auch ganz viele Inspirationen und Erfahrungen von anderen Campern, die berichten warum sie sich gerade für ihr Fahrzeug entschieden und was sie erlebt haben. https://hin-fahren.de/kasten-blog/camperportraets/. 🙂
      Liebe Grüße Katja

  4. Gerfried sagt:

    Hallo Katja,

    schöner Artikel, du sprichst uns aus der Seele. Wir würden niemals mieten wollen, da uns damit fast alle Vorteile des Wohnmobil-Reisens verloren gingen.
    Bei uns ist der Arbeitsaufwand für Kurztrips während der Saison sogar noch kürzer, als in deiner Liste: Da wir zum Beispiel ohnehin nie ohne Camper wandern gehen, warten die Wanderschuhe schon im Kastenwagen. Dieses Gefühl, „es kann jederzeit losgehen“, ist einfach toll.

    Ciao
    Gerfried

    1. Katja sagt:

      Hallo Gerfried, ja das jederzeit losfahren können ist der „Zauber“. Egal ob nur für ein paar Stunden oder drei-vier Tage (für längere Touren, müssen wir dann doch etwas länger packen :-)). Prima, dass Ihr sogar noch schneller seit. Viele Liebe Grüße Katja

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